Alpin

Buchvorstellung: Rother Hochtouren Ostalpen

05.10.2011

Buchvorstellung: Rother Hochtouren Ostalpen

Die 3000er der Ostalpen bieten ambitionierten Bergwanderern, aber auch erfahrenen Bergsteigern und Kletterern abwechslungsreiche und relativ einfach zu erreichende Herausforderungen im Hochgebirge. Der Hochtourenführer Hochtouren Ostalpen – 100 Fels- und Eistouren zwischen Bernina und Tauern stellt die Vielfalt der Hochtouren-Gipfel und -Anstiege in dieser Region vor, gibt sachliche Informationen zu den Anforderungen sowie den Besonderheiten der Routen und fasziniert nicht zuletzt mit einer Unmenge an bestechend schönen Hochtouren-Fotos, die Lust zum weiterlesen, aber auch zum Ausprobieren der Routen macht.

Eine Auswahl der schönsten Hochtouren der Ostalpen

Hochtouren Ostalpen - Nicht im Taschenbuchformat, aber doch handlich präsentiert sich der Hochtourenführer

Hochtouren Ostalpen - Nicht im Taschenbuchformat, aber doch handlich präsentiert sich der Hochtourenführer

Schon beim ersten Durchblättern des Hochtourenführers “Hochtouren Ostalpen” stellt man fest, dass er dem Untertitel “100 Fels- und Eistouren zwischen Bernina und Tauern” absolut gerecht wird. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Die meisten Hochtouren befinden sich in den Regionen Bernina, Ortler, Ötztaler Alpen und in den hohen Tauern und decken damit die schönsten und zentralen Hochtouren-Hotspots der Ostlapen ab. Aber auch Ausreiser, wie die obligatorischen Touren auf die Marmolata oder im Adamello-Massiv befinden sich unter den 100 Touren. Gerecht wird der Hochtourenführer auch seinem Titel “Fels- und Eistouren”, denn die aufgeführten Touren bieten ein breites Spektrum an Schwierigkeitsgraden und ganz unterschiedlichen Charakteren. So wird beispielsweise der beliebte Gletscherhatscher auf den Similaun (PD-) genauso aufgeführt, wie die urige Eistour durch die benachbarte Hintere Schwärze Nordwand (AD, 60°) oder die rassige und relativ selten begangene Gradkletterei über den Nordwestgrat auf den Großglockner (D-, bis IV, bis 50°).

Die Auswahl der Touren ist also vorbildlich und bietet sowohl Bergwanderern, die einen risikoarmen Einstieg in die vergletscherten Höhen der Hochtouren-Gipfel suchen, als auch erfahrenen Kletterern, die auf der Suche nach neuen sportlichen Herausforderungen sind, viel Lesestoff und Inspiration. Das große Spektrum der Anforderungen ermöglicht dabei dem Leser, mit dem Buch zu wachsen, denn ist ein Ziel erreicht, schlägt der Hochtourenführer sogleich neue und auch einen Tick schwierigere Ziele vor.

Übersichtliche Präsentation der Hochtouren

Ansprechend und übersichtlich gestaltet - jede Hochtour auf ca. 3 Seiten

Ansprechend und übersichtlich gestaltet - jede Hochtour auf ca. 3 Seiten

Die Präsentation der Hochtouren bewegt sich dabei geschickt zwischen sachlich und emotional. Zu jeder Tour gibts eine Informations-Box, die die wichtigsten Fakten der Tour zusammenfasst. Das sind zum einen Informationen zu Schwierigkeit und evtl. über die normale Hochtourenausrüstung hinausgehende Ausrüstungsempfehlungen (z.B. Klemmkeile, zusätzliche Eisschrauben usw.), aber auch Informationen zur Infrastruktur (Hütten, Ausgangspunkt usw.), Zeiteinschätzungen sowie Karten-Empfehlungen. Darüber hinaus wird jede Route mit einem Vorwort vorgestellt, oft motivieren und inspirieren dabei die ersten Sätze schon zum weiterlesen, wenn nicht gleich zum Zusammenpacken der Hochtouren-Ausrüstung. Das Kernstück der Routenvorstellung stellt dabei eine detaillierte Routenbeschreibung dar, in der Schlüsselstellen, besondere Gefahren oder andere zu beachtende Punkte gut und detailliert erklärt werden. Nicht zuletzt wird jede Hochtour dabei mit mindestens einem, meist sehr schönen, Farbfoto vorgestellt, dazu kommt für jede Route eine topgraphische Karte im Maßstab 1:50.000. Bei insgesamt 320 Seiten und 100 Touren bleiben für jede Hochtour ungefähr 3 Seiten, welche optimal ausgenutzt werden.

Pflichtlektüre für Bergsteiger: Hochtouren Ostalpen und das Bergzeit Handbuch

Pflichtlektüre für Bergsteiger: Hochtouren Ostalpen und das Bergzeit Handbuch

Die Autoren

Die beiden Autoren, Edwin Schmitt, geboren 1959 in Weinheim an der Bergstraße und Wolfgang Pusch, geboren 1975 in München sind beide seit Jahren in den hohen Bergen der Ostalpen unterwegs. Edwin Schmitt ist dabei fester Mitarbeiter im Bergverlag Rother und lebt in München, Wolfgang Pusch betreibt beruflich eine Firma, die hochwertige Gebirgsreliefs und Bergmodelle herstellt.

Zusammenfassung:

Edwin Schmitt & Wolfgang Pusch: Hochtouren Ostalpen – 100 Fels und Eistouren zwischen Bernina und Tauern
320 Seiten, erschienen im Rother Verlag München, 4. Auflage 2011
Preis: 29,90 bei bergzeit

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*