Outdoor

Trekking in Südamerika - Packtipps

26.10.2011

Trekking in Südamerika – Packtipps

Tierra del Fuego, Altiplano, Strasse der Vulkane, Huascaran Nationalpark. Klangvolle Namen die bei vielen Trekkingfreunden die Sehnsucht wecken, in den Weiten in den südamerikanischen Anden auf Wandertour zu. Doch eine Tour will gut geplant sein. Insbesondere die Materialvorbereitungen haben hier vorab einen hohen Stellenwert. Denn oft gibt es vor Ort kein oder nur sehr minderwertiges Material. Wer hier nicht gut plant kann schnell unangenehme Überraschungen erleben.

Hochwertige Outdoorausrüstung hat ihren Preis. Ist ihn aber auch absolut wert, wenn es denn darauf ankommt. Auf meinen Trekkings in Peru, Ecuador, Bolivien und in Argentinien habe ich das oft genug erfahren. Ausgestattet mit hochwertiger Trekkingbekleidung und -Ausrüstung namhafter Hersteller ist man zwar nicht vor körperlicher Anstrengung, Regen, Wind und fehlerhaften Auskünfte lokaler Behörden gefeit, sie macht aber einiges wesentlich angenehmer.

Wo finde ich Trekkingausrüstung? Die Lage vor Ort

Fürs Trekking in Südamerika den Rucksack richtig packen

Fürs Trekking in Südamerika den Rucksack richtig packen

Vor Ort findet man zwar in den meisten bekannten Trekkingzentren wie Huaraz (Peru) oder La Paz (Bolivien) Outdoorausrüstung, diese sind aber fast immer plumpe Fälschungen und von minderer Qualität. Selbst billige Funktionsbekleidung deutscher Discountketten würde hier einen Produktvergleich Haushoch gewinnen. Wer hier beispielsweise ohne eigenen Schlafsack anreist und einen Kauf- oder Leihschlafsack ersteht, sollte sich auf Eiszapfen an den Füßen einstellen.

Die Trekker, die eine Tour mit Mietausrüstung und Transportesel buchen, stimmen hier alle das gleiche Lied: Wind, Nässe und Kälte. Dagegen ist die vor Ort erstandene Ausrüstung nicht gewappnet. Durchnässte Kleidung, kein Schutz vor Wind und Eiszapfen an den Zehenspitzen. Die Klagelieder sind umfassend und erwecken beim vorbereiteten, trockenen und nicht frierenden Trekker fast so etwas Mitleid.

Was ist also zwingend notwendig, für angenehmes Trekking in “SA”? In drei Kategorien findet ihr hier die Ausrüstungsgegenstände, die unbedingt dabei sein müssen, empfohlen werden, oder nettes Add-on sind.

“Ich packe in meinen Koffer und nehme mit…”

Absolut notwendig

  • Warmer Schlafsack
  • Trekkingmatratze
  • Wasserdichte Schlafunterlage/Notfallausrüstung (Biwaksack oder Rettungsdecke)
  • Wasser- und (!) Winddichte Außenbekleidung
  • Beuqem sitzender Trekkingrucksack (Volumen ca. 40-60l)
  • Passende und bequeme Trekkingschuhe
  • Zelt (inkl. Zubehör)
  • Wärmende Zwischenbekleidungsschicht
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Erste-Hilfe-Set

Dringend empfohlen

  • Kocher (Schraubkartusche) mit Kochutensilien
  • Dünne Handschuhe
  • Feuchtigkeitscreme (teilweise extrem trockene Luft)
  • Digitalkamera und viel (!) Speicherkapazität
  • Empfohlen
  • Funktionsunterwäsche
  • Warme Funktionsunterwäsche
  • Wanderstöcke
  • Kompass und Höhenmesser
  • Sandalen/Flipflops/Hausschuhe
  • Kopfbedeckung
  • Lange, stichfeste Funktionsbekleidung gegen Mücken (besonders in Peru sinnvoll)
  • Sicherungsmöglichkeit für Bilder und Videos als redundantes System
  • Reiseführer bzw Trekkingführer z.B. Lonely Planet, Footprint
  • Sofern verfügbar: Topografische Karten (für Huarazregion beim DAV, für Ecuador in Militäramt in Quito)

(Verboten für den Transport im Flugzeug): Gaskartuschen – diese kann man sich fast immer vor Ort besorgen. Am verbreitesten sind Schraubkartuschen; Steck oder Campinggaz gibt es in bekannten Trekkinggebieten aber auch.

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*