Leidenschaft

Die BoulderAIRea Bad Feilenbach im Bergzeit Kletterhallen Check

07.08.2012

Die BoulderAIRea Bad Feilenbach im Bergzeit Kletterhallen Check

Die „BoulderAIRea“ in Bad Feilenbach liegt versteckt zwischen einem Campingplatz und einem Krankenhauspark am Reihof 1. Dem entsprechend ruhig gestaltet sich die Anlage. Doch warum ist es überhaupt entscheidend was draussen um die Anlage passiert? – Ganz einfach die „BoulderAIRea“ ist eine reine „open air“ Boulderanlage, die in die Landschaft eingepasst und überdacht wurde. So kann man an der frischen Luft, mit Bergpanorama an künstlichen Strukturen bei (fast) jedem Wetter bouldern.

 

Idee der BoulderAirea

Bouldern mit Alpenblick

Bouldern mit Alpenblick

Das seit nun einer Saison existierende Konzept der „BoulderAIRea“ hat sich die CityHills GmbH vom Patentamt schützen lassen. Dazu stellt die Anlage in Bad Feilenbach, laut Aussage des Platzwartes, eine Projekt- bzw. Prototypenanlage dar. Die Idee dahinter ist nun, dass sich Investoren bzw. Franchisenehmer finden, die solche Anlagen bauen wollen und für die nötigen Lizenzen zahlen.

 

Boulder und Boulder-Training

Die 100 Boulder sind farblich gekennzeichnet und bieten auf dem kleinen zur Verfügung stehenden Raumen viel Abwechslung. Leider sind die Probleme oft so eng beieinander geschraubt, dass es schwer ist den Überblick zu behalten. Die Schwierigkeiten reichen von sehr leicht bis sehr schwer, sind jedoch nicht UIAA, Fb oder nach sonst einem Standard bewertet, so dass man die erste Zeit mit austesten verbringt. Neue Boulder gibt es etwa alle 3 Monate.

 

Routen in der BoulderAIRea

Routen in der BoulderAIRea

Die Griffe sind nicht im Geringsten abgegriffen und belasten die Finger und Hornhaut ordentlich, dafür kann man sich aber auch das Chalken sparen.

Einen Trainingsbereich sucht man vergeblich, wohl auch weil er nicht in das Konzept der „BoulderAIRea“ passt, das ja nahe am Bouldern in der Natur sein soll und dort steht auch kein Campusboard neben dem Boulderblock.

Fehlende Sicherung in der BoulderAIRea

Fehlende Sicherung in der BoulderAIRea

Ein Manko ist aus meiner Sicht die zum Teil fehlende Absicherung mit Weichbodenmatten. Diese finden sich zwar im Zentrum der Anlage, wer jedoch auch die Aussenseite nutzen will muss entweder sein eigenes Crashpad mitbringen oder sich eines ausleihen. Grade für Boulderanfänger können aber der Umgang damit, sowie das richtige Spotten zu Problemen oder gar Verletzungen führen. Genauso klar ist das Boulderer, die gerne mal alleine gehen sich gar nicht komplett Absichern können.

 

Community, Bistro, Sanitärbereich und Frequentierung

Blick auf den "Bistrobereich" der BoulderAIRea

Blick auf den “Bistrobereich” der BoulderAIRea

Die Anlange ist meistens ziemlich leer und man hat reichlich Platz sich auszutoben, wenn man doch mal das Gespräch sucht findet man gut Anschluss. Ein Bistro im Sinne eines kleinen Restaurants sucht man allerdings vergeblich, doch kann man Kleinigkeiten kaufen und es sich auf ein paar Bierbänken gemütlich machen.

 

Umkleiden und Sanitäranlagen sind mit Ausnahme einer „Dixi“-Toilette nicht vorhanden.

Fazit

Die „BoulderAIRea“ bietet eine nette Abwechslung für Boulderer, die die voll gechalkte Luft in den Hallen satt haben. Die Preise sind mit 6 Euro für die Tageskarte ok und für 8 Euro kann man sogar die Anlage und die umliegenden Freibäder nutzen. Leider hat die BoulderAIRea bald Winterpause, wer also die Anlage 2011 noch testen will muss schnell sein.

Mit sportlichen Grüßen

Alex

Ein Kommentar

  1. Hallo,
    ich habe eueren Bericht wie auch die anderen Berichte die Ihr regelmäßig über neue Klettermöglichkeiten verfasst, wie immer mit großem Interesse gelesen. Ich gehe nun seit der letzten Saison mit großer Begeisterung in die BoulderAIRea. Alexander muss wohl letztes Jahr da gewesen sein, da es zwischenzeitlich auch ein Campusboard gibt und die Frequentierung der Anlage doch seit der letzten Saison ordentlich zugenommen hat. Aber zum Glück ist es nie so überfüllt wie z.B. in verschiedenen Hallen, so dass man trotzdem immer noch genügend Platz hat, ohne sich gegenseitig auf die Füße zu treten oder ein Pläuschchen zwischendurch halten kann.
    Vor allem möchte ich den Preis erwähnen der ausnahmslos günstig ist, so dass man durchaus auch auf eine Umkleide verzichten kann (die hat man ja beim Bouldern in der freien Natur auch nicht.) Der Preis mit 6.- Euro für eine Tageskarte Erwachsene mit der man den ganzen Tag Kommen und gehen kann, sowie der Stundenkarte für 3 Euro sind äußerst fair und ich kann euch nur empfehlen es auch mal auszuprobieren.

    Mit bergsportlichen Grüßen

    Claudia

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