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	<title>Bergzeit Blog &#187; Reise</title>
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	<description>Outdoor, Alpines, Testberichte und Reisen</description>
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		<title>Bike-Touren in der Region Rimini/Emilia Romagna</title>
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		<pubDate>Fri, 24 May 2013 13:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Cymorek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Eines Morgens finde ich eine E-mail in meinem Postfach: Wer hat Lust auf eine Bike-Reise für Blogger in der Emilia Romagna, Rimini? Prompt melde ich mich bei Bergzeit für diese Reise an, ohne zu wissen&#8230; <a class="morelink" href="http://blog.bergzeit.de/31095/reise/bike-touren-in-rimini-emilia-romagna">weiterlesen</a></p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Eines Morgens finde ich eine E-mail in meinem Postfach: Wer hat Lust auf eine Bike-Reise für Blogger in der Emilia Romagna, Rimini? Prompt melde ich mich bei Bergzeit für diese Reise an, ohne zu wissen worum es eigentlich geht. Und diesmal ist das Glück tatsächlich auf meiner Seite: Ich darf <a title="Reisegepäck bei Bergzeit" href="http://www.bergzeit.de/reisegepaeck.html" target="_blank">Koffer</a> packen!</p>
<p>Rimini also? Und biken? Irgendwie kann ich diese beiden Gedanken eingangs gar nicht unter einen Hut bringen. Rimini ist doch der Badeort schlechthin: Die Adria, Strände, Sonnenliegen, Hotelskyline und eine Menge Badetouristen. Andererseits fühlte sich der Radprofi Marco Pantani in dieser Region sehr wohl. Er ist da geboren, hat da für die Klassiker trainiert und ist dort auch verstorben. Wenn es also für Ihn reicht, reicht es auch für mich!</p>
<p>Daher ist die Vorfreude riesengroß. Ich bike gerne und Emilia Romagna war mir bis dato unbekannt. Außerdem würde die Blogger-Reise einen guten Auftakt in meine Saison darstellen. Also auf ins Abenteuer Rimini!</p>
<h3>Rimini Bike Hotels</h3>
<div id="attachment_31305" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-31305" alt="Kartenmaterial und Tourbeschreibungen in der Emilia Romagna" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/05/Foto-27.04.13-11-39-13-300x224.jpg" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Kartenmaterial und Tourbeschreibungen in der Emilia Romagna</p></div>
<p>Die Gastgeber dieser Reise sind die Betreiber der <a title="Rimini Bike Hotels" href="http://www.riminibikehotels.com/index_de.php" target="_blank" rel="nofollow">Rimini Bike Hotels</a>. Es gibt insgesamt 14 Bike-Hotels entlang der Küste, die geführte und individuelle Bike-Reisen anbieten. Seit einem Jahr wird diese Idee entwickelt, um die Passion der Einheimischen für den Radsport für die Gästen erlebbar zu machen. Daraus ist ein ansehnliches Komplettpaket für Biker entstanden. Angeboten werden Rennrad, Mountainbike und Trekkingtouren in allen Schwierigkeitsgraden. Professionelle Guides, Bike-Verleih und -Service gehören ebenfalls dazu. Zusätzlich gibt’s gutes Kartenmaterial (15 MTB-Touren, 20 Rennrad-Touren), ausführliche Wegbeschreibungen und jede Menge weiterer Extras.</p>
<h3>Tag 1. Ankunft und Kennenlernen</h3>
<p>Nach nur etwa einer Stunde landet unser Flieger aus München in Bologna. Wir werden von Nicholas Montemaggi (<a title="Emilia Romagna Tourismus" href="http://www.emiliaromagnaturismo.it/de" target="_blank" rel="nofollow">Tourismusverband Rimini / Emilia Romagna</a>) mit einem sehr freundlichen Lächeln empfangen. Weiter geht es mit einem Minibus Richtung Rimini. Die 1,5 Stunden Autofahrt werden zum ersten Kennenlernen unter den Bloggern genutzt. Um uns herum baut sich die typisch italienische Landschaft der Apenninen auf: Sonne satt, grünes Gras, Hügel am Horizont und überall kleine italienische Dörfchen. Hier ist der Frühling schon angekommen, auch wenn man uns versichert, dass es die ersten schönen Tage in diesem Jahr sind.</p>
<div id="attachment_31118" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-31118" alt="Bike Blogger in den Startlöchern am Oxygen Lifestyle Hotel" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/P1000422-300x225.jpg" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Bike Blogger in den Startlöchern am Oxygen Lifestyle Hotel</p></div>
<p>Unser Hotel (<a title="Oxygen Lifestyle Hotel" href="http://www.oxygenhotel.it/de/" target="_blank" rel="nofollow">Oxygen Lifestyle Hotel</a> ***) ist direkt an der 15 Kilometer langen Küste von Rimini. Andrea von Rimini Bikes stürmt heraus um uns zu begrüßen. Wir bekommen unsere Zimmer zugeteilt und werden darauf hingewiesen das bald die allgemeine Kennenlern-Party stattfindet. Die Zimmer waren die erste Überraschung &#8211; jeweils zwei Zimmer mit Bad, alles groß, sauber und im modernem Design. Ich persönlich hab mich besonders über den Balkon und die Regenwalddusche gefreut.</p>
<p>Die zweite Überraschung folgt am Abend: Die Kennenlern-Party ist mit einem unheimlich opulenten Buffet garniert, dass keine Wünsche offen lässt. Wir lernen nun auch die Gastgeber kennen. Man merkt schnell wie groß die Passion fürs Biken hier ist. Jeder hat seine eigene kleine Geschichte auf Lager, dabei fällt immer wieder der Name &#8220;Pantani&#8221; und der berühmte Satz &#8220;Monte Carpegna mi basta&#8221;. Der Abend wird somit lang und endet mit dem Besuch der lokalen Mountainbike Clique <a title="Top Bikers" href="https://www.facebook.com/groups/153706404643779/" target="_blank" rel="nofollow">Top Bikers</a>, die auf Ihrer Nachtfahrt einen kleinen Abstecher zu uns gemacht hat.</p>
<p>In den kommenden drei Tagen stehen zwei Rennradtouren und eine <a title="Mountainbikes bei Bergzeit" href="http://www.bergzeit.de/mountainbike.html" target="_blank">Mountainbike</a>-Tour auf dem Programm. Wir fahren mit dem Rennrad nach Sogliano al Rubicone, wo wir den traditionellen Grubenkäse probieren können. Am nächsten Tag machen wir eine Mountainbike-Tour nach San Marino auf den Monte Titano. Als Abschluss ist eine Rennradtour nach Monteleone geplant, so dass wir am Nachmittag unseren Flieger noch erwischen.</p>
<h3>Tag 2. Rennrad Tour Sogliano al Rubicone (ca. 77 km, 690 Hm)</h3>
<p>Nach dem guten Frühstück geht es um 9:00 Uhr los! Es ist erst die zweite Rennradtour in meinem Leben &#8211; die Aufregung ist entsprechend groß. Die geliehene Ausrüstung ist in einem top Zustand, so dass wir kurz darauf starten. Zu unserer Rennrad-Gruppe gehören 15 geladene Blogger und  Journalisten aus Deutschland, Slowenien, Belgien, Holland und der Schweiz sowie unsere vier Guides (Ole, Andrea, Marco und Daniele). An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass uns ein ehemaliger Giro d&#8217;Italia Fahrer, Primoz Cerin, begleitet. Das ist natürlich ein sehr cooles Gefühl mit so jemanden mitzufahren &#8211; zumindest die flachen Passagen ;-).</p>
<div id="attachment_31120" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-31120" alt="Das Biker Peloton beim Einrollen an der Strandpromenade" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/P1000435-1024x768.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Das Biker Peloton beim Einrollen an der Strandpromenade</p></div>
<p>Selten ist das Einrollen so schön wie in Rimini. Die ersten Kilometer legen wir entlang der Küste hinter uns. Die Sonnenstrahlen wärmen das Gesicht und die Meeresbrise umschmeichelt unsere Haut. Wir fahren Richtung Valmarecchia-Tal etwa 20 Kilometer auf schönen, kleinen italienischen Straßen, vorbei an idyllischen Anwesen. Unsere Guides sind bemüht uns über verkehrsarme Wege zu führen. Ich merke von Anfang an wie viel Mühe sich hier alle geben, damit es uns gut geht. Die Tour ist ein Genuss! Wir fahren oft nebeneinander, unterhalten uns und tauschen Erlebnisse und Geschichten aus. Die Guides checken regelmäßig, wie es uns geht und dokumentieren die ganze Tour akribisch mit Fotos.</p>
<p>Im Laufe der Tour stehen zwei Anstiege auf dem Programm. Der erste wird für Filmaufnahmen von Bike TV genutzt, der zweite stellt die Kondition aller Teilnehmer auf den Prüfstand. Es wird schnell klar wer hier Pfeffer in den Beinen hat, als wir in Sogliano al Rubicone ankommen.</p>
<p>Hier wartet nun ein kulinarisches Highlight auf uns. Wir besuchen das Fosse Brandinelli – hier reift der bekannte <a title="Fosse Brandinelli Grubenkäse" href="http://www.fossebrandinelli.it" target="_blank" rel="nofollow">Grubenkäse</a>. Der Käse wird in speziellen Vorratsgruben gelagert, die mit Stroh bedeckt vor Plünderern geschützt sind. Schon vor ca. 800 Jahren haben die Bewohner bemerkt, das in den Gruben der Käse unheimlich gut reifen kann. Die Methode wurde zur Tradition und Besonderheit. In der Tat schmeckt der Käse außerordentlich lecker! Wir dürfen verschiedene Sorten probieren, dazu gibt es Piadina Romagnola (Fladenbrot), Wein und Wasser. Frisch gestärkt geht es wieder zurück nach Rimini. Die Tour endet wie sie angefangen hat: entlang der Küstenpromenade.</p>
<h3>Tag 3. Mountainbike Tour San Marino (ca. 55 km, 990 Hm)</h3>
<p>Heute hat uns unser Guide Marco am frühen Morgen abgeholt. Es wird Zeit ein wenig die Gegend auf dem <a title="Mountainbikes bei Bergzeit" href="http://www.bergzeit.de/mountainbike.html" target="_blank">Mountainbike</a> zu erkunden. Schnell werden uns die passenden Bikes zugeteilt. Bevor ich richtig aufgewacht bin, sitze ich schon im Sattel und radl hinter Marco her. Wir treffen auf einem Parkplatz auf die Top Bikers (Torre Pedrera) und merken schnell: Hier sitzt pure Energie auf den Bikes! Also gibt’s einen kurzen Handschlag und die Gruppe nimmt Fahrt auf.</p>
<p>Es geht über schöne Schotterwege mitten hinein in die Natur von Emilia Romagna. Die Jungs sind wirklich ein tolles Team – es wird viel gelacht, italienisch ausgelassen gestikuliert und fotografiert. Auf dem Weg nach San Marino legen wir die ersten Höhenmeter auf einem kurzen Steilstück zurück. Nun wird es schmaler und steiler, irgendwann muss ich auch schieben. Doch dann öffnet sich ein flowiger Trail direkt unterhalb der Festung &#8220;La Guaita&#8221;.</p>
<p>Die letzten Höhenmeter zur Festung legten wir gemütlich auf Asphalt zurück. Unglaublich wie sich<em> San Marino</em> auf dem <em>Monte Titano</em> über die Landschaft erhebt. Der Ausblick ist dementsprechend phänomenal! Wir gönnen uns einen Kaffee, schauen beim dortigen Downhill-Event zu und genießen die Sonne.</p>
<div id="attachment_31107" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-31107" alt="Durchstieg des Monte Titano in San Marino - die Bikes mussten geschoben werden" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2404-300x225.jpg" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Durchstieg des Monte Titano in San Marino &#8211; die Bikes mussten geschoben werden</p></div>
<p>Luca von den Top Bikers und Marco führen uns auf den Rückweg über weitere schöne Trails. Die letzte Station ist die kleine Ortschaft <em>Verucchio</em>, wo wir auf unsere Rennradkollegen treffen. Diese kommen mit einem Lächeln im Gesicht gerade vom <em>San Le</em>o zurück &#8211; zuerst Primoz dann lange lange niemand ;-). Es warten noch ein paar Kilometer über Schotterwege auf uns, bis wir am Bikeshop (Cicli Matteoni) von Ole&#8217;s Frau ankommen. Hier gibt es wieder eine Verpflegungsstation, jede Menge Erlebnisaustausch und diverse Fotoshootings. Gekrönt von einer Beinmassage und einem fantastischen Abendessen geht auch dieser Tag zu Ende.</p>
<h3>Tag 4. Rennrad Tour Monteleone (ca. 85 km, 850 Hm)</h3>
<p>Letzter Tag, letzte Tour, viel Motivation und viel Energie! Heute sollten wir eine große Gruppe werden, da sich einige Top Biker unserer Rennradtour angeschlossen haben. Ich habe für die heutige Tour Andreas persönliches <a title="Rennräder bei Bergzeit" href="http://www.bergzeit.de/rennrad.html" target="_blank">Rennrad</a> bekommen – ein Scott Carbonbike.</p>
<p>Wie kann man solche fantastischen Tage am besten abschließen? Genau – mit einem internen Rennen der Nationen! Der Anstieg zum <em>Castello di Monteleone</em> soll die Entscheidung bringen. Schon die Anfahrt ist angespannt: Diverse kleine Ausreißergruppen bilden sich, das Tempo auf meinem <a title="Fahrradcomputer bei Bergzeit" href="http://www.bergzeit.de/fahrradcomputer.html" target="_blank">Tacho</a> ist höher als am ersten Tag und die Gruppe nervöser. Im Anstieg nach <em>Pietracuta</em> rufen schon erste Akteure ihre Leistung ab – darunter auch ich. Blöderweise kennen wir den Weiterweg nicht und müssen knapp fünf Minuten auf das Peloton warten.</p>
<div id="attachment_31122" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-31122" alt="Ausgelassene Stimmung unter den Bikern am Castello di Monteleone" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/P1000481-300x217.jpg" width="300" height="217" /><p class="wp-caption-text">Ausgelassene Stimmung unter den Bikern am Castello di Monteleone</p></div>
<p>Wäre ich klug gewesen, hätte ich mir meine Kräfte für den Hauptanstieg nach Monteleone aufgespart. Es warten nun harte Kilometer auf uns. Schnell kristallisieren sich die Favoriten heraus. In einem knappen Finale konnte Andrea (unser Guide) das Rennen für Italien entscheiden. Ich komme im vorderen Mittelfeld an und bin extrem guter Laune. Fast übersehe ich dabei das malerische Monteleone. Das wunderschöne Bergdorf lädt auf einen Kaffee, auf grüner Wiese am Fuße des Castellos, ein. Was für ein Abschluss! Die Freude ist allen anzusehen, sogar unserem Nicolas vom Rimini Tourismus!</p>
<p>Die Fahrt zurück nach Rimini ist ein echter Genuss. Wir geben alle nochmal Gas, da machen sogar die flachen Kilometer richtig Spaß! Wie gewohnt wird auch diese Biketour über die Strandpromenade ausgerollt. Im Hotel warten schon die letzten Snacks auf uns, die wir dankend annehmen. Am Ende folgt der große Abschied von allen und ehe man sich versieht, sitzt man schon im Flugzeug zurück in den Alltag.</p>
<h3>Rimini und Emilia Romagna</h3>
<p>Rimini ist bekannt für seinen Badetourismus, schon 1843 wurde die erste Badeanstalt eröffnet. 1200 Hotels, 230 Strandbäder, 40.000 Sonnenschirme, 370 Restaurants und Pizzerias laden ein &#8211; auf 15 Kilometer Küste verteilt.</p>
<div id="attachment_31105" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-31105" alt="Schöner Ausblick in die Apenninen, ins Hinterland von Rimini" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/IMG_2366-300x225.jpg" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Schöner Ausblick in die Apenninen, ins Hinterland von Rimini</p></div>
<p>Man sollte aber auch das geschichtliche Erbe dieser Region nicht außer Acht lassen: Römische Ruinen, wie die Brücke <em>Ponte di Tiberio</em>, der Triumphbogen <em>Arco d&#8217;Augusto</em>, das Amphitheater, der Dom <em>Tempio Malatestiano</em> mit Fresken und Gemälden von Giotto und nicht zuletzt die Burg C<em>astello Sigismondo</em>, laden zur spannenden kulturellen Reise ein. Rimini ist eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, die zu einer Seite durch das Meer begrenzt wird und sich zur anderen Seite ins Hinterland öffnet. Gerade im Frühjahr erlebt man eine besonders schöne Blütenpracht (Aprikosen- Pfirsichbäume) in der mediterranen Landschaft. Kleine Castellos und Dörfer sind malerisch in diese Szenerie eingebettet und laden zum Anhalten und näheren Kennenlernen der Kultur ein. Das alles macht man am besten mit dem Bike!</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ich habe in den vier Tagen extrem viele Eindrücke sammeln können. Die Gastfreundschaft, das italienische Temperament, die Begeisterung fürs Biken und auch die perfekte Organisation sind nur einige davon. Rimini und die Region Emilia Romagna bieten jede Menge Möglichkeiten. Das Hinterland ist schnell erreicht und es gibt spannende Touren für jedes Niveau: die mediterrane Landschaft, das warme Klima (Biken ab März ist kein Problem!) und die kulinarischen Gaumenfreuden machen diese Gegend noch einmal interessanter! Gekrönt wird das Ganze durch das Engagement der Betreiber der Rimini Bike Hotels, die auf die Bedürfnisse der Biker eingehen. Mille Grazie an alle, insbesondere an unsere Gastgeber &#8220;Rimini Bike Hotels&#8221;, unsere Guides, an Nicholas Montemaggi von Rimini Tourismus und unsere nette Stadtführerin! Es war eine schöne Zeit und ich werde sicherlich wiederkommen!</p>
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			<media:title type="html">Kartenmaterial</media:title>
			<media:description type="html">Kartenmaterial und Tourbeschreibungen in der Emilia Romagna</media:description>
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		<title>Te Araroa Trail: Von Queenstown nach Auckland (März)</title>
		<link>http://blog.bergzeit.de/27684/reise/te-araroa-trail-von-queenstown-nach-auckland-marz</link>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 14:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andre Missal Nadine Thiede</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Hiking]]></category>
		<category><![CDATA[Neuseeland]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Der Te Araroa Trail verläuft von Cape Reinga bis Bluff quer über Neuseelands Nord- und Südinsel. Die Bergzeit Blogger André und Nadine haben den Weg für ihre persönliche Tour auf den Kopf gestellt und <a href="http://www.bergzeit.de/trekking.html" target="blank" titel="Trekkingausrüstung bei bergzeit.de">wandern</a> von Queenstown nach Auckland. </p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><div id="attachment_30459" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><img class=" wp-image-30459 " alt="Venice Beach" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/K800_IMG_2864-300x225.jpg" width="270" height="203" /><p class="wp-caption-text">Venice Beach</p></div>
<p>Am 1. März 2013 ging es endlich los &#8211; das große Abenteuer <em>Te Araroa Trail</em>. Bevor wir, André (23) und Nadine (23) aus Brandenburg,  in Neuseeland loslegten nutzen wir noch die Gelegenheit für einen Stopover. Eine Woche lang wollten wir<em> Los Angelas</em> erkunden. Leider wurden unsere Erwartungen nicht erfüllt. Alles drehte sich um Hollywood und außerhalb dieses Themenbereiches gab es wenig Sehenswertes. Die Entfernungen in und um die Stadt sind so groß, dass sich das Mieten eines Autos gelohnt hätte. Wir aber wollten das „wahre“ LA sehen und haben uns deshalb auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlassen. Abschließend können wir sagen, dass wir LA als Reiseziel nicht weiterempfehlen würden. Jedoch sind die Freundlichkeit der Menschen (insbesondere der Busfahrer), die Schönheit und die Künstler des <em>Venice Beach</em> hervorzuheben.</p>
<p>Nach dem USA-Besuch ging es weiter nach <em>Queenstown</em>, wo unser eigentliches Ziel auf uns wartete: der Te Araroa Trail. Der Weitwanderweg verläuft von Nord nach Süd (oder umgekehrt) über die beiden Hauptinseln Neuseelands von Cape Reinga bis Bluff. Wir haben uns vorgenommen in 21 Wochen von unserem Ausgangspunkt in Queenstown auf der Südinsel gen Norden bis nach Auckland zu wandern.</p>
<h3>Start in Queenstown</h3>
<p>Wenn das Geld etwas lockerer in der Tasche sitzt, kann man in und um Queenstown viele Dinge wie Bungee Jumping, Jetboat fahren und Skydiving ausprobieren. Uns waren diese Aktivitäten zu teuer und wir haben unsere Zeit damit verbracht, die letzten Besorgungen für die ersten Tage in der Wildnis zu machen. Nach drei Tagen starteten wir die <a title="Trekkingausrüstung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/trekking.html" target="_blank">Tekkingtour</a> in Richtung Wanaka. Unsere zweite Nacht im Zelt verbrachten wir am <em>Lake Hayes</em>, der ganz im Gegensatz zu Queenstown die ruhige Seite Neuseelands darstellt. Der Trail führte uns weiter durch das Städtchen <em>Arrowtown</em>, dessen Goldgräbercharme uns sofort begeisterte. Für „Herr der Ringe“-Fans ist der <em>Arrow River</em> interessant, da er im ersten Teil der Reihe als einer der Drehorte fungierte. Der weitere Weg bis Wanaka führte uns über die Berge bis auf 1.000 Meter Höhe. Uns wurde an dieser Stelle klar: Wer nicht schwindelfrei ist, dem wird der Te Araroa Trail nicht leicht fallen. Teilweise sind die Steige in dieser Etappe sehr schmal und der Regen am Tag davor machte sie zusätzlich rutschig. Nadine war nervlich am Ende und beruhigte sich erst am Lagerfeuer wieder.</p>
<div id="attachment_30462" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-30462 " title="Weg zur Roses Hut" alt="Weg zur Roses Hut" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/K800_IMG_3370-300x200.jpg" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Weg zur Roses Hut</p></div>
<p>Nach <em>Macetown</em>, einer Goldsucherruine, folgten wir weiter dem Arrow River. Etlichen Rivercrossings bescherten uns nasse Füße und schließlich verpassten wir eine Abzweigung, um über einen Berg zur Roses Hut zu kommen. Stattdessen folgten wir weiterhin dem Fluss bis zu der Erkenntnis uns verlaufen zu haben. Da unsere Schuhe komplett durchnässten Schuhe über Nacht einfroren, mussten wir mit Eisschuhen den Rückweg zum Trail antreten. Durch Zufall entdeckten wir das am Vortag übersehene Schild und erreichten noch am Abend die <em>Roses Hut</em>.</p>
<p>Rajiv, ein Trekker, der den Weg von Norden nach Süden läuft, gab uns Anfängern gute Tipps zur Ernährung beim Wandern. Durch ihn erkannten wir auch, wie viel überflüssiges Gepäck wir dabei hatten. Der Te Araroa Trail führt nach der Roses Hut normalerweise wieder in die Berge. Unser Vorrat an <a title="Alles für die Outdoor-Küche bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/outdoorkueche.html" target="_blank">Essen</a> hätte dafür aber nicht mehr gereicht und so entschieden wir uns einer Privatstraße zu folgen, die uns noch am selben Tag nach Wanaka führte. Wanaka ist eine für neuseeländische Verhältnisse größere, schöne Stadt, die direkt an einem von Bergen umgebenen See liegt. Insgesamt hatten wir das Gefühl, dass das ganze Land vom Tourismus lebt, wobei Wanaka das sanftere Gegenstück zu Queenstown darstellt.</p>
<div id="attachment_30464" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><img class=" wp-image-30464  " alt="Pakituhi Hut - Stodys Hut" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/K800_IMG_3449-300x200.jpg" width="270" height="180" /><p class="wp-caption-text">Pakituhi Hut &#8211; Stodys Hut</p></div>
<div id="attachment_30465" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><img class=" wp-image-30465  " title="Lake Hawea" alt="Lake Hawea" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/K800_IMG_3413-300x200.jpg" width="270" height="180" /><p class="wp-caption-text">Lake Hawea</p></div>
<p>Als nächstes Etappenziel nahmen wir nun <em>Twizel</em>  in den Fokus. Nach dem Überqueren einer Hängebrücke verlief der Te Araroa Trail durch einen ansehnlichen Park und folgte schließlich dem Fluss bis zum Lake Hawea. Das Zusammenspiel von Sonnenlicht, dem Wasser und dem Gebirge machten diesen Ort zu einem ganz Besonderen. Die menschenarme Umgebung lud zu einem Entspannungstag ein. Gerne nahmen wir sie an. Der Karottenkuchen im Café von<em> Hawea</em> ist ein absoluter Geheimtipp!</p>
<p>Am nächsten Tag stand uns ein Aufstieg von 970 Höhenmetern bevor, um die <em>Pakituhi Hut</em> zu erreichen. Der Weg war aufgrund sehr steiler Abschnitte nicht einfach zu laufen. Teilweise musste auch geklettert werden. Eine Nacht in dieser modernen Hütte und eine tolle Aussicht entschädigten uns für die Anstrengungen.</p>
<div id="attachment_30466" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-30466 " alt="Stodys Hut" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/04/K800_IMG_3472-300x200.jpg" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Stodys Hut</p></div>
<p>Ein leichter Weg, der aber von starkem Wind erschwert wurde, führte uns tags darauf zur <em>Stodys Hut</em>. Wer hier schläft, teilt sich die Hütte nicht nur mit anderen Wanderern, sondern auch mit Mäusen und Ratten. Drei Mal wurde das Gesicht eines Hüttenmitbewohners während der Nacht zu einer &#8220;Mäuserennbahn&#8221;. Der Abstieg zum Fluss, der uns zur <em>Top Timaru Hut</em> führen sollte, war sehr steil, so dass Stürze nicht ausblieben. Kleinere Wasserfälle und romantische Waldwege standen vielen Kraft zehrenden Auf und Ab&#8217;s gegenüber. Nach einer Nacht im Wald gelangten wir zur ersehnten Hütte, die jedoch schon von sechs Jägern besetzt war. So mussten wir wieder unser <a title="Outdoor-Zelte bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/outdoor-zelte.html" target="_blank">Zelt</a> aufschlagen&#8230;</p>
<p>Im nächsten Monatsbericht erfahrt ihr, ob wir Twizel erreicht haben und welche Überraschung uns in einem Auto erwartete.</p>
<p><span style="font-family: GentiumBookBasicRegular, Georgia, Palatino, 'Times New Roman', 'Hoefler Text', Baskerville, serif; font-size: 1.2em; font-weight: bold; line-height: 1.4em;">Infos Te Araroa Trail</span></p>
<p>Der <em>Te Araroa Trail</em>  verläuft regulär vom <em>Cape Reinga</em> (Nordspitze Neuseelands) nach <em>Bluff</em> (Südspitze Neuseelands). Karten und GPS-Daten werden auf www.teararoa.org.nz bereitgestellt. Es empfiehlt sich, den Weg nicht ohne neues, gedrucktes Kartenmaterial zu laufen, da der Weg darauf bereits verzeichnet ist und die Karten aktueller sind als die GPS-Daten.</p>
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			<media:title type="html">Venice Beach</media:title>
			<media:description type="html">Venice Beach</media:description>
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		<title>La Palma mit dem Mountainbike: der Süden</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2013 16:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Heilemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Kanaren]]></category>
		<category><![CDATA[La Palma]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Der Süden von La Palma zeigt sich wie geschaffen für Mountainbiker: etwas wärmer als der Norden und durch die zum Atlantik hin auslaufenden Vulkanfelder deutlich flacher. Highlight ist der Downhill vom "Roque de las Muchachos" bis ans Meer. </p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p><span style="font-family: Arial, Helvetica, Verdana, 'Gill Sans', sans-serif; font-size: 13px; line-height: 19px;">Die Reifen meines <a title="Mountainbikes bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/mountainbike.html" target="_blank">Mountainbikes</a> suchen nach Halt im losen Lavasand. Ich rutsche, oder besser gesagt, ich surfe um jede Kurve. Ständig habe ich das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, doch genau in diesem Moment bekommen die Reifen wieder Grip und steuern mich gezielt in die Richtung, in die ich will. Es dauert nur kurze Zeit und ich habe mich auf dieses Gefühl eingestellt. Jedes Lenkmanöver erwarte ich mit großer Vorfreude, denn solch einen Untergrund kenne ich in diesem Ausmaß noch nicht. &#8220;Sandsurf&#8221; nennt man diesen Spaß und ich kann kaum genug bekommen!</span></p>
<p><b style="font-family: GentiumBookBasicRegular, Georgia, Palatino, 'Times New Roman', 'Hoefler Text', Baskerville, serif; font-size: 1.2em; line-height: 1.4em;">Der Süden von La Palma</b></p>
<div id="attachment_27041" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-27041 " alt="Sandsurf. Biken auf Lavasand" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03369-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Sandsurf.  Biken auf  Lavasand.</p></div>
<p>Ich bin im Süden der Kanareninsel<em> La Palma</em> angekommen. Am Vortag im trubeligen <em>Los Llanos</em> eingetroffen, sitze ich heute endlich auf dem Bike. Ich bin bei Siggi im <em>&#8220;El Porvenir&#8221;</em>. Einem gemütlichen Hostel mit eigener Bikewerkstatt und Mountainbikeverleih.</p>
<h3><b>Lavasand und Ziegenkäse</b></h3>
<p>Der Süden zeigt sich schon in den ersten Tagen wie geschaffen für Mountainbiker. Etwas wärmer als <a title="La Palma mit dem Mountainbike: der Norden" href="http://blog.bergzeit.de/25167/reise/la-palma-mit-dem-mountainbike">der Norden</a> und durch die auslaufenden Vulkanfelder bis ans Meer auch deutlich flacher. Anders als z.B. auf Teneriffa wirkt die Gegend hier trotz Vulkanlandschaft nicht trostlos. Denn auch hier sind große Teile La Palmas mit Wald bedeckt. Wie ich merke ist der Süden deutlich dichter besiedelt als der Norden. Touristenmassen sucht man dennoch vergebens.</p>
<p><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">Mein Sandsurf wird zum Rausch. Ich fiebere jeder Kurve entgegen, als plötzlich Stufen aus Lavagestein meine volle Konzentration fordern. Mehrmals setzt mein <a title="Mountainbike-Zubehör bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/fahrradzubehoer.html" target="_blank">größtes Kettenblatt </a>auf. Meine Gabel leistet Schwerstarbeit und ich muss mich richtig konzentrieren um die perfekte Linie zu wählen. Alternativ hätte noch eine andere, leichtere Strecke gefahren werden können. Ich fühlte mich aber ausgeruht. Jetzt spüre ich die Folgen der Streckenwahl in den schmerzenden Unterarmen. Je weiter wir in Richtung Südspitze der Insel fahren, desto heftiger wird der Weg. Gegen Ende kann ich das Meer sehen und der Trail spuckt uns am heutigen Zielort,<em> Fuencaliente</em>, wieder aus.</span></p>
<div id="attachment_27043" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><img class=" wp-image-27043  " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Kaffee, süße Kondensmilch und Likör...ein Barraquito" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03387-199x300.jpg" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Süße Kondensmilch, Kaffee, Milchschaum und Likör: ein Barraquito.</p></div>
<p>Als Belohnung dürfen meine Bremsscheiben abkühlen und ich genieße einheimischen Ziegenkäse, einen Barraquito und ein frisches Dorada, das typisch malzige, kanarische Bier.</p>
<h3><b>Trubel und Trails</b></h3>
<p>Wieder in der Unterkunft freue ich mich schon auf die nächsten Tage. Schließlich bleibt noch mehr als eine Woche Zeit,  um die Trails der Umgebung kennenzulernen. Aber erst steht der verdiente Feierabend an! Gastronomisch vermisst man in <em>Los Llanos</em> nichts. Von einfachen Eckkneipen, die &#8220;bocadillos con queso y jamon&#8221; (meist getoastetes Brötchen/Brot mit Käse und Schinken) servieren über einheimische Restaurants, die &#8220;atun con patatas&#8221; (Tunfisch mit Kartoffeln) reichen. Die Insulaner mussten früh lernen, aus sehr wenig etwas Geschmackvolles zu machen. Darum ist die Küche La Palmas einfach aber trotzdem sehr gut. Nach dem Essen geht es in das &#8220;<em>Utopia&#8221;</em>. Hier treffen sich Einheimische und Mountainbiker der Umgebung. Fast schon trubelig geht es hier zu. Ein schönes Gefühl, nach den sehr ruhigen Tagen im Norden. Diese Abfolge wird in den nächsten Tagen zu einem festen Bestandteil: Adrenalin, Genuss, Entspannung!</p>
<h3><b>Es geht weiter!</b></h3>
<div id="attachment_27060" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class=" wp-image-27060  " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Wetterscheide, zwei Klimazonen treffen aufeinander." src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03124-300x199.jpg" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Wetterscheide auf La Palma: zwei Klimazonen treffen aufeinander.</p></div>
<p>Die folgenden Tage sind mit Touren gespickt, welche so abwechslungsreich sind, dass ich teilweise mehrere Klima- und Vegetationszonen an einem Tag durchfahre. Von hochalpinen Pfaden fahre ich durch üppige Pinienwälder, tropische Urwälder, mediterrane Steppen, karge Landschaften mit  Ginstergewächsen und wüstenähnliche Lavafelder die ans Meer führen. Landschaftlich hat diese Insel alles, was man sich als Sportler wünscht! Und es gibt zum Glück KEINE ausgedehnten weißen Sandstrände mit vermieteten Liegestühlen und Bettenburgen im Nacken. Baden kann man an kleinen Stränden mit feinem schwarzem Lavasand natürlich trotzdem bestens!</p>
<p>Und schon wieder verfliegen die Tage! Ein ganz großes Highlight der Insel steht noch auf meinem Programm! Der 2426 Höhenmeter lange Downhill vom <em>Roque de los Muchachos</em> direkt ans Meer! Der höchste Berg La Palmas und eine der atemberaubendsten Abfahrten, die man in Europa fahren kann. Ich werde alleine fahren, darum packe ich am Abend sehr genau meinen <a title="Fahrradrucksäcke bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/fahrradrucksack.html" target="_blank">Rucksack</a>, checke mein Bike und lege mir alles zurecht. Wenn unterwegs etwas schiefgeht, dann bin ich auf mich alleine gestellt. Als der nächste Morgen anbricht, begrüßen mich ein blauer Himmel und Frühlingstemperaturen. Beste Voraussetzungen! Mein Shuttle bringt mich auf den Berg. Etwa drei Stunden habe ich für die Abfahrt eingerechnet, mit Pausen! Jetzt kann es beginnen. In meinen Fingern kribbelt es, meine Beine fühlen sich schwach an. Doch es geht los, es gibt kein Zurück mehr!</p>
<div id="attachment_27063" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-27063  " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Kurz vorm Gipfel: Der Blick vom Roque rüber nach Teneriffa" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03233-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Kurz vorm Gipfel: Der Blick vom Roque rüber nach Teneriffa.</p></div>
<p>Ich kenne mittlerweile das Terrain hier oben. Hochalpin, teilweise ausgesetzt mit großen Steinstufen und Geröll. Auf den ersten zwei Kilometern reichen sich Bergauf- und Bergabpassagen die Hand. Gut zum Aufwärmen und genau das Richtige für mich, denn den Adrenalinüberschuss kann ich so verpulvern. In den ersten 15 Minuten treffe ich nur ein lustiges Holländerpaar, welches mir beim Spitzkehrensurfen zuschaut. Danach folgen zwei rote Engländer, die nicht glauben wollen, was man mit einem Mountainbike alles fahren kann. Und dann bin ich alleine. Ich muss höllisch aufpassen. Die sehr hohen Steinstufen lassen mein Kettenblatt oft aufsetzen. Stellenweise sind so fiese und steile Spitzkehren mit Stufen im Gelände, dass ich zweimal einen Anlauf starten muss, um eine Passage zu meistern. Ab 2000 Meter über dem Meer tauche ich dann wieder in den Pinienwald ein. Es wird extrem flowig. Meine Finger schmerzen, aber Nichts kann das dicke Grinsen aus meinem Gesicht vertreiben. Kleine natürliche Kicker und ein handtuchbreiter Weg. Das Leben kann so schön sein. Zwischendurch muss ich anhalten. Die Aussicht lässt mich Pläne schmieden. Doch Lotto spielen?! Millionär werden und hier ein Haus kaufen?! Ich überlege es mir! Der Fahrtwind tut gut und lässt mich fast abschalten. Dann bricht es wieder über mich und mein Bike herein: Stufen, Wurzeln und Kurven, die ich nicht einsehen kann. Alle erwische ich sofort perfekt und kann den Trail mit viel Flow fahren. Schier unendlich zieht sich dieser Weg. Der Wahnsinn!</p>
<p>Dann ändert sich das Geräusch meiner Bremsen, in langsamen Passagen kann ich sie sogar riechen. Aber alles hält, nur meine Konzentration und meine Unterarme lassen nach. Plötzlich sind wieder ein paar Wanderer verdutzt am Wegesrand, der Wald lichtet sich und ich stehe am <em>Mirador del Time</em>. Von diesem Aussichtspunkt kann ich direkt nach Los Llanos schauen. Meine Arme signalisieren mir, dass sie locker zehn Minuten Pause brauchen. Also setze ich mich in die Sonne und schaue auf den Höhenmesser: noch knapp 600 Meter über dem Meer?! Also habe ich schon dreiviertel der Strecke gemacht. Gut 75 Minuten habe ich gebraucht. Ich kann kaum glauben, was ich bisher auf dieser Strecke erlebt habe. Wie in einem Daumenkino reihen sich die Bilder in meinen Kopf aneinander. Wahnsinn, dieser Trail gehört schon jetzt zu den Besten Strecken, die ich seit meiner Gründung von BunnyHop Tours gefahren bin.</p>
<div id="attachment_27065" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class=" wp-image-27065 " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Kein Flow zu finden!" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03345-300x199.jpg" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Kein Flow zu finden!</p></div>
<p>Doch es geht weiter. Nach nur wenigen Metern muss ich schlucken: Was ist mit dem Weg passiert? Kein Flow! Ein Monster aus Stein verschlingt mich. Tiefe Rinnen, hohe Absätze und wildes Gelände sind jetzt der krasse Gegensatz zur letzten halben Stunde. Die Ideallinie? Es gibt keine Linie! Der Trail fängt an, so richtig Spaß zu machen. Ich muss meinen Schwerpunkt so oft über dem Bike verändern, dass die Beine schmerzen. Aber der Spaß lässt mich an ein Aufhören gar nicht erst denken. Nach etwa zehn Minuten ist der schwerste Teil vorbei. Jetzt folgen kleinere und schnellere Wege die gen Meer führen.</p>
<div id="attachment_27067" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-27067 " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Das Ziel ist nur noch &quot;wenige&quot; Serpentinen entfernt" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03353-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Das Ziel ist nur noch &#8220;wenige&#8221; Serpentinen entfernt.</p></div>
<p>Und dann ist er da. Fast jede Bikezeitschrift hat ihn schon gezeigt! Ein Serpentinen-Trail, der mit Blick auf den schwarzen Lavastrand nach <em>Tazacorte</em> führt. Hier lasse ich noch einmal die Eindrücke auf mich wirken. Die Aussicht auf ein &#8220;kühles Blondes&#8221; an der Promenade lässt mich meine schmerzenden Arme vergessen. Die letzten Höhenmeter genieße ich vollends und bin glücklich, dass ich diese Abfahrt heil überstanden habe. Nach etwa zwei Stunden reine Fahrtzeit freue ich mich jetzt auf den Atlantik. Größer könnten die Gegensätze kaum sein. Als die Sonne das Meerwasser auf meiner Haut wieder trocknet, steht mein Entschluss fest! NOCHMAL und das hoffentlich sehr bald!</p>
<div id="attachment_27069" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class=" wp-image-27069 " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Zeit nehmen am Strand und genießen" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03360-300x199.jpg" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Zeit nehmen am Strand und genießen.</p></div>
<p>Und schon ist das Ende meines Mountainbike-Trips auf La Palma nah. Zwar ist der letzte Tag noch nicht gekommen, aber Eins steht bereits fest: La Palma kommt ganz sicher mit zwei bis drei Touren in mein Programm.</p>
<h3>Ausklang auf  &#8221;Schusters Rappen&#8221;</h3>
<p>Am letzten Tag tausche ich mein Mountainbike gegen &#8220;Schusters Rappen“. Eine Wanderung mit Freunden steht an. Wandern ist zugegeben nicht meine Passion, es muss mir schon etwas geboten werden. Das wissen alle und mir wird viel versprochen! Mein guter Freund, der schon mehrere Monate auf der Insel lebt, hat einen Geheimtipp. Ich fahre also mit einem Mietauto in den Norden. Schon wieder diese engen Kurven, das Übelkeitsgefühl wenn man nicht dauernd die Straße im Blick hat und rund eine Stunde Fahrzeit für kaum 50 Kilometer. Am Mittag bin ich endlich angekommen. Schnell noch Sachen packen, einen Kaffee trinken, plaudern und schon ist es Nachmittag. Eigentlich sehr passend, denn wir wollen über Nacht am Meer schlafen, in einer Höhle.</p>
<p>Als wir an der Steilküste ankommen, geht die Sonne unter. Wir müssen uns beeilen um Feuerholz, Proviant und uns selbst, noch bevor es komplett dunkel ist, etwa 150 Tiefenmeter weiter nach unten zu bringen. Der Weg ist steil und gefährlich. Ein falscher Schritt und mein schwerer Rucksack lässt mich kopfüber auf den vollen Korb mit Holz fallen. Alles nur eine Armlänge vom Abgrund entfernt. Nach 30 Minuten sind wir am Meer angekommen und ein unglaubliches Spektakel überrascht uns. Die Wellen des Atlantik brechen auf die Steilküste, donnern ohrenbetäubend auf die Felsen. Manchmal kann man die Erschütterungen sogar im Boden spüren. Ich komme mir in unserer Höhle, in der wir die Nacht verbringen werden, etwas unsicher vor. Uns schützt eine kleine Einbuchtung in die die Wellen nicht mit voller Wucht hereinbrechen können. Trotzdem habe ich große Zweifel, ob wir über Nacht nicht samt Isomatten und Schlafsack ins Meer gespült werden. Oft lässt die Brandung die Wellen nur wenige Meter vor uns stoppen.</p>
<div id="attachment_27044" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-27044 " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Es wird gemütlich" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03393-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Es wird gemütlich.</p></div>
<p>Viel Wein, das prasselnde Lagerfeuer, die Würstchen und die gute Gesellschaft lassen kein schlechtes Gefühl zu. Die Nacht wird kurz, der Morgen am Meer aber umso schöner. Ein toller Kontrast zu den adrenalinreichen und anstrengenden Tagen zuvor und ein perfekter Abschied von La Palma! Wehmut und die Gewissheit, bald wieder auf der Insel zu sein begleitet mich auf dem Weg zum Flughafen. Wir sehen uns La Palma!</p>
<div id="attachment_27045" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-27045 " title="Mountainbiken auf La Palma" alt="Wir sehen uns wieder!" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/02/DSC03411-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Wir sehen uns wieder!</p></div>
<h3>Mountainbiken auf La Palma: Survival-Guide</h3>
<ul>
<li>Die Kanaren sind nicht Italien, d.h.:
<ul>
<li>Der Kaffee ist meist schlecht</li>
<li>Die Pizza ist meist mittelmäßig</li>
</ul>
</li>
<li>Die Autofahrer nehmen Rücksicht</li>
<li>Zwischen 13 und 17 Uhr sind viele Geschäfte geschlossen, dafür ist meist auch Sonntags geöffnet.</li>
<li>Aufpassen mit offenem Feuer, die Wälder sind oft sehr trocken.</li>
<li>Ist das Wetter an einem Ort schlecht, kann zwei Barrancos weiter die Sonne scheinen.</li>
<li>Es gibt nur ein großes All-Inclusive Hotel, viel mehr Flair haben die vielen Pensionen. Unser Tipp ist ein familiäres Hostel mit Selbstversorgung und sehr viel Liebe zum Detail: „El Porvenir“ in Los Llanos.</li>
<li>Lebensmittel sind oft um 30 Prozent günstiger als in Deutschland, die Selbstverpflegung lohnt sich.</li>
<li>Steht ein Mülleimer neben der Toilette, so heißt das oft: Klopapier NICHT in die Toilette werfen! Die Kanalisation ist noch oft nicht darauf ausgerichtet.</li>
<li>Kartenempfehlung: freytag &amp; berndt</li>
<li>Autos mieten ist günstig. Ca. 20 Euro pro Tag sind keine Seltenheit. Tipp: &#8220;Auto Soyka&#8221; in Los Llanos.</li>
<li>Flüge gibt es oft für 99 Euro One-Way. Das Bike kostet nochmal 50 Euro.</li>
<li>Genug Wasser mitnehmen! Brunnen an den Wegen sind die absolute Ausnahme.</li>
<li>Einen <a title="Bunnyhop Tours" href="http://www.bunnyhop-tours.de" target="_blank" rel="nofollow">Guide für La Palma nehmen</a>. Diese Investition lohnt sich absolut!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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			<media:title type="html">Sandsurf. Biken auf Lavasand</media:title>
			<media:description type="html">Sandsurf. Biken auf Lavasand</media:description>
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			<media:title type="html">Kaffee, süße Kondensmilch und Likör&#8230;ein Barraquito</media:title>
			<media:description type="html">Kaffee, süße Kondensmilch und Likör...ein Barraquito</media:description>
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			<media:title type="html">Wetterscheide</media:title>
			<media:description type="html">Wetterscheide, zwei Klimazonen treffen aufeinander.</media:description>
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			<media:title type="html">Roque de los Muchachos</media:title>
			<media:description type="html">Kurz vorm Gipfel: Der Blick vom Roque rüber nach Teneriffa</media:description>
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			<media:title type="html">Kein Flow zu finden!</media:title>
			<media:description type="html">Kein Flow zu finden!</media:description>
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			<media:title type="html">Das Ziel nur noch &#8220;wenige&#8221; Serpentinen entfernt</media:title>
			<media:description type="html">Das Ziel ist nur noch &#34;wenige&#34; Serpentinen entfernt</media:description>
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			<media:title type="html">Zeit nehmen am Strand und genießen</media:title>
			<media:description type="html">Zeit nehmen am Strand und genießen</media:description>
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			<media:title type="html">Es wird gemütlich</media:title>
			<media:description type="html">Es wird gemütlich</media:description>
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			<media:title type="html">Wir sehen uns wieder!</media:title>
			<media:description type="html">Wir sehen uns wieder!</media:description>
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		<title>Sportklettern in Westkanada: Straight outta Squampton</title>
		<link>http://blog.bergzeit.de/26270/reise/sportklettern-in-westkanada-straight-outta-squampton</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Feb 2013 12:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Brandt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern]]></category>
		<category><![CDATA[Nordamerkia]]></category>
		<category><![CDATA[Squamish]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Squamish ist zwar nicht das bekannteste Klettergebiet Nordamerikas, eine Reise in die westkanadische Outdoor-Stadt lohnt sich für <a href="http://www.bergzeit.de/klettern.html" target="blank" title="Kletterausrüstung bei bergzeit.de">Sportkletterer</a> allemal. Ein Reviertipp samt Basisinfos von Bergzeit Blogger Christian Brandt.</p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Schon die Anreise nach <em>Squamish</em> ist ein Erlebnis, egal ob man von Vancouver im Süden oder von Whistler im Norden anreist: Der <em>Sea to Sky Highway</em>, den man aus beiden Richtungen nehmen muss, um in die selbsternannte Outdoor-Sport-Hauptstadt Kanadas zu gelangen, macht seinem Namen alle Ehre. Von Vancouver kommend eröffnet sich zur Linken der gewundenen Küstenstraße die inselgespickte Fjordlandschaft des Howe Sound. Zur Rechten erheben sich die grünen Hügel des nördlichsten Regenwaldes der Welt. In der Ferne weisen bei guter Sicht die schneebedeckten Gipfel der Coast Mountains den Weg.</p>
<p>Nach etwa 60 Kilometern kommt langsam das Wahrzeichen der Stadt Squamish in Sicht: Der Stawamus Chief. Der 417 Meter hohe Granitriegel ist weltweit als eines der besten Trad-Klettergebiete bekannt. Auch die Boulderwoods am Fuße des Chief sind zumindest in Nordamerika ein Begriff. Doch wie sieht es eigentlich mit dem <a title="Kletterausrüstung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/klettern.html" target="_blank">Sportklettern</a> in Squamish aus? Obwohl Squamish nicht die bekannteste Sportkletterdestination Nordamerikas ist, lohnt sich die Reise in eine der schönsten Landschaften Westkanadas auf jeden Fall.</p>
<h3><b>When, where, and what to climb?</b></h3>
<p>Theoretisch kann man in Squamish das ganze Jahr über klettern, da die Temperaturen nur selten unter den Gefrierpunkt fallen. Allerdings regnet es in der kalten Jahreszeit viel. Die beste Zeit ist von Frühling bis Herbst, wobei die Temperaturen im Sommer oft höher sein können als man es von Kanada erwarten würde. Es findet sich aber fast immer ein Gebiet, das für die jeweiligen Bedingungen geeignet ist. Geklettert wird durchwegs an Granit. Zustiege sind meist so kurz, dass sie kaum einer Erwähnung bedürfen. Im Folgenden werden die schönsten Gebiete von Süd nach Nord aufgelistet. Alle Sportklettergebiete liegen mehr oder weniger direkt am Highway 99.</p>
<div style="padding-left: 50px;">
<table>
<tbody>
<tr>
<td>
<ul>
<li><a href="#art1">Murrin Park</a></li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li><a href="#art2">Area 44</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<ul>
<li><a href="#art3">Cheakamus Canyon</a></li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li><a href="#art4">Rogues Gallery</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
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<div id="attachment_26284" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><img class="size-medium wp-image-26284" alt="Unweit von Squamish findet sich das Sportklettergebiet Murrin Park." src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/01/DSC0061-199x300.jpg" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Unweit von Squamish findet sich das Sportklettergebiet Murrin Park.</p></div>
<h4 id="art1">Murrin Park (6 Kilometer südlich von Squamish)</h4>
<p>Direkt am Murrin Lake befindet sich eines der ältesten Sportklettergebiete der Gegend: Die <em>Petrifying Wall</em>. Hier gilt es gute Technik und Ausdauer zu beweisen. An oftmals kleinen Leisten geht es die 25 Meter der vertikalen bis leicht überhängenden Wand hinauf. Die Routen bewegen sich in den Graden 5.10b – 5.13c, wobei Routen zwischen 5.11a und 5.12b überwiegen. Auf dem Weg zur Petrifying Wall kommt man an der <em>Zoe Wall</em> vorbei, die ein paar exzellente Aufwärmrouten bietet.</p>
<p><strong>Unbedingt klettern:</strong> Jeff And The Giant Reach 5.11c, Zoe Wall; Pleasent Pheasent 5.11a, Petrifying Wall.</p>
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<div id="attachment_26273" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><img class="size-medium wp-image-26273" alt="Eingang zur Area 44 etwa 20 Kilometer nördlich von Squamish." src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/01/DSC0212-199x300.jpg" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Eingang zur Area 44 etwa 20 Kilometer nördlich von Squamish.</p></div>
<h4 id="art2">Area 44 (ca. 20km nördlich von Squamish)</h4>
<p>Dieses Gebiet erhielt seinen Namen in Anlehnung an die berühmt-berüchtigte Area 51. Zwei Kletterer haben die Area über mehrere Jahre mit viel Liebe zum Detail ausgebaut und es lange Zeit geheim gehalten. An ihrem 44. Geburtstag übergaben sie es dann der Klettergemeinde. Dieses Gebiet ist gut geeignet für Kletterer, die nicht ganz so schwer klettern wollen. Es gibt viele Routen in den unteren Schwierigkeitsgraden. <em>Area 44</em> bietet den besten Ausblick auf die Coast Mountains.</p>
<p><strong>Unbedingt klettern:</strong> Rocky Horror 5.10a, The Climb Warp 5.11c.</p>
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<div id="attachment_26274" class="wp-caption alignright" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-26274" alt="Ausblick auf die Coast Mountains" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/01/DSC0214-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Ausblick auf die Coast Mountains.</p></div>
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<div id="attachment_26272" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-26272" alt="Starr Chek 5.9 im Cheakamus Canyon." src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2013/01/DSCF1535-225x300.jpg" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Starr Chek 5.9 im Cheakamus Canyon.</p></div>
<h4 id="art3"><b>Cheakamus Canyon</b> (ca. 25km nördlich von Squamish)</h4>
<p>Das wohl größte Sportklettergebiet in Squamish. Im <em>Cheakamus Canyon</em> gibt es alles, oder fast alles. Einige leichtere geneigte Wände, ein paar Mehrseillängen und vor allem mittelschwere bis schwere Routen. Viele Routen sind mit soliden, fest installierten Expressen ausgestattet. Man kann sich also auch mal in eine Route wagen, die etwas über dem eigenen Limit liegt, ohne Gefahr zu laufen Material an der Wand zu lassen oder ein abenteuerliches Abbaumanöver durchzuführen. Ganz hart gesottene können sich an einigen der schwersten Routen Kanadas versuchen.</p>
<p><strong>Unbedingt Klettern:</strong> The Incredible Journey 5.12, RugMunchers 5.11d, Star Chek 5.9, 4SL.</p>
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<h4 id="art4"><strong>Rogues Gallery</strong> (ca. 30km nördlich von Squamish)</h4>
<p>Klein aber fein. <em>Roquies Gallery</em> ist ein relativ kleines Gebiet mit vier Hauptwänden. Hier finden sich hauptsächlich leicht überhängende Wandklettereien und einige gebohrte Risse.</p>
<p><strong>Unbedingt Klettern:</strong> Yellow Beard 5.12a; Chromatic Suspension 5.11d.</p>
<hr />
<h3><b>Where to stay&#8230;.</b></h3>
<p>Die erste Adresse ist natürlich der <em>Campingplatz</em> am Fuße des Chief. Relativ nah am Highway gelegen bietet er dennoch wunderbare <a title="Campingausrüstung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/camping.html" target="_blank">Waldzeltplätze</a>, einen Holzunterstand mit Sitzmöglichkeiten und Bearlockers (bärensichere Essensaufbewahrung), die in Kanada unverzichtbar sind. Auf zivilisatorischen Komfort muss weitgehend verzichtet werden, es gibt Plumpsklos und zwei Wasserhähne. Dafür wird der Platz fast ausschließlich von Kletterern aus aller Welt besiedelt. Hier findet sich immer ein nettes Gespräch, ein guter Tip für die Wahl der nächsten Projekte oder ein Kletterpartner, falls man allein unterwegs sein sollte. Für acht Dollar pro Nacht, kann man hier sein Zelt aufstellen. In den Sommermonaten wird es manchmal sehr voll.<br />
Wer die Massen am Chief scheut, kann auch <em>in der Nähe der Smoke Bluffs zelten</em> oder im<em> Motel</em> absteigen. Diese beiden Möglichkeiten sind allerdings deutlich teurer. Wer über ein Wohnmobil oder Ähnliches verfügt, kann sich nachts auch gerne auf den <em>Wal-Mart Parkplatz</em> stellen. Übernachtungen auf ihren Parkplätzen werden vom Wal-Mart Konzern grundsätzlich geduldet.<br />
Die für den Sportkletterer schönste Möglichkeit bietet sich im Cheakamus Canyon. Direkt am Parkplatz finden sich einige <em>Zeltplätze</em> im Wald. Es gibt zwei Plumpsklos, Bänke, Tische und einige <a title="Grillroste und Feuerschalen online kaufen bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/grill.html" target="_blank">Feuerstellen</a>. Unter der Woche bleibt es hier angenehm ruhig und der Zustieg fällt komplett weg, man kann quasi direkt aus dem Schlafsack in die erste Route einsteigen. Allerdings sollte man nicht mit großen Gruppen hier campieren. Bitte den Platz sauber halten und ausreichend <a title="Alles für die Wasseraufbereitung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/wasseraufbereitung.html">Trinkwasser</a> mitbringen.</p>
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			<media:description type="html">Unweit von Squamish findet sich das Sportklettergebiet Murrin Park.</media:description>
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			<media:title type="html">Eingang zur Area 44</media:title>
			<media:description type="html">Eingang zur Area 44 etwa 20 Kilometer nördlich von Squamish.</media:description>
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			<media:description type="html">Ausblick auf die Coast Mountains.</media:description>
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			<media:title type="html">Star Chek 5.9</media:title>
			<media:description type="html">Starr Chek 5.9 im Cheakamus Canyon.</media:description>
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		<item>
		<title>Fahrradweltreise Teil 1: Von Freiburg ans Nordkap</title>
		<link>http://blog.bergzeit.de/23530/reise/fahrradweltreise-teil-1-von-freiburg-ans-nordkap</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 13:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Boehm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradweltreise]]></category>
		<category><![CDATA[Nordkap]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Trekkingrad]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreise]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Mit dem Fahrrad auf Weltreise: <a href="http://www.bergzeit.de" target="blank" title="bergzeit.de">Bergzeit</a>-Freund Stefan Boehm radelt seit vergangenen April von Freiburg aus um den Erdball. Der erste Teil seiner Reise führt ihn über Dänemark und Schweden bis ans sagenumwobene Nordkap. Eine Zusammenfassung. </p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Mein Leben passt auf ein <a title="Radsportausrüstung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/radsport.html">Fahrrad</a>. Fünf, sechs kleine Taschen – kein Platz für tickende Uhren, drängende Terminkalender oder Dinge auf denen die Staubschicht wächst, Tag für Tag. Dafür unendlich Platz für Träume, Erfahrungen, Abenteuer. Mitte April fällt die Wohnungstür zum letzten Mal ins Schloss, auf meine Reifen wartet nichts weiter als die Welt.</p>
<div id="attachment_24271" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-24271" alt="Fahrradweltreise Teil 1: Deutschland bis Nordkapp" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/11/Rapsallee-irgendwo-in-Deutschland-300x168.jpg" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Rapsalle, irgendwo in Deutschland</p></div>
<p>Entlang kleiner und großer Flüsse quer durch das vertraute Deutschland, von Südwest nach Nordost beginnt meine Fahrradweltreise. Schnee im Schwarzwald, lautes Vogelgezwitscher im Thüringer Wald, wunderschöne Städte, einsame Radwege, ein exklusiver Sonnenaufgang an den Kreidefelsen auf Rügen. Kurzer Abstecher nach Bornholm, an Schwedens Küste bis Göteborg. Seen statt Rapsfelder, Birken und Fichten statt Mischwald, Schotter statt Asphalt. Schwedens Hinterland lockt den Fahrradreisenden mit Einsamkeit und wunderschönen Strecken durchs Fjell. Zwischendurch werden Rad- gegen <a title="Wanderausrüstung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/trekking.html" target="_blank">Wanderschuhe</a> getauscht, ein Naturschutzgebiet wartet auf Erkundung. Mitten drin eine Gruppe mit schwerbeladenen Kanus, haufenweise Leckereien und ein Koch an Board: Ein &#8220;Outdoor Gourmet Kochbuch&#8221; wird produziert. Meine lüsternen Blicke werden mit einer Einladung quittiert – Drei-Gänge-Menü auf Sterneniveau vom Lagerfeuer. Die nächste Straße: 25 Kilometer. Der nächste Supermarkt: 50 Kilometer.</p>
<div id="attachment_24256" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-24256" alt="Fahrradweltreise: Etappe 1, Nordkapp" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/11/Fahrradfreundlich-Norwegen-300x168.jpg" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Norwegen ist Fahrradfreundlich</p></div>
<h3>Die Freiheit auf dem Trekkingrad</h3>
<p>Steinkjer, Norwegische Küste. Hier beginnt eine der Traumstraßen Europas, die RV 17. Der &#8220;Kystriksveien&#8221; schlängelt sich mithilfe von Fähren und Tunnel 650 Kilometer an der Küste entlang bis Bodø. Die Landschaft wird spektakulärer, Tag für Tag, Meter für Meter. Die Augen hängen am Meer, Fjord und an Bergen – an gletschergehobelten Monumenten natürlicher Schönheit, bis eine Bodenwelle den Blick für einen kurzen Moment zurück zur Straße schlägt. Abends steht das Zelt vor einer Bühne aus Meer und Fels auf der Wolken und Sonne ein verrücktes Schauspiel in unendlichen Akten aufführt. Spielpause 3 Minuten: Sonnenuntergang 01:08 Uhr. Sonnenaufgang 01:11 Uhr, Logenplatz.</p>
<p>Wer von Bodø die Fähre zu den Lofoten nimmt wird weiter belohnt. Auf schmalen Straßen an schroffer Küste geben sich Wohnmobile die Seitenspiegel in die Hand. Fangfrischer Fisch in jedem noch so kleinen Hafennest. Steile Berge versprechen grandiose Aussicht – und halten ihr Versprechen, jedes Mal. Die Windrichtung wechselt alle paar Minuten – schiebt von hinten, drückt von der Seite, schüttet einen steilen Anstieg vor mir auf. Tag und Nacht wechseln gar nicht mehr. Zwei, drei Grad steht die Sonne um &#8220;Mitternacht“ noch über dem Horizont. Unglaubliches Licht, stundenlang.</p>
<div id="attachment_24263" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-24263" alt="Fahrradweltreise, Etappe 1, ans Nordkapp" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/11/Lichtspektakel-Norwegen-300x168.jpg" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Lichtspektakel oder endloser Sonnenuntergang</p></div>
<p>Norwegisches Wetter ab kurz vor Tromsø. Irgendwann versagt die beste Membran Ihren Dienst. Nass bis auf die Haut teile ich mit zwei Radreisenden das Leid. Wir haben uns unterwegs getroffen und beschlossen gemeinsam weiter zu radeln. Zusammen lachen wir den Regen aus, tauschen die besten Strategien für ein <a title="Outdoor-Zelte bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/outdoor-zelte.html" target="_blank">trockenes Zelt</a>. Eine Hütte auf dem Campingplatz in Tromsø bringt die ehrsehnte Geborgenheit. Duschen, waschen, Füße hochlegen. Zwei Tage voll Stories, Anekdoten, Tipps, Zukunftsträume und Späße. Liebste Beschäftigung neben Quatschen: Essen. Wir verbringen mehr Zeit damit als mit schlafen: Radfahren macht unglaublich hungrig!</p>
<h3>Das Nordkap ist mehr als ein fotogenes Motiv</h3>
<p>Irgendwann muss ich zurück auf die Straße, setze meine Fahrradweltreise fort. Das Wetter bleibt nordisch: acht, neun, selten mehr als zehn Grad, kein Tag ohne Wind, Regen, Wolken. Doch die Sonne bricht sich immer wieder Ihren Weg durch die Wolken. Mal kurz mal lang, mal schüchtern, mal selbstbewusst. Abwechslungsreich ist auch die Straße: flach, steil, breit, schmal, kurvig, gerade, mit Schlaglöcher oder ohne. Zwischendurch Tunnel – auch mal mit ein paar Rentieren mitten drin. Der längste und steilste – sieben Kilometer lang, 212 Meter tief – führt unter einem Fjord zur Nordkap-Insel. Ziemlich in der Mitte fallen Licht und Belüftung aus: schummrige Notbeleuchtung, keine Autos, klaustrophobische Stille. Nur mein Keuchen hallt von den Wänden. Die Erklärung erhalte ich am Ausgang: Tunnelsperrung wegen Wartungsarbeiten an der Beleuchtung. Auf Radler wird nicht gewartet, die sind zu lahm. Immerhin: keine zu eng überholenden Autos in der Röhre. Danach: Anstieg auf 300 Meter, Abfahrt auf null, Anstieg auf 300 Meter. Dort: &#8220;die nördlichste Ecke, wo wir ordentlich Platz für einen richtig großen Parkplatz hatten&#8221; – so die nüchterne Einschätzung eines Norwegers in Sachen Nordkap.</p>
<div id="attachment_24269" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-24269" alt="Nordkaptaufe, Norwegen" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/11/Nordkaptaufe-Norwegen-300x168.jpg" width="300" height="168" /><p class="wp-caption-text">Nordkaptaufe, Norwegen</p></div>
<p>Eigentlich hat er Recht. Mautstation vorm Parkplatz, Besucherzentrum mit weitläufigem Souvenirshop, Restaurant, Multivisionsshow, das Nordkapzertifikat mit eigenem Namen und ein Glas Champagner für 50 Euro – dabei ist das Kap nicht mal das nördlichste Ende des europäischen Festlandes. Das ist einen Fjord weiter. Trotzdem hat er Unrecht. Nach 5.608 Kilometern mit dem Fahrrad ist der Globus auf der Klippe mehr als nur ein nettes, fotogenes Motiv. Das Ende der Straße ist mehr als nur eine Sackgasse. Der arabische Kaffee, den ich mit einem israelischen Radler draußen unterm Restaurant koche, viel mehr als ein Gläschen überteuertes Blubberwässerchen. Das sagenumwobene Nordkap hat mich. Irgendwie. Und der Zauber, die Erinnerung, das Gefühl bleibt. Keiner kann es mir mehr nehmen. Das macht das Weiterfahren einfach und selbstverständlich – weiter in Richtung Russland.</p>
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			<media:title type="html">Rapsallee, irgendwo in Deutschland</media:title>
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			<media:title type="html">Nordkaptaufe, Norwegen</media:title>
			<media:description type="html">Nordkaptaufe, Norwegen</media:description>
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		<title>La Palma mit dem Mountainbike, Teil 1</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 10:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Heilemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Kanaren]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Milde Temperaturen, steile Schluchten und abwechslungsreiche Trails machen die Kanareninsel La Palma zu einem perfekten Ziel für die <a href="http://www.bergzeit.de/radsport.html" target="blank" title="Bike-Ausrüstung kaufen bei bergzeit.de">Mountainbike</a>-Winterflucht. Bergzeit-Blogger René Heilemann über seine Bike-Erlebnisse im Norden der Insel. </p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Zwei Meter Pappe, gefüllt mit 13,5 Kilo Aluminium, zusammen mit Wanderschuhen, Kleidung, <a title="Schlafsäcke und Isomatten bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/schlafsaecke.html" target="_blank">Schlafsack, Isomatte</a> usw &#8211; Ich wuchte den sperrigen Karton mit dem Mountainbike durch den Schnee, der heute Nacht ganz heimlich gefallen ist. Die schlitternden Autos und der zusätzlich etwa 20 Kilo schwere Rucksack auf meinem Rücken machen den Abschied aus Deutschland trotzdem einfach.</p>
<div id="attachment_25170" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-25170" alt="Ein toller Empfang auf La Palma" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/DSC02979-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Ein toller Empfang auf La Palma</p></div>
<p>Von Heidelberg aus geht es für 2,5 Wochen zum Mountainbiken zu Freunden auf die Kanaren. Genauer gesagt auf die nordwestlichste Insel dieses Archipels. <em>La Palma</em> war für Jahrhunderte der äußerste Zipfel und die letzte Bastion für Seefahrer aus der &#8220;Alten Welt&#8221;. Und La Palma ist noch heute etwas Besonderes: Auf der grünsten Insel der Kanaren sucht man Bettenburgen vergebens. Dafür findet man Hippies, die in Höhlen wohnen, gruseligen Kaffee, der mit Likör genießbar gemacht wird und viele, viele entspannte Insulaner. Das Entscheidendste aber für mich sind die schier unendlichen Bike-Möglichkeiten.</p>
<p><strong>Mountainbiken im Norden von La Palma</strong></p>
<p>Nicht viel hält mich also diesen Winter vor Weihnachten in Deutschland. Zumal so ziemlich jeder Biker von dieser Insel schwärmt, wenn er zurückkehrt. Ich selbst bin <a href="http://www.bunnyhop-tours.de/" target="_blank">Reiseveranstalter</a> und verbinde diesen Urlaub gleich mit dem Ziel, hier <a title="Radsport-Ausrüstung kaufen bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/radsport.html" target="_blank">Mountainbike</a>-Touren und Infrastrukturen für eigene Reisen zu finden. So bin ich auch wenig überrascht, als ich am Check-in die vielen Bikekoffer und Kartons sehe. Der Hinflug ist zwar voll, mit gut 4 Stunden Flugzeit sehr entspannt. In Santa Cruz de La Palma erwarten mich Sonnenschein und rund 20° Celsius. Die Insel ist mit etwa 47 x 28 Kilometer zwar kein Riese, die Fahrt aus dem Osten in den Nordwesten nimmt dank der in Schlangenlinien angelegten Straßen trotzdem knapp zwei Stunden in Anspruch. Nach der äußerst kurvigen Fahrt nach Las Tricias weiß ich, was &#8220;Barrancos&#8221; und &#8220;Lomos&#8221; sind. Diese steilen Schluchten und Bergrücken sollen mich in den nächsten Tagen im Norden dann auch dauerhaft beschäftigen &#8211; dazu aber später mehr.</p>
<p>Ich übernachte in einem ausgebauten Bus/Transporter. Spartanisch, aber alles was man braucht. Was mich in der ersten Nacht überrascht, ist der unglaublich klare Sternenhimmel. Da La Palma nur etwa 86.000 Einwohner hat, gibt es so gut wie keine Lichtverschmutzung in der Nacht.</p>
<div id="attachment_25173" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://blog.bergzeit.de/25167/reise/la-palma-mit-dem-mountainbike/attachment/nacht" rel="attachment wp-att-25173"><img class="size-large wp-image-25173" alt="Sternennächte im Dezember" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/Nacht-1024x680.jpg" width="640" height="425" /></a><p class="wp-caption-text">Sternennächte im Dezember</p></div>
<p>Der erste Biketag beginnt mit einer kurzen Tour. Ich versuche <a title="Alles zum Wandern bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/trekking.html" target="_blank">Wanderwegen</a> zu folgen, muss aber viel schieben und tragen. Die Abfahrten fordern volle Konzentration. Wir fahren Richtung Santo Domingo. Trails muss man nicht lange suchen, aber höllisch aufpassen. So soll meine letzte Abfahrt nach dieser kurzen Tour auch gleich schon alles fordern: Slickrock-ähnlich schlängelt sich der Weg auf einem Lomo in Richtung Meer, bis er schmal und voller Geröll ist. Ich muss bei dieser Sicht meine Augen zwingen nicht zu oft den Trail zu verlassen. Meine Reifenstollen suchen ständig nach Halt in dem losen Untergrund. Jede Kurve wird hier zur Mutprobe. Als die Finger schmerzen und ich das Adrenalin in den Schläfen spüre, sehe ich das Ende des Trails.</p>
<div id="attachment_25176" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-25176" alt="Ein toller Ausblick" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/Abfahrt-erster-Tag-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Ein toller Ausblick</p></div>
<p>Noch ein paar Serpentinen und ich bin im unbewohnten Fischerort direkt am Meer angekommen. Die Brandung lässt leider wenig Hoffnung auf Bademöglichkeiten. Doch dann entdecke ich ein kleines Becken aus Lavagestein. Hier schwappt nur ab und an Meerwasser hinein. Das Wasser hat etwa 20° Celsius. Perfekt zum Baden!</p>
<div id="attachment_25178" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-25178" alt="Nach der Tour als Belohnung" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/Baden-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Nach der Tour als Belohnung</p></div>
<p>Die Tage im Norden vergehen wie im Zeitraffer. Jeden Tag sammele ich auf meinen Mountainbike-Touren so viele Eindrücke, dass ich sie kaum verarbeiten kann. Dschungelabfahrten, Kiefernnadeln, wohin das Auge reicht und Trails, die mir den Atem stocken lassen. Dabei ist das Wegenetz unglaublich gut ausgeschildert. Verfahren unmöglich! Nur weiß man vorher leider nie, was einen erwartet.</p>
<p>Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: mit jedem Tag länger im Norden muss ich mehr bergauf shutteln. Kaum ein Weg lässt sich dauerhaft bergauf fahren. Zu steil und anspruchsvoll sind die Wege. Das Bike tragen ist hier oft Pflicht. Die perfekte Enduro/Freeride-Region, aber weniger für Tourenfahrer. Mich stört das nicht, aber es würfelt meine Planung für Touren gehörig durcheinander.</p>
<p>An einem Tag muss ich es trotzdem probieren: Ich lasse mich samt Bike auf 1400 Meter bringen und strample dann einen Wanderweg bergauf, mit dem Ziel &#8220;<em>Roque de Los Muchachos</em>&#8220;. Mit 2426 Metern der höchste Berg der Insel. Nach einigen Kilometern soll sich das als schwieriges Unterfangen herausstellen. Nur etwa die Hälfte der Strecke kann ich wirklich fahren, aber mein Ehrgeiz lässt kein Umkehren zu. Jeder Kilometer dauert ewig, viele Wanderer feuern mich an und zollen mir Respekt. Als ich über den Wolken bin und die Sonne schon einen Rotstich bekommt, bin ich angekommen. Es bleibt nur noch wenig Zeit bis zum Sonnenuntergang, doch ich muss die sagenhafte Aussicht kurz genießen.</p>
<div id="attachment_25179" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-25179" alt="Wolkenmeer am Roque des Los Muchachos" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/Aussicht-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Wolkenmeer am Roque des Los Muchachos</p></div>
<p>Dann suche ich mir den ersten Trail, der mir unter die Stollen kommt. Und Bingo! Eine Wahnsinnsabfahrt, die Finger schmerzen, aber der Trail hat so viel zu bieten. Alle fünf Minuten wechselt das Terrain und der Anspruch: verblockt mit hohen Stufen, bis hin zu Kiefernnadelboden mit engen Spitzkehren auf Lavagestein. Je mehr ich von der 1600 Höhenmeter langen Abfahrt geschafft habe, desto entspannter wird der Trail. Am Ende surfe ich auf Kiefernnadeln um Spitzkehren und fühle mich durch den aufgezogenen Nebel wie im Märchenwald. Eine traumhafte Abfahrt!</p>
<div id="attachment_25180" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-large wp-image-25180" alt="Traumhaft schön, die Mountainbike-Abfahrt vom höchsten Berg La Palmas" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/Abfahrt-Roque-1024x680.jpg" width="640" height="425" /><p class="wp-caption-text">Traumhaft schön, die Mountainbike-Abfahrt vom höchsten Berg La Palmas</p></div>
<p>Durch das viele Auf und Ab habe ich knapp 1500 Höhenmeter beim Aufstieg gesammelt. Eigentlich kein Problem, aber das viele Tragen und Schieben hat mich geschafft. So bin ich zwar traurig, dass der Trail nach knapp einer Stunde Abfahrt vorbei ist, aber auch etwas froh heil in Tijarafe angekommen zu sein.</p>
<p>Zum Glück wartet mein Gastgeber schon mit dem Auto auf mich und ich kann mir das verdiente Feierabendbier gönnen. Das sollte der finale Tag im Norden sein. Acht der 17 Tage habe ich jetzt hier verbracht. Oft steil und unbarmherzig ist das Terrain. Aber auch sehr grün und wie sich später herausstellen soll, auch deutlich ruhiger als im Süden. Oft fährt man durch unbewohntes Gebiet; die eigenen &#8220;Privatstrände&#8221; und Buchten braucht man nicht lange suchen. Man wird selten gestört. Aber jetzt geht es für mehr als eine Woche in den Süden. In die heimliche Hauptstadt Los Llanos.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;!</p>
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			<media:title type="html">Regenbogen</media:title>
			<media:description type="html">Ein toller Empfang auf La Palma</media:description>
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			<media:title type="html">Sternennacht</media:title>
			<media:description type="html">Sternennächte im Dezember</media:description>
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			<media:title type="html">Abfahrt</media:title>
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			<media:title type="html">Baden</media:title>
			<media:description type="html">Nach der Tour als Belohnung</media:description>
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			<media:title type="html">Aussicht</media:title>
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			<media:title type="html">Abfahrt Roque</media:title>
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		<title>Radreise durch Irland: einzigartig, emotional, erlebnisreich</title>
		<link>http://blog.bergzeit.de/25127/reise/radreise-durch-irland-einzigartig-emotional-erlebnisreich</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 09:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo Kewitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Delfine]]></category>
		<category><![CDATA[grüne Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Ireland]]></category>
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		<category><![CDATA[Radurlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ring of Kerry]]></category>
		<category><![CDATA[Trekking]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Kommen Sie mit auf eine Radreise durch Irland! Die grüne Insel versteht es nachhaltig in Erinnerung zu bleiben und so verwundert es kaum, dass das kleine Städtchen Dingle <a href="http://www.bergzeit.de" target="blank" rel="follow" title="Bergzeit.de">Bergzeit</a>-Blogger Udo Kewitsch schwer beeindruckt weiterradeln lässt. </p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Lieber Leser, kommen Sie, wir unternehmen eine kleine <a title="Fahrradausrüstung bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/radsport.html" target="blank" rel="follow">Radreise</a> ins irische Grün und ich erzähle Ihnen eine wahre Begebenheit, eine berührende Geschichte, die das Leben schrieb. Es ist darüber hinaus aber auch eine Erzählung, wie sie nur auf – oder genauer, durch das – Reisen entstehen kann. Und es ist der Versuch das so zahlreiche, irische Grün über die Patrone des Tintenstrahldruckers auf das Blatt Papier zu bannen und der Nachwelt zu erhalten. Konsequenterweise müsste ich eigentlich auch in Grün drucken.</p>
<h3>Von der Poesie des Reisens und Erlebens währenddessen</h3>
<div id="attachment_25131" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.bergzeit.de/25127/reise/radreise-durch-irland-einzigartig-emotional-erlebnisreich/attachment/img_0796" rel="attachment wp-att-25131"><img class="size-medium wp-image-25131  " title="grün, grüner, Irland - Radreise über die grüne Insel" alt="grün, grüner, Irland - Radreise über die grüne Insel" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/IMG_0796-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">grün, grüner, Irland</p></div>
<p>Ich nehme Sie mit nach <em>Dingle</em>, Provinz Munster, einem kleinen romantischen Ort an der irischen Südwest-Küste, südlich vom berühmten <em>Ring of Kerry</em>, einem der fünf &#8220;Finger&#8221; die dort ins Meer ragen. In Dingle leben knapp 2000 Seelen, der raue Wind der Küste hat Spuren in Ihren Gesichtern hinterlassen, das abwechslungsreiche Klima jedoch der Lebensfreude und Herzlichkeit keinerlei Schaden zugefügt. Ich werde mit Ihnen &#8220;virtuell&#8221; ein irisches Bier trinken gehen und dieses Pub werden Sie – einmal real besucht – in Ihrem Leben nicht mehr vergessen. Am Ende unserer Reise erzähle ich Ihnen eine wahre Geschichte und wage die Prognose, diese Geschichte findet einen Platz in Ihrem Herzen, so wie auch Irland es versteht nachhaltig in Erinnerung zu bleiben.</p>
<p>Lassen Sie uns starten. Ich bin seit nunmehr drei Wochen mit meinem Trekkingbike von<em> Dublin</em>, der quicklebendigen irischen Hauptstadt, gegen den Uhrzeigersinn über Belfast, die eindrucksvolle Coastalroad entlang des<em> Giants Causeway</em> weiter nach <em>Letterkenny, Donegal, Sligo</em>, bis das kulturelle <em>Galway</em> hinaus unterwegs. Gestern noch führte meine Route an den mächtig aus dem Atlantik aufragenden <em>Cliffs of Moher</em> vorbei.</p>
<h3><strong>Radreise nach Dingle</strong></h3>
<div id="attachment_25130" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.bergzeit.de/25127/reise/radreise-durch-irland-einzigartig-emotional-erlebnisreich/attachment/img_0792" rel="attachment wp-att-25130"><img class="size-medium wp-image-25130 " title="Radreise durch Irland - Sand soweit das Auge reicht" alt="Radreise durch Irland - Sand soweit das Auge reicht" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/IMG_0792-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sand soweit das Auge reicht</p></div>
<p>Stellen Sie sich einfach vor, Sie radeln nun mit mir gemeinsam in einer Tagesetappe von<em> Listowel, Tralee</em> schließlich über <em>Derrymore</em> und den imposanten<em> Connor Pass</em> hinunter in die Hafenstadt Dingle. Der Connor Pass selbst ist ein Naturschauspiel der besonderen Art. Der Anstieg – besonders im Vergleich zu der bisherigen Radreise, rund um die Insel Irland, ist stet und steil. Links und rechts wuchert üppiges Gras, der traumhafte Ausblick auf die umliegenden Berge und die entfernt liegende Küste wird heute zwar von einem dichten Nebel verhüllt. Wir wären nicht überrascht, wenn aus dem Nichts plötzlich Stollentrolle oder sonstige Herr-der-Ringe-Fabelwesen sich in den Weg stellen und dieser märchenhaften Kulisse eine reale Note geben würden. Doch Mordor ist weit entfernt. Vielmehr ist die Stimmung trotz Nebel und Nässe eine einzigartige. Als würde die Natur sich persönlich um uns kümmern, ganz nah bei uns sein, ja, in den Arm nehmen. Als wolle sie sagen: &#8220;Nimm mich wahr, es müssen nicht immer Postkarten Motive sein, Stimmung und Staunen lässt sich auch anders erzeugen.&#8221;</p>
<p>Die <a title="Bergsportausrüstung kaufen bei Bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/bergsport.html" target="blank" rel="follow">Bergflanken</a> sind saftig grün, immer wieder unterbrechen Steinmauern oder wilde Bachläufe die einzelnen Flächen, der Weitblick ins neblige Tal lässt erahnen, wie phantastisch es hier erst aussehen muss, wenn blauer Himmel und die so gerne aufragenden weißen Quellwolken den Horizont begrenzen.</p>
<p>Als wir endlich den höchsten Punkt des Passes (256m) erreichen, empfängt uns ein rauschender Wasserfall und auffrischender Wind. Niedrige Steinmauern begrenzen den Asphalt links und rechts. Die sich schmal verengende Passstraße bekommt nun eine abenteuerliche Kurvenführung – einer der Gründe, warum der Connor Pass nicht für den Schwerverkehr freigegeben und daher eher beschaulich frequentiert ist. Wir lassen die Bremsen los und gleiten einsam ins Tal. Die Feuchtigkeit ist gewichen, Wolkenfetzen geben den Blick frei. Traumhafte Perspektiven.</p>
<p>Willkommen in Dingle. In unmittelbarer Nachbarschaft zum berühmten Ring of Kerry und vor allem mit den Naturschönheiten <em>&#8220;Funghi&#8217;s Bay&#8221;</em> und <em>&#8220;Dolphin Bay</em>&#8220;. Tausendmal erwähnt, verfilmt und doch sich treu geblieben. Das Stadtbild ist typisch irisch. Bunte Häuserfassaden und ebenso vielfarbige Schilder an den Geschäften, Lokalen und Hotels bekunden eine Fröhlichkeit, wie man sonst nur selten in Europa antrifft. Wir sind von unserer Tagestour wohlig erschöpft, haben eine Vielzahl von Eindrücken, wie in all den vergangenen Tagen zuvor, in uns aufgesaugt. Das vielzitierte Grün in 264 unterschiedlichen Nuancen, die beeindruckenden Blicke auf die bizarre Küstenlandschaft, die sich an jeder Ecke und Weggabelung neu zu erfinden scheint: mal steil aufragend, mal sanft der Landschaft angepasst, doch stet von malerischer Schönheit. Sand, Steine, Gras, Dünen. Dichtes Blattwerk in den Wäldern, weidende Schafe auf schier unendlichen Landstrichen, gestochener Torf auf selbigen und mittendrin immer wieder kleine Ortschaften, gemütliche Pausenzonen, sei es von Menschenhand erbaut oder von der Natur erschaffen. Perlen auf meiner Erinnerungskette.</p>
<h3><strong>Eintauchen in das Nachtleben</strong></h3>
<p>Wir brauchen ein Bett für eine Nacht. Kein Problem in Irland. Die Lösung heißt Bed &amp; Breakfast, kurz B&amp;B. Im ganzen Land, nahezu an jeder Ecke findet man die äußerst liebevoll geführten Pensionen und somit auch ein gutes Frühstück und eine kuschelige Decke. Wir checken ein, duschen uns die sportlichen Strapazen vom Körper und lassen den Endorphinen freien Lauf. It&#8217;s a really good time in Ireland. Wir speisen in einem der zahlreichen Lokale klassischen Irish Stew und unternehmen schließlich ein kleinen Stadtrundgang, bevor uns der Durst in eines der besten Pubs, die ich jemals besuchen sollte, führen wird. Der Nebel hat sich längst endgültig verabschiedet und ist einer ebenso lauen wie klaren Mondnacht gewichen. Auf den Straßen Menschen, Gruppen, Grüppchen. Muße liegt in der Luft. Keine Hektik. Iren, Einheimische, Touristen aus aller Welt. Gesprächsfetzen in der Luft, kleine Gruppen vor den Lokalen. Und dann plötzlich, nicht gesucht, aber gefunden: ein knarrendes Schild in der Bridge Street, mit der unaussprechlichen Beschriftung &#8220;<em>Failte go dti  o´Flaherty / Traditional Pub&#8221;</em>. Stimmengewirr drängt aus der scheinbar Jahrhunderte alten Türe, Musik liegt in der Luft. (<a title="O Flahertys Bar in Dingle" href="http://www.oflahertysbardingle.com" target="_blank">www.oflahertysbardingle.com</a>)</p>
<div id="attachment_25134" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.bergzeit.de/25127/reise/radreise-durch-irland-einzigartig-emotional-erlebnisreich/attachment/img_0810" rel="attachment wp-att-25134"><img class="size-medium wp-image-25134 " alt="Radreise durch Irland - irisches Pub in Dingle" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/12/IMG_0810-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Failte &#8211; hier sind Sie richtig.</p></div>
<p>Wir treten ein. War es am Nachmittag noch die Natur, die uns in ihren Arm nahm, so ist es nun die Atmosphäre in diesem Raum, die uns beeindruckt. Wärme, Menschlichkeit, Musik, &#8220;unfassba&#8221;“ und doch so präsent. Der Dielenboden hat schon tausenden von Schuhpaaren Halt gegeben. Die Dekoration ist im Laufe der Jahrzehnte gewachsen, nur der Wirt ist immer noch der selbe. Ein politischer Aktivist, wie sein Vorbild Brian o&#8217;Flaherty, der irischer Widerstandskämpfer, davon zeugen zahlreiche Fotodokumente an den Wänden. Fergus Ó Flaithbheartaigh ist der Mann, der seit 1969 dieses Juwel vom verstorbenen Vater übernahm und diesem Pub eine Seele gibt. Wer ins Flaherty eintaucht, vergisst für eine ganze Weile, die Welt um sich herum. Das liegt mitnichten am guten Guinness, dem exzellenten Whiskey oder sonstigem Angebot an Getränken, sondern vor allem an der Life-Musik und dem Publikum im Raum. Kein geringerer als Wirt Fergus selbst mischt sich mit seiner Gitarre unter die Anwesenden und singt seine alten irischen Volks- und Seemannslieder. Mit einer wahrhaft einzigartigen Stimme zieht er die Zuhörer in seinen Bann. Gänsehaut. Die Menschen in den irischen Pubs sind offen und interessiert, Kontakt ist schnell geknüpft und schon befinden wir uns – wenn wir nicht gerade fasziniert der wunderbaren Musik lauschen – in vielschichtigen Gesprächen und Geschichten gefangen und der Abend ist – wie ich es so oft in Irland empfand &#8211; einer von jener Sorte, die man gut und gerne als &#8220;magic&#8221; bezeichnen darf. &#8220;Magic&#8221; weil die Herzenswärme und Aufrichtigkeit der Iren so authentisch, so echt ist, die irische Musik, einer warmen Decke gleich, für Gemütlichkeit sorgt, die ihresgleichen sucht.</p>
<h3><strong>Geschichte die das Leben schrieb</strong></h3>
<p>Der Wecker holt uns aus festem Schlaf und somit auch aus unserer warmen Decke. Frisch geduscht sitzen wir am Frühstückstisch unserer kleinen Pension. Der Herbergsvater, ein ehemaliger Seefahrer, gesellt sich zum letzten Kaffee dazu und wir kommen ganz unverfänglich ins Plaudern. Woher, wohin, warum, wieso und überhaupt wie ist denn das mit den Delfinen hier in<em> Country Kerry</em>? Der ältere Mann, nennen wir ihn John, wird etwas nachdenklich und überlegt, bevor er milde lächelnd, etwas näher rückt und uns seine ganz persönliche Geschichte erzählt:</p>
<p>Vor sechs Jahren kam ein Gast aus Frankreich zu ihm, für eine Nacht, für einen Tag auf der Halbinsel. Er wolle Delfine sehen und zu einer bestimmten Stelle auf der Insel fahren. John erklärt ihm, dass diese Stelle wenig aussichtsreich sei und bietet seinerseits an, ihm einen wirklich tollen Platz zu zeigen. Gesagt, getan. Irische Gastlichkeit. Die zwei machen sich auf den Weg. Im Laufe des Tages bekommt John plötzlich starke Schmerzen in der Brust und sein Gast nimmt sich seiner mit den Worten &#8220;I am a cardiolog, you have to go to my Hospital in France at once, take the plane tomorrow&#8221; an. John reist am Tag darauf gemeinsam mit dem Mann nach Frankreich, wird einen Tag später operiert und bekommt die Mitteilung Glück gehabt zu haben, da er sonst die nächsten fünf Tage nicht überlebt hätte. Dankbar fragt er nach der Rechnung. Der Doktor schüttelt den Kopf und sagt: &#8220;There is no bill.&#8221;</p>
<p>Etwas irritiert hakt John nach und sagt, dass dies doch alles sehr teuer gewesen sein müsse. Der Doktor lächelt nur und sagt: &#8220;Forget the money, you re welcome, the only important thing is: you was nice to me, and now I was nice to you. That&#8217;s all.&#8221; Gänsehaut beim Schreiben und auch als ich unterwegs noch mehrmals über diese Begebenheit und die tiefe Dankbarkeit und Herzlichkeit von John nachdenken muss. Was für eine schöne, warme Geschichte. Heute, sechs Jahre später, sitzt der irische Seefahrer John gesund hier bei uns am Tisch, lächelt und strahlt eine ganz besondere innere Ruhe und einen Frieden aus, der nicht vielen Menschen zu eigen ist, nimmt unser Geschirr nicht ohne uns noch ein paar wertvolle Tipps für unsere weitere Reise mit auf den Weg zu geben. Manchmal passieren solche Dinge, so auch in diesem Moment, in dem ich spüre: diesen Ort werde ich nochmals besuchen. Tagsüber ein Ausflug mit John zu den Delfinen am &#8220;<em>Dolphins Bay</em>&#8221; und am Abend ein irisches Bier im Flaherty und am besten vorher noch einmal rund herum und alle Facetten erneut in mich aufsaugen und wahrnehmen. Irland ist wahrhaft &#8220;magic&#8221;.</p>
<p>Weiter geht Radreise in Richtung <em>Cahirsiveen</em>, wo wir den schönsten <a title="Zelte und Camping-Ausrüstung bei Bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/camping.html" target="blank" rel="follow">Campingplatz</a> der Insel finden werden, aber das ist eine ganz andere Geschichte.</p>
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			<media:title type="html">grün, grüner, Irland</media:title>
			<media:description type="html">grün, grüner, Irland</media:description>
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			<media:title type="html">Sand in Irland</media:title>
			<media:description type="html">Sand soweit das Auge reicht</media:description>
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			<media:title type="html">Irisches Pub in Dingle</media:title>
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		<title>FROM SEA TO SUMMIT &#8211; Skitouren in den Lyngen Alps</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2012 11:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Wir, das sind vier ORTOVOX Freeski-Mountaineering Athleten und der Fotograf Klaus Fengler haben uns das Ziel gesetzt, den 100 Kilometer langen, sehr alpinen Teil der nördlichen Lyngen Alps in sechs Tagen von Süd nach Nord zu durchqueren.</p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><h2>Los gehts!</h2>
<p>Endlich. Das lange Warten, das ständige Checken des Wetterberichtes, das Hoffen auf Besserung hat ein Ende. Zu fünft geht es zum Münchner Flughafen. In Mitteleuropa hat der Sommer Einzug gehalten. 25° für einen Tag Anfang April ist eindeutig zu viel für uns. Wolkenloser Himmel über Europa – mit einer Ausnahme: Die Lyngen Alps in Nordnorwegen. Das Wetterradar zeigt seit Wochen Niederschläge bei Temperaturen um oder leicht über Null Grad. Auch unser Skipper in Tromsö bestätigt das Wetter: ein Jahrhundertwinter mit – selbst für norwegische Verhältnisse –  weit überdurchschnittlichen Schneemengen. Nach dem schneearmen Winter in unseren Gefilden ein versöhnlicher Saisonabschluss. Ob unser Plan allerdings aufgeht, bleibt fraglich. Wir, das sind vier <a title="Ortovox Online Shop" href="http://www.bergzeit.de/ortovox.html">ORTOVOX</a> Freeski-Mountaineering Athleten und der Fotograf Klaus Fengler haben uns das ambitionierte Ziel gesetzt, den 100 Kilometer langen, sehr alpinen Teil der nördlichen Lyngen Alps in sechs Tagen von Süd nach Nord zu durchqueren – allerdings nicht auf gewöhnlichen An- und Abstiegen, sondern mit möglichst vielen, möglichst steilen Rinnen und ausgesetzten Wänden. Sechs lange Tourentage, begleitet von einem Segelschiff, das die Nächte als schwimmendes Hotel versüßen soll.</p>
<p>Schon altbekannte Gesichter am Flughafen beweisen, dass Norwegen voll im Trend liegt. Auch vier Bergführerfreunde aus Oberbayern haben ein Schiff gechartert und möchten ihren Gästen die Lyngen Alps näher bringen. Lyngen bietet Platz für alle. Einsamkeit ist dennoch garantiert – auch wenn in den Fjorden immer mal wieder Boote kreuzen &#8211; die wenigsten davon bringen Skitouristen an die traumhaften Skigipfel der alpin anmutenden Alpen.</p>
<div id="attachment_20185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-550_breit wp-image-20185" title="Skitouren Lyngenalps - Skitour auf den Russelvfellet " alt="Skitour auf den Russelvfellet" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/Lyngen-Russelvfellt-Biwak-050-Photographer-Klaus-Fengler-550x366.jpg" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">Lyngenalps &#8211; Skitour auf den Russelvfellet</p></div>
<h2>Die Lyngen Alps</h2>
<p>Die Lyngen Alps gehören zum nördlichsten, was das norwegische Festland zu bieten hat. Einige Schiffsstunden weiter Richtung Nordpol liegt nur noch Bear Island, dahinter Spitzbergen. Eine gewisse Ähnlichkeit zu unseren mitteleuropäischen Alpen ist definitiv vorhanden: Eine Mischung aus Kitzbühler Alpen und dem Wilden Kaiser, die Täler gefüllt mit zig Kubikliter Wasser – willkommen in Nordnorwegen! Auch das Klima und die Vegetation lassen sich mit unserem Hochgebirge vergleichen. Der warme Golfstrom verhindert ein zufrieren der Fjorde und ermöglicht zumindest an den Küsten einen dünnen Vegetationsgürtel aus Birken und Hein, der jedoch den Skitouristen kein Hindernis darstellt. Hat man die Vegetation einmal hinter sich gelassen, tun sich endlose Skihänge auf, die nichts vermissen lassen. Anfänger, aber auch Steilwandprofis finden die perfekte Spielwiese. Sanfte, homogene Hänge und rassige Steilhänge stehen häufig unweit voneinander entfernt. Insgesamt bieten die Lyngen Alps knapp 60 Gipfel über 1000 Meter, wobei die höchste Spitze, der Jiehkkevarri, 1834 Meter misst. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Ski meist schon am Strand angezogen werden und die Spurenanlage häufig selbst organisiert werden muss.<br />
Die höher gelegenen Regionen der Lyngen sind teils vergletschert, erfordern aber nur bei ungünstigen Verhältnissen komplette Gletscherausrüstung. Der durchschnittliche norwegische Winter ist sehr schneereich und bedeckt Spaltenzonen mit einer dicken Schneeschicht. Lediglich früh oder später in der Saison ist in den Lyngen Alps größere Vorsicht geboten.</p>
<div id="attachment_20177" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><img class="wp-image-20177 " title="Skitouren Lyngenalps - Boots Check In" alt="Skitouren Lyngenalps - Boots Check In" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/09-04-2011-Einchecken-Boot-006-LoRes-260x173.jpg" width="260" height="173" /><p class="wp-caption-text">Lyngenalps &#8211; Boots Check In</p></div>
<h2>Endlich in Norwegen</h2>
<p>Unser Air Baltic Flieger startet pünktlich, auch das Übergepäck und die Skiausrüstungen gehen schnell durch – wenn Fliegen doch nur immer so reibungslos verlaufen würde! Zwei Stunden, nachdem der Flieger Münchner Boden verlassen hat, kommt die Steppe Rigas ins Sichtfeld. Kurz vor 22Uhr fährt unser Flieger ein zweites Mal die Räder aus –  diesmal in Tromsö. Schon der Anflug über die Lyngen Alps hat Lust auf mehr gemacht. Schnee bis an die Küste herab – und davon nicht wenig. Bereits von oben haben wir erste Einblicke in die steilen Rinnen erhalten, die wir uns für die nächsten Tage vorgenommen haben. Als auch unser Gepäck vollständig ankommt sind wir endgültig optimistisch gestimmt, dass wir eine geniale Woche vor uns haben. Am Flughafen warten Ivar und sein Sohn Espen auf uns. Die beiden werden unsere kleine Gruppe die nächsten Tage durch die Fjorde skippern und uns die besten Gipfel Lyngens zeigen.<br />
Der Empfang ist norwegisch herzlich. In perfektem Englisch bekommen wir alles Notwendige für die erste Nacht mit auf den Weg: Eine Fahrt zum Hotel, alles Wissenswerte für den morgigen Tag und die Empfehlungen für die beste Bar der Stadt.</p>
<p>Der Blick aus dem Hotelzimmer am nächsten morgen verheißt nichts Gutes, genauso wenig wie der Blick in die Tromsöer Tageszeitung – Schneeregen und nur verhaltene Besserung in den nächsten Tagen. Zumindest machen wir uns Hoffnung, dass sich in den höheren Regionen gerade der Pulver nur so auftürmt. Nachdem wir die Wasserdichtigkeit der <a title="Hardshelljacke von Ortovox online kaufen" href="http://www.bergzeit.de/ortovox-regenjacke.html">ORTOVOX Hardshell</a> Kollektion den gesamt Vormittag auf die Probe gestellt haben, sind zumindest die Vorräte für die Woche aufgefüllt und wir warten auf ein Wiedersehen mit unserem Skipper Ivar. Kurz darauf sitzen wir in seinem Kleinbus auf dem Weg nach Lyngenseidet und lauschen gespannt den Berichten über kuriose italienische Tourengruppen, Briten die Dank Alkohol kaum Gipfel gesehen haben und jeder Menge Seemannsgarn. Fasziniert von der Schönheit der norwegischen Natur, streift unser Blick immer wieder durch die beschlagenen Autoscheiben hinaus in die Fjordlandschaft, aus der steile Bergflanken erwachsen und im Nebel verschwinden.</p>
<p>Es ist bereits 21Uhr und noch immer nicht dunkel als wir den kleinen Fischerort Lyngenseidet erreichen. Mitte April dürfen wir uns über 16 Stunden Tageslicht freuen &#8211; nur vier Wochen später verschwindet die Sonne dann gar nicht mehr, was die Norweger für die lichtlosen Tage im Hochwinter entschädigt.<br />
Der Schneeregen hat sich inzwischen in dichtes Schneetreiben gewandelt und dann liegt es vor uns: Unser schwimmendes Hotel. Beim erst Blickkontak mit der „Fri Flyt“ stellen wir uns schnell die Frage, wie sieben Mann und eine Frau hier Platz finden sollen. Doch die erübrigt sich schnell, nachdem das Innenleben mit 4 Doppelkabinen, zwei Bädern und einen geräumigen Gemeinschafsraum inklusive Küche geräumiger ist, als es der äußere Anschein vermittelt hatte. Nachdem die üppige Ausrüstung verstaut ist und beim Kochen nicht nur Wärme in unsere Mägen kommt, fühlen wir uns direkt heimisch. Organisation wird in dem 14 Meter langen Einmaster groß geschrieben, predigt Ivar bei seiner Kurzeinführung in die Spielregeln. Die Ski bleiben gut verzurrt an Deck, die Tourenschuhe in den Staukisten und unter Deck herrscht Ordnung. Die Wichtigkeit des Gesagten wurde uns in den Folgetagen bewusst: Chaos bringt Zeitverlust!<br />
Unser erster Abend bringt neben jeder Menge Arctic Beer auch unseren Bergführer Paul mit sich. Paul zeigte sich auf Grund der Wetter und Lawinenverhältnissen und unserem ungewöhnlich Plan, die Lyngen Alps auf möglichst steilen Wegen zu durchqueren, extremst besorgt. Nach langen Diskussionen und ewigem Kartenstudium, vertrauen wir dem jungen Bergführer und entschließen uns dazu, uns am ersten Tag selber ein Bild der Bedingungen zu machen.</p>
<div id="attachment_20187" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-20187 " title="Skitouren Lyngenalps - Skitour auf den Tafeltinden 1395 m" alt="Skitour auf den Tafeltinden 1395 m" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/Lyngen-Tafeltinden-032-Photographer-Klaus-Fengler-260x110.jpg" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Skitour auf den Tafeltinden 1395 m</p></div>
<h2>Die Lyngen Alps</h2>
<p>In den Lyngen Alps kann man nicht auf den Luxus eines Lawinenlageberichtes zurück greifen. Lawinenkundiges Beurteilungsvermögen und das Wissen über Niederschläge, Temperaturen und Windrichtungen der vergangenen Tage ist unumgänglich. Das Wetter ist gezeichnet von viel Wind und regelmäßigen Niederschlägen. Die Tiefs treffen mit voller Kraft auf die exponierten Gipfel der Lyngen Alps und setzen sich häufig über Tage fest. Einen stabilen Wetterzeitraum gibt es kaum, am ehesten im Frühjahr. Die Schneebedingungen sind in der Regel von März bis Mitte Mai als günstig einzustufen. Besonders im März und April kann man mit einer geschlossenen Schneedecke bis an die Küste rechnen, häufig sogar als Pulverschnee. Mitte April bis Mitte Mai werden die Tage deutlich länger, der Schnee zieht sich von den Küsten zurück und man findet klassische Frühjahrsbedingungen vor, mit traumhaften Firnabfahrten.</p>
<h2>Der erste Tourentag</h2>
<p>Der erste Skitouren-Morgen in Lyngenseidet erwartet uns mit herrlichen Sonnenstrahlen. Die Motivation ist immens, als wir durch die weitläufigen Birkenwälder zum Rundtinden aufsteigen. Schnell wird der Blick freier und atemberaubender. Es ist ein einmaliges Erlebnis die Faszination aus Bergen und Meer zu genießen. Der harte Kontrast zwischen den schwarz wirkenden Fjorden und den daraus erwachsenen schneebedeckt Gipfeln ist an Schönheit kaum zu überbieten. Die Landschaft nimmt kein Ende – unendlich viel Wasser, Berge und Schnee, keine Menschenseele weit und breit. Gesprochen wird praktisch nicht. Jeder genießt das fantastische Erlebnis für sich selbst. Drei Stunden später haben wir die 1000 Höhenmeter hinter uns gebracht. Der anfangs windverblasene Schnee hat sich in Pulver verwandet, allerdings mit einem extrem schlechten Schichtaufbau. Pauls’ Warnungen vom Vorabend waren also nicht unbegründet. So verzichten wir also auf die steile Flanke des Kjostindare und lassen es stattdessen in dem weitläufigen Gelände einfach laufen. Wie Wechselhaft die Bedingungen in Norwegen sein können, beweist direkt dieser erste Tag. Stiegen wir noch bei schönstem Sonnenschein zum Gipfel auf, so kommen wir im Schneegestöber wieder auf unserem schwimmenden Hotel an. Drei von vier Athleten bevorzugen die gemütliche Dusche im Warmen, Jogy entscheidet sich für den 3° kalten Lyngen Fjord.</p>
<p>Der Lyngen Fjrd liegt geschützt auf der Ostseite der Lyngen Alps. Bedingt durch den warmen Golfstrom sinkt die Temperatur selten unter Null, was ihn den gesamten Winter hindurch eisfrei hält. Segeln ist somit 365 Tage im Jahr möglich. Auch wir versuchen unser Glück und übernehmen das Steuer. Auch wenn dieses nicht ganz so direkt anspricht, wie beim Autofahren, kommen wir wohlbehalten im Koppangen an, wo wir die Nacht verbringen.</p>
<div id="attachment_20186" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-20186" title="Skitouren Lyngenalps - Skitour auf den Tafeltinden 1395 m" alt="Skitour auf den Tafeltinden 1395 m" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/Lyngen-Tafeltinden-018-Photographer-Klaus-Fengler-260x110.jpg" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Skitour auf den Tafeltinden 1395 m</p></div>
<h2>Auf den Tafeltinden</h2>
<p>Am nächsten Morgen kommt zum erst Mal unserer kleines Beiboot, das Dinghy zum Einsatz. Das kleine, motorbetriebene Schlauchboot, erlaubt es uns, auch an kleinen Buchten an Land zu gehen, was praktisch in den gesamten Lyngen Alps der Fall ist. Von Strupen steigen wir heute auf den Tafeltinden, den wohl klassischsten Skiberg der nördlichen Gebirgskette. 1400 Höhenmeter, gespickt mit einigen Streckenmetern über die weitgezogene Gletscherfläche des Strupbreen, fordert der Gipfel vor allem die Ausdauer. Belohnt werden wir mit einem unglaublichen Blick. Von hier oben erscheinen die Lyngen Alps wahrlich wie ein im Meer versunkenes Gebirge. Die Abfahrt bietet auch am zweiten Tag völlig andere Schneeverhältnisse, wie am Nachbarberg. In den oberen Regionen den eisigsten Schnee, den unsere Kanten je gesehen haben, weiter unten Faulschnee, bei dem nur Bigturns wie auf Schienen bis an den Strand von Koppangen führen.</p>
<h2>Wind und Wetter</h2>
<p>Die nächsten Tage bringen jede Menge Abwechslung. In erster Linie ändert sich Wetter und Schnee täglich – was für uns immer wieder eine neue Herausforderung bei der Tourenauswahl mit sich bringt. Unser ursprüngliches Ziel, die Insel komplett zu durchqueren, haben wir inzwischen begraben, trotzdem möchten wir nach wie vor steile Rinnen fahren. Der Synbakktinden erscheint hierfür als prädestiniert. Mit dem Fernglas erspähen wir vom Boot aus eine schöne Rinne, die trotz Regen und Nebel als sicher erscheint. Bei starkem Wellgang kämpfen wir uns einen vom Meerwasser unterspülten Lawinenhang hoch. Im Faulschnee brechen wir immer wieder ein. Der Dauerregen lässt die Stimmung weiter sinken. Die Rinne, die vom Boot noch so vielversprechend aussah erweist sich als zu gefährlich. Große Schneemäuler sind Zeichen genug, den Rest des Tages auf unserem Segelschiff zu verbringen. Dort angekommen blicken wir nach ausgiebiger, heißer Dusche zurück auf die Rinne, die wir uns hoch gekämpft hatten.</p>
<div id="attachment_20180" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-20180 " title="Skitouren Lyngenalps - Skitour auf den Storgalten und ueber den Gammvikblaisen Gletscher nach Straumen." alt="Skitouren Lyngenalps" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/Lyngen-Kalddalstinden-Storgalten-041-Photographer-Klaus-Fengler-260x110.jpg" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Skitour auf den Storgalten und ueber den Gammvikblaisen Gletscher nach Straumen.</p></div>
<p>Der Hang den wir gequert hatten, hat sich auf einer Breite von 200 Meter gelöst und hat unsere Spur, die wir noch vor nicht allzu langer Zeit angelegt hatten, komplett verschüttet.<br />
Nicht weniger spannend geht es am Folgetag zu. Die Temperaturen sind über Nacht stark gefallen und die sulzigen Hänge haben sich über Nacht in wahre Eispisten verwandelt. Leicht geschwächt von den intensiven Vortagen, möchten wir heute den Gebirgszug an der schmalsten Stelle, die knapp 10 Kilometer misst, von West nach Ost überschreiten. Mit Pickel und Steigeisen bewaffnet, arbeiten wir uns den Ostgrat des Kalddalstinden hoch, mit dem Ziel die 400 Meter hohe und 50° steile Westflanke zu befahren. Bei feinsten Sonnenschein, aber starken Wind, haben wir große Probleme uns auf den Beinen zu halten und noch größere Probleme, Felle und die Wechselklamotten festzuhalten. Die ersten Schwünge in der angefirnten Wand fühlen sich gut an. Sanftes Cruisen bis zu der Stelle, an der die größten Steilheiten warten. Genau hier verwandelt sich der Firn in blankes Eis. Unsere Stahlkanten versuchen sich fest zu beißen, die Nerven sind zum zerreißen gespannt, genauso wie unsere vor wenigen Sekunden noch so entspannte Oberschenkelmuskulatur. Aus sanften Schwüngen ist inzwischen hartes Umspringen geworden, ohne Bedacht auf die B-Note. Das Tagesziel, den heißen Whirlpool erreichen ohne Verluste – allerdings mit Auswirkungen auf die Folgetage:<br />
Wir beschränken uns auf Genussskitouren. Und die gibt es in den Lyngen Alps zu hauf. Sanfte Anstieg, die ein unvergleichliches Panorama bieten, Abfahren auf denen man den Ski hindernislos laufen lassen kann und Steilheiten die beruhigt als sicher eingestuft werden können.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Unser ambitioniertes Ziel, die Lyngen Alps von Süd nach Nord zu durchqueren konnten wir nicht verwirklichen, trotzdem wurden unsere Erwartungen übertroffen. Nordnorwegen ist für uns zu einem der schönsten Flecken der Erde geworden, mit einer Gipfeldichte die Lust macht auf mehr, mit Norwegern deren Herzlichkeit wir lieben gelernt haben und nicht zu letzt mit frischen Köstlichkeiten aus den Tiefen des Lyngen Fjordes.</p>
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		<title>Trekking in Nordchile: Vulkane und Wüste</title>
		<link>http://blog.bergzeit.de/19546/reise/trekking-im-norden-chiles-vulkane-und-wuste</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 11:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gabriela Niederhuber</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atacama]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Der Parque Nacional Lauca liegt im äußersten Norden Chiles an der Grenze zu Bolivien auf einer Höhe zwischen 3.000 und 6.300 Meter. Es ist ein Paradies fürs Trekking, Biken aber auch zum <a href="http://www.bergzeit.de/hochtouren.html" title="Hochtouren Ausrüstung">Hochtouren</a> gehen. Die Gegend bietet grenzenlose Freiheit und eine eindrucksvolle Natur.</p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p><em>Ziele für <a title="Trekking Ausrüstung online kaufen" href="http://www.bergzeit.de/trekking.html">Trekking &#8211; und Outdoorabenteuer</a> gibt es in Südamerika viele. Ob Bergsteigen in Ecuador, Trekking in Peru oder Bolivien, bis hin zu den Sturm umtosten Gipfel Patagoniens – hier ist für jeden etwas dabei. Noch weniger bekannt ist der Norden Chiles und der stand genau aus diesem Grund auf unserem Reiseplan.</em></p>
<h2>Trekking im Nationalpark Lauca: Vulkane, Lamas und endlose Einsamkeit</h2>
<p>Der Parque Nacional Lauca liegt im äußersten Norden Chiles an der Grenze zu Bolivien auf einer Höhe zwischen 3.000 und 6.300 Meter. Es gibt hier zahlreiche Vulkane über 6.000 Meter, der höchste ist der Vulkan Parinacota mit 6.342 m. Neben den schneebedeckten Riesen ist der Park auch ein Naturreservat und Heimat zahlreichen Tierarten wie Lamas, Guanacos, Vikunjas Alpacas, vieler Vogelarten und dem Andenpuma.</p>
<p>Ausgangspunkt für Trekking &#8211; Unternehmungen im Nationalpark Lauca ist das kleine Dorf Putre auf 3.650 Meter, ein 2.000 Seelennest und Heimat vieler Aymara Indianer. Allein die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis für sich. Von Arica, der ersten großen Stadt im Norden, fahren täglich zahlreiche Busse auf der Ruta 11, der einzigen Verbindungsstraße zwischen Nordchile und Bolivien. Bis nach Putre sind es rund 120 km und ein Höhenunterschied von über 3.600 Meter muss überwunden werden. Am Weg passiert man oasenartige, fruchtbare Tiefebenen, karge Wüstenberge und abenteuerlich engen Kurven, durch die sich die Straße unaufhörlich nach oben windet. Die engen Kurven sind aber kein Hindernis für den Busfahrer, sich wie ein Formel-1-Pilot zu benehmen. Da der Grenzübergang zu Bolivien hier weitgehend unproblematisch ist, ist die Strecke unter Reisenden beliebt und doch sind wir die einzigen, die in Putre aus dem restlos überfüllten Bus springen. Von der Schnellstraße sind es noch einmal rund 5 km ins Dorf und während wir uns fragen, ob hier auch mal ein Bus kommt, entschließen wir uns den Daumen rauszustrecken. Lange warten wir nicht auf eine Mitfahrgelegenheit, auch, wenn es sich nur um die offene Ladefläche eines Pick-Ups handelt. Spätestens jetzt bin ich froh, dass ich meine Windstopperjacke anhabe. Das Klima hier ist trocken, unter Tags liegen die Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad, können aber in der Nacht selbst im warmen Andensommer unter 0°C  fallen.</p>
<div id="attachment_19680" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-550_breit wp-image-19680 " title="Nationalpark Lauca" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/09/image003small-550x412.jpg" alt="Trekking zum Zeltplatz im Nationalpark Lauca" width="550" height="412" /><p class="wp-caption-text">Unterwegs zum Zeltplatz im Nationalpark Lauca</p></div>
<p>Im Dorf selbst gibt es nicht viel zu tun, außer einem Besuch der kleinen Restaurants oder netten Kunsthandwerksläden. Wer sich in Putre mit Lebensmittel zum Trekking eindecken will, findet zwar in den Tante-Emma-Läden alles über Wurst, Käse, Obst und Gemüse, die Preise sind jedoch sehr hoch. Am besten, man kauft schon in Arica ein. Die kleinen Gassen beherbergen auch einige Agenturen, die Transport, Treeking -touren, Ausrüstung, bis hin zu Expeditionsbesteigungen im Nationalpark anbieten, wenn sie denn mal offen sind, was wir nie erlebt haben. Man kann sich aber auch ganz einfach selbst mit Zelt und Kocher auf den Weg machen. Und so schultern wir unsere Rucksäcke und warten am nächsten Tag am Ortsende auf eine Mitfahrgelegenheit. Die lässt nicht lange auf sich warten, aber weil wir uns den Beifahrersitz eines chilenischen Straßenbauarbeiters zu dritt teilen – eingeklemmt zwischen unseren <a title="Trekkingrucksack Online Shop" href="http://www.bergzeit.de/trekkingrucksack.html">Trekkingrucksäcken</a> – sind wir froh, als wir endlich aussteigen können.</p>
<h2>Parinacota: Endstation Zivilisation</h2>
<div id="attachment_19681" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-19681" title="Der Parinacota in der Abendsonne" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/09/image002small-260x110.jpg" alt="Abendstimmung in Parinacota, mit dem Hausberg - einem 5000er" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Der Parinacota in der Abendsonne</p></div>
<p>Unser Basecamp errichten wir im Dorf Parinacota, dem einzigen Dorf im Nationalpark, ca. eine Stunde Fußmarsch von der Ruta 11. Schon jetzt begleiteten uns Lamaherden und der überwaeltigende Blick auf die mächtigen Vulkane Parinacota (6342 m) und Pomerape (6286 m). Parinacota liegt auf 4.400 Meter und hat stolze 29 Einwohner, zwei Herbergen und eine wunderschöne weiße alte Kirche am verlassenen Dorfplatz. Unser Zelt schlagen wir innerhalb der Stadtmauern auf, in der Umgebung lauert angeblich der Andenpuma, so hat es uns jedenfalls der Besitzer der Herberge erzählt, nachdem wir ihm als zahlende Gäste durch die Lappen gegangen sind. Mit Blick auf einen Vulkan und einen kleinen See genießen wir unser Abendessen unter freiem Himmel.</p>
<p>Am nächsten Tag geht es los mit Trekking auf den Hausberg von Parinacota, einen Vulkan knapp 5.000 Meter hoch. Obwohl er keinerlei technische Schwierigkeit bietet, haben wir ihn ordentlich unterschätzt. Nicht nur, dass sich der Weg durch Vulkangestein, Schutt und Wüstensand als viel beschwerlicher als gedacht herausgestellt hat, der Weg zum Gipfel verliert sich im letzten Stück in einem Labyrinth aus riesigen Gesteinbrocken und Geröll. Obwohl wir den Gipfel nicht erreichen, haben wir eine herrliche Aussicht Richtung Bolivien und spätestens hier wird uns bewusst, in welcher endlosen Weite wir uns befinden. Unsere einzigen Begleiter an diesem Tag waren die vielen Lamas, die am Fuße des Vulkans grasen.</p>
<div id="attachment_19683" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class=" wp-image-19683 " title="Aussicht über das Altiplano bis nach Bolivien." src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/09/image001smallest-550x412.jpg" alt="Aussicht über das Altiplano bis nach Bolivien. Die Seen der Laguna Cotacotani erkennt man rechts im Bild" width="550" height="412" /><p class="wp-caption-text">Aussicht über das Altiplano bis nach Bolivien.</p></div>
<p>Ein anderer interessanter Weg führt von Parinacota durch den Park. Am Dorfende befindet sich eine Steintafel mit der Wegskizze, es ist die einzige Information, die wir darüber finden. Der Trekkingweg führt durch die Laguna Cotacotani, einem Gewirr aus vielen kleinen Seen und Heimat vieler Vogelarten. Vorbei geht es an erstarrtem Vulkangestein mit Blick auf die 6.000er. Leider ist der Weg sehr schlecht markiert und wir verlieren viel Zeit mit der Suche nach Markierungen. Von hier aus geht es weiter zum Lago Chungará auf 4.566 Meter, wo sich die Nationalparkverwaltungsstation CONAF befindet. Hier gibt es einen Campingplatz und in der Hütte kann man sich übers Trekking und den Park informieren. Viele Leute kommen allerdings nicht vorbei, der Ranger war fast überrascht, als wir nach einer Campingmöglichkeit fragten. Als der Verkehr auf der Ruta 11 immer weniger wird und selbst der CONAF Mitarbeiter bereits nachhause gefahren ist, haben wir das Gefühl, ganz alleine in dieser großartigen Landschaft zu sein.</p>
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<h2>Von den schneebedeckten Vulkanen zu den großen Sanddünen:<br />
Die Atacamawüste</h2>
<div id="attachment_19686" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-19686" title="Gute Hauptwege erleichtern das biken." src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/09/image006small-260x110.jpg" alt="Mountainbike Weg durch die Wüste" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Gute Hauptwege erleichtern das biken.</p></div>
<p>Schneebedeckte Vulkane, schroffes Lavagestein tauschen wir am nächsten Tag gegen die heißen Sanddünen der Atacamawüste. Der Weg über Arica und Calama dauert ca. 12 Stunden. Der Gegensatz in der Landschaft könnte nicht größer sein und so klebe ich die ganze Fahrt an der Fensterscheibe und bestaune die menschen- und tierleere Wüste mit ihren schneebedeckten Vulkanen in der Ferne. Die Atacamwüste ist einer der trockendsten Plätze der Welt mit Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht von bis zu 40 Grad. Das quirlige San Pedro de Atacama lebt hauptsächlich vom Tourismus und so reiht sich in der Stadt Agentur an Agentur. Trotzdem hat San Pedro Dank der typischen Adobehäuser einen ganz eigenen Charme. Nach den kalten Tagen im Nationapark Lauca, flanieren wir hier gerne in T-shirt und Short durch die Gassen und lassen uns die leckeren Empanadas schmecken.</p>
<div id="attachment_19685" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="wp-image-19685 " title="Die Atacamawüst" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/09/image007small-550x412.jpg" alt="Die Atacamawüst: menschenleere Mondlandschaft" width="550" height="412" /><p class="wp-caption-text">Die Atacamawüst: menschenleere Mondlandschaft</p></div>
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<h2>Mit dem Mountainbike die Wüste entdecken</h2>
<div id="attachment_19687" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-19687" title="Tal des Devil's Canyon" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/09/image008small-260x110.jpg" alt="Das Tal des Devil's Canyon" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Das Tal des Devil&#8217;s Canyon</p></div>
<p>Wer keine teure Tour buchen will, kann ganz einfach auf eigene Faust in die Wüste fahren. Wir haben uns für zwei Tage Mountainbikes gemietet. <a title="Mountainbike Online Shop" href="http://www.bergzeit.de/mountainbike.html">Mountainbike fahren</a> in der Wüste? Genau! Dank einer asphaltierten Hauptstrasse und guten Schotterpisten, kämpfen wir meistens eher gegen den Wind als den Sand. Unsere Tour führt uns in das Tal des Todes, einem Labyrinth aus riesigen Sanddünen. Vom „Gipfel“ einer solchen Düne hat man eine atemberaubende Aussicht über die Wüste, bis hin zu den schneebedeckten Vulkanen an der Grenze zu Bolivien. Danach geht es ein kurzes Stück auf der Hauptstrasse entlang, bis wir wieder abbiegen und nach einiger Zeit das Tal des Mondes erreichen – einem Naturpark mit bizarren Gesteinsformationen, Canyons und Sanddünen. Zum Sonnenuntergang besteigen wir eine große Düne und erleben ein magisches Farbschauspiel über der endlosen Wüste. Vom Ende des Parks schließt sich die Rundtour zurück nach San Pedro – Stirnlampe nicht vergessen, denn hier ist es schon dunkel! Unser nächstes Ziel sind die Inkafestung Pukará de Quitor und der Devil&#8217;s Canyon. Zusammen ist das ein schöner Tagesausflug mit dem Bike. Durch den Canyon kann man sogar mit den Rad fahren, nur, wenn es stellenweise richtig eng wird, muss man absteigen und sich zu Fuß weiter durch die Wände zwängen. Ein richtiges Abenteuer!</p>
<p>Wer Abwechslung und faszinierende Berglandschaften sucht, ist im Norden Chiles genau richtig.</p>
<h2>Tipps:</h2>
<p>Wer im Nationalperk Lauca nur trekken will, kann problemlos auf eigene Faust loswandern. Wer eine Bergbesteigung plant, sollte so viel wie möglich vorab organisieren und Karten mitbringen, da die Informationen der Agenturen in Putre mager sind, wenn diese überhaupt geöffnet anzutreffen sind. Die Weiterfahrt nach Bolivien ist einfach was die Kilometer betrifft, doch der Bus kommt zu willkürlichen Zeiten und ist meist restlos überfüllt. Wer sich für eine Anschlussfahrt entscheidet, dem bleibt Autostoppen oder man kann versuchen über die Büros in Putre oder Arica einen Platz zu reservieren – die Betonung liegt auf ‚versuchen&#8217;.</p>
<p>San Pedro de Atacama ist relativ hochpreisig für Rucksacktouristen. Abseits des Hauptzentrums lässt sich aber um die Zimmerpreise verhandeln und man findet einige sehr gute und günstige Einheimischenrestaurants. Angebote von Mountainbikeverleihern gibt es genug – einfach selber schauen und Preise vergleichen. Meist bekommt man Rabatt, wenn man die Bikes mehr als einen Tag ausleiht. Auf jeden Fall Helm, Windstopperjacke und genügend Wasser nicht vergessen!</p>
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			<media:title type="html">Gute Hauptwege machen Biken in der Wüste zum machbaren Abenteuer</media:title>
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			<media:title type="html">Die Atacamawüst: menschenleere Mondlandschaft</media:title>
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		<title>Gudauri &#8211; Freeride- und Skitour-Eldorado im Kaukasus</title>
		<link>http://blog.bergzeit.de/17927/reise/freeride-und-skitour-in-gudauri-georgien</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 21:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Valentin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Freeride]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Bergzeit Online-Mann Valentin war im Winter 11/12 auf der Suche nach dem perfekten Powdererlebnis zum <a target="_blank" href="http://www.bergzeit.de/freeride.html">Freeriden</a> in Gudauri, Georgien, einem Skiort im Kauskasus. Hier gibts jede Menge Reise- und Freeride-Tipps für Tiefschnee- und Reiseverrückte.</p></p><p>Dir gefällt der Bergzeit RSS Feed? Abonniere ihn doch und empfehle ihn weiter!</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Originaltext im <a href="http://blog.bergzeit.de">Bergzeit Blog</a>:</p><p>Wer kennt das nicht: Es ist Anfang September, die Tage werden kürzer und bei der täglichen Lektüre des Bergwetterberichts fallen immer öfter Begriffe wie Schneefallgrenze, Frost und Schneehöhe. Erfahrungsgemäß ist das die Zeit, zu der sich beim Mittagessen im Bergzeit-Brotzeitraum und abends in der Kneipe die Gespräche immer öfter um aktuelle Skitourenski oder die Vor- und Nachteile der neusten Freeride-Ski der großen Marken wie <a title="Scott Ski online kaufen im Skishop bei bergzeit.de" href="http://www.bergzeit.de/scott.html" target="_blank">Scott</a>, K2 und Salomon drehen. Erfahrungsgemäß ist das aber auch die Zeit, in der man so langsam planen sollte, wie man die ersten Urlaubstage des kommenden Jahres am besten anlegt, mit möglichst wenig Risiko und möglichst hoher Pulverschnee-Rendite. Unser <a title="Freeriden und Skifahren im Iran" href="http://blog.bergzeit.de/4205/reise/freeriden-im-iran">Freeride-Trip in den Iran</a> vom Mai 2011 war uns noch gut in Erinnerung und die Möglichkeit, mit einem Satz in eine fremde Kultur und hüfttiefen Powder einzutauchen erschien zu verlockend. Umso erfreuter war ich, als mein Freund Jo (der Fotograf der Bilder dieses Beitrags) mich Anrief und von einer Fernseh-Doku über ein ihm und mir bis dato ganz unbekanntes Freeride-Gebiet berichtete. Gudauri, ein Ort im Norden von Tiflis, der Hauptstadt von Georgien, am Fuße des Großen Kaukasus verspricht unendliche Hänge, einsame Gipfel über der 3000m-Grenze und Tiefschnee satt! Und so nahm die Dinge wieder Ihren Lauf&#8230;</p>
<h3>Abgelegene Gemütlichkeit &#8211; Das Skigebiet Gudauri</h3>
<div id="attachment_20688" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-550_breit wp-image-20688" title="Der Blick von unserer Ferienwohnung aufs Skigebiet Gudauri nach einer schneereichen Nacht...Voll wirds in Gudauri nur am Wochenende" alt="Der Blick von unserer Ferienwohnung aufs Skigebiet Gudauri nach einer schneereichen Nacht...Voll wirds in Gudauri nur am Wochenende" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/DSC_0090-550x368.jpg" width="550" height="368" /><p class="wp-caption-text">Der Blick von unserer Ferienwohnung aufs Skigebiet Gudauri nach einer schneereichen Nacht&#8230;Voll wirds in Gudauri nur am Wochenende</p></div>
<p>Das Skigebiet Gudauri liegt an der nördlichen Grenze Georgiens, ca. eine Stunde von Tiflis entfernt in den Bergen des Großen Kaukasus. Die Berge Gudauris sind so abgelegen, dass wohl niemand auf die Idee gekommen wäre, dort ein Skigebiet aufzubauen, führte die 218 lm lange Georgische Heerstraße nicht direkt über den Kreuzpass (2382 ü.N.) nach Russland. An die Passstraße und die Serpentinen hoch zum Kreuzpass gelegen schmiegt sich nun der weitläufige Skiort, der neben einem knappen Dutzend Hotels auch aus einigen Appartment-Häusern besteht, deren Wohnungen teilweise wohlhabenden Georgiern oder Russen gehört, die aber auch teilweise komplett oder nur in der Abwesenheit der Besitzer an Touristen vermietet werden. Auf der Webseite von <a title="Gudauri Travel - Hotels, Ferienwohnungen und Appartments in Gudauri" href="http://gudauri.travel/" target="_blank" rel="nofollow">Gudauri Travel</a> kann man sich eine gute Übersicht über die Ferienwohnungen, Hotels und Appartments in Gudauri verschaffen. Wir hatten zu siebt eine Ferienwohnung, eine sehr schöne und relativ luxuriöses Penthouse im siebten und obersten Stockwerk des höchsten Appartmentgebäude Gudauris mit wunderbarem Blick über das komplette Skigebiet.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/emtTy4RKFfo" height="340" width="600" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Das Skigebiet selbst besteht aus einem weitläufigem Areal, welches am nördlichen Ende durch die drei Gipfel des Skigebiet, den Mount Bidara (3174 m.N.), den Mount Sadzele (3268 m.N.) und den Mount Kudebi (3007 m.N) und am südlichen Ende durch den Ort Gudauri begrenz wird. Im Westen des Gebirgstocks mit den 3 Bergen verläuft die Heerstraße über den Kreuzpass. Das Skiegebiet bestand im Winter 2011 aus insgesamt 4 relativ langen und nicht wirklich schnellen Sesselliften, welche alle 3 Gipfel erschließen. Da der unterste Lift vom fast unerkennbaren &#8220;Zentrum&#8221; Gudauris bis an die nördlichsten Hütten reicht, ist es während der Lift-Betriebszeiten möglich, sich mit Ski, Snowboard und Lift durch die meisten Teile des Orts zu bewegen. Die Betriebszeiten der Lifte sind für europäische Verhältnisse sehr gemütlich, nur selten laufen die Lifte vor 10.00 morgens, was angesichts der fragwürdigen Bierqualität auch seine Vorteile hat. Vor allem ermöglicht es Frühaufstehern mit Tourenski, bereits auf den Gipfeln zu stehen, bevor die ersten Freerider und Liftfahrer hochliften. Ein einmaliges aber anstrengedes Erlebnis, nach einer schneereichen Nacht auf dem Sadzele zu stehen und in die warme, aufgehende Sonne zu gleiten. Die Liftpreise sind mehr als moderat, wir haben rund 80 € pro Person und Woche gezahlt.</p>
<h3>Freeride-Hänge vom Feinsten &#8211; Die Westhänge Gudauris</h3>
<div id="attachment_20694" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-550_breit wp-image-20694" title="2000 Meter breit und 1000 Meter tief - und erst 3 Spuren drin!" alt="2000 Meter breit und 1000 Meter tief - und erst 3 Spuren drin!" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/DSC_1302-550x368.jpg" width="550" height="368" /><p class="wp-caption-text">2000 Meter breit und 1000 Meter tief &#8211; und erst 3 Spuren drin!</p></div>
<p>Die Lifte und Pisten befinden sich alle an den relativ flachen Südhängen des Gebirgsmassivs. Die wenigen Pisten erstrecken sich dabei aber über ein sehr breites Gebiet, d.h. zwischen den Pisten gibt&#8217;s nach Neuschneefällen mehr als genug Platz für einen Tag Freeridevergnügen. Nach einem Tag ist das Skigebiet selbst aber auch schon einigermaßen verpurt &#8211; auch wenn man Gudauri nicht mit vielen Locals teilen muss, die meisten die dort sind wissen weichen Tiefschnee zu schätzen. Mindestens einen Tag brauchen die wunderbar steilen und breiten Hänge des ausladenden, langen Grates, der sich westlich des Kudebi entlang und über der Kreuzpassstraße erstreckt, um sicher zu werden. Denn hier ist steiles Gelände angesagt, mit Neigungen um die 40°, steilen Couloirs bis 60° und einer Höhendifferenz von ca. 1400 Höhenmetern zwischen Grat und Kreuzpassstraße ist hier der Ort, der Gudauri als Freeridesport bekannt macht. Die Hänge, in ca. einer Stunde vom Mount Kudebi über eine Abfahrt von ca. 200 Höhenmetern und einen anschließenden Aufstieg zu Fuß über einen steilen, in der Regel abgewehten Kamm erreichbar, erstrecken sich dabei über eine Breite von geschätzen 6-8 Kilometern oder mehr und bedeuten unendliches Freeridegelände.</p>
<div id="attachment_20696" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><img class="size-260x110_crop wp-image-20696" title="Yeeha! Euphorie nach fast 1000hm Freeride-Vergnügen" alt="Yeeha! Euphorie nach fast 1000hm Freeride-Vergnügen" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/DSC_1608-260x110.jpg" width="260" height="110" /><p class="wp-caption-text">Yeeha! Euphorie nach fast 1000hm Freeride-Vergnügen</p></div>
<p>Viele Leute verirren sich nicht hierher, und auch als wir dort waren, 4 Tage nach den letzten Neuschneefällen, war der zentrale Hang mit einer breite von über einem Kilometer gerade mal von einer Hand voll Spuren eingefahren. Wahnsinn! Mit der Abfahrt runter zum Kreuzpass über eine unendliche, homogene Schneefläche perfekter, gleichmäßiger Neigung hat uns knapp eine Stunde lang mit Adrenalin vollgepumpt. Unten angekommen, wartet man, wen man nicht im Vorraus ein Shuttle nach Gudauri organisiert hat, am besten auf einen der häufig passierenden Trucks, die Güter zwischen Russland und Georgien transportieren. Die LKW-Fahrer, urige Einheimische, freuen sich, ausgeflippte Touristen in bunten Freeride-Anzügen und leuchtenden Augen einzuladen und eine gute halbe Stunde zurück nach Gudauri zu transportieren.</p>
<h3>Die Täler im Norden &#8211; per Ski und Snowboard von Georgien in Richtung Russland</h3>
<div id="attachment_20698" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-550_breit wp-image-20698" title="Steiler als es aussieht - Nach Neuschnee besser zwei Tage warten!" alt="Steiler als es aussieht - Nach Neuschnee besser zwei Tage warten!" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/DSC_1682-550x368.jpg" width="550" height="368" /><p class="wp-caption-text">Steiler als es aussieht &#8211; Nach Neuschnee besser zwei Tage warten!</p></div>
<p>Nach Norden fallen die Berge Gudauris nicht mehr ganz so steil und gleichmäßig ab. Tiefe und lange Täler schneiden sich kilometertief ein und lassen die Berge auf einer Länge von über 10 Kilometern nach Norden auslaufen. Hier hält sich der Powder ganz besonders lange, und hier findet man , wenn auch nicht die steilsten, aber dafür die längsten Freerideabfahrten, die von Gudauri einfach per Lift erreichbar sind. Ca. 10 Minuten vom Sadzele-Lift muss man flach queren, um in den Einstieg zum Ersten der weitläufigen, ausladenden Täler zu gelangen. Nach einer kurzen Passage, die aufgrund der Kammnähe und Steilheit etwas Umsicht erfordert, ist man in dem tiefen Tal, in dem sich die Freeride-Abfahrt nun über mehr als 10 Kilometer ausdehen wird. Eine traumhafte, unwirkliche und unglaublich einsame Landschaft, in die man sich hier begibt.</p>
<p>Auch wenn die Ideallinie hier relativ flach und selbst nicht lawinengefährdet ist, sollte man hier nur bei absolut sicheren Bedinungen unterwegs sein. Die Hänge nördlich und teilweise auch südlich des Tals sind extrem steil und exponiert, am Ende geht die Abfahrt über zahlreiche Lawinenkegel. Und wer will schon am Ende einer stundenlangen Traumabfahrt im Tiefschnee versinken? Auch hier bildet das Ende der Abfahrt die Ankunft an der Heerstraße, jetzt aber schon wieder auf der anderen Seite, wo sich die Hänge nach Russland neigen. Eine wunderbare Stelle, um zurück ins Tal zu blicken, man kann fast die gesamt Abfahrt einsehen, an der Straße den Daumen rauszuhalten und zu hoffen, früh genug in Gudauri anzukommen, um nochmal einen Lift und eine weitere Abfahrt im grenzenlosen Powderparadies Gudauris zu erwischen&#8230;.</p>
<h3>Tourismus und Reiseplanung &#8211; Tiflis und Georgien</h3>
<div id="attachment_20706" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-550_breit wp-image-20706  " title="Blick über Tiflis - Georgien" alt="Blick über Tiflis - Georgien" src="http://blog.bergzeit.de/blog/wp-content/uploads/2012/10/DSC_2008-550x368.jpg" width="550" height="368" /><p class="wp-caption-text">Blick über Tiflis &#8211; Georgien</p></div>
<p>Die Anreise nach Georgien ist extrem unkompliziert, von München gibt es Direktflüge nach Tiflis, etwas günstiger sind Flüge mit Zwischenstopp z.B. in Istanbul. Für deutsche Staatsbürger ist kein Visum erforderlich, die Einreise ist komplett unkompliziert. Idealerweise hat man mit dem Vermieter des Appartments oder des Hotels einen Transfer verabredet, es fahren zwar auch Busse, aber ein arrangierter Transfer hat in der Regel genug Platz für Skiequipment und die ganze Mannschaft, kostet auch nicht die Welt und holt Euch auch gerne nachts um 3 Uhr am Flughafen ab, so dass ihr morgens direkt in Euer Bett in Gudauri oder in den Tiefschnee fallen könnt. Außerdem kann man mit dem Fahrer einen Zwischenhalt in einem der 24-h-Supermärkte Gudauris vereinbaren, hier kann man Vorräte für die ganze Woche einkaufen. In Gudauri selbst gibt es zwar auch 3 kleine Lebensmittelgeschäfte, die Auswahl und die Preise sind direkt in Tiflis jedoch wesentlich besser. Abgesehen davon hat Gudauri einige sehr schöne Restaurants, in denen man sehr gut und urig essen kann und sehr freundlich und gastfreundlich behandelt wird.</p>
<p>Georgien ist sicher kein Land, in das man sich als Tourist all zu häufig verirrt. Darum bietet es sich definitiv an, im Anschluss an den Skiurlaub noch 1-2 Tage in der Hauptstadt Georgiens, in Tiflis (lokal ausgesprochen Tibilisi), zu verbringen. Die schöne, kleine Hauptstadt an der Grenze zwischen Morgen- und Abendland ist ein Schmelztiegel christilicher und muslimischer Kultur, wunderschöne Moscheen und große orthodoxe Kirschen stehen hier direkt nebeneinander. Außerdem hat Tiflis noch ein gemütliches aber vielseitiges Nachtleben und tolle, hunderte Jahre alte Thermalbäder zu bieten. Ein Besuch im Bäderviertel, mit seinen ehemals 65, heute noch 7, teils über 700 Jahre alten Badestädten mit einer Wassertemperatur zwischen 37°C und 47°C in Verbindung mit einer traditionellen, georgischen Bade- und Massagezeremonie sollte doch jeden Skimuskel wieder fitt für eine weitere Runde Powderspaß und Gudauri machen&#8230;</p>
<p><em>Danke an Johannes Frey für die Bilder. Ein Jahr zuvor war Valentin zum Snowboarden im Iran. Den Bericht dazu gibts <a title="Freeriden und Skifahren im Iran" href="http://blog.bergzeit.de/4205/reise/freeriden-im-iran">hier.</a></em></p>
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			<media:title type="html">Der Blick von unserer Ferienwohnung aufs Skigebiet Gudauri nach einer schneereichen Nacht&#8230;Voll wirds in Gudauri nur am Wochenende</media:title>
			<media:description type="html">Der Blick von unserer Ferienwohnung aufs Skigebiet Gudauri nach einer schneereichen Nacht...Voll wirds in Gudauri nur am Wochenende</media:description>
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			<media:title type="html">2000 Meter breit und 1000 Meter tief &#8211; und erst 3 Spuren drin!</media:title>
			<media:description type="html">2000 Meter breit und 1000 Meter tief - und erst 3 Spuren drin!</media:description>
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			<media:title type="html">Yeeha! Euphorie nach fast 1000hm Freeride-Vergnügen</media:title>
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			<media:title type="html">Steiler als es aussieht &#8211; Nach Neuschnee besser zwei Tage warten!</media:title>
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