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Testbericht Benzinkocher - SOTO Muka

19.06.2011

Testbericht Benzinkocher – SOTO Muka

Einen Benzinkocher welchen man wie einen Gaskocher zünden kann, ohne das übliche Vorheizen mit Flüssigbenzin? Das verspricht zumindest die japanische Edelschmiede SOTO. Ich konnte mir einen der ersten Mukas bei uns genauer betrachten, den Kocher ausgiebig testen und bin nach den gewonnenen Eindrücken begeistert.

Im Lieferumfang ist beim Muka Kocher der Brenner, die Pumpe, Windschutz und Hitzeschild für den Boden, sowie einer kleinen Tasche für den Brenner und das Wartungsmaterial. Die Muka Flasche mit extragroßer Öffnung muss man extra erwerben.

Die Verarbeitung ist tadellos. Ein Großteil der Pumpenteile sind aus Aluminium oder Messing gefertigt. Der Brennerkörper aus Aluguss, die Beine aus Edelstahl. Trotz der robusten Bauweise ist der Muka immer noch relativ leicht. Brenner und Pumpe wiegen jeweils 160 Gramm. Damit ist der Muka leichter als viele Konkurrenzprodukte. Durch die klappbaren Beine und den sehr flexiblen, weichen Schlauch ist das Packmaß einfach genial klein.

In der Bedienung unterscheidet sich der Muka in einigen Punkten von anderen Benzinkochern. So braucht die Benzinflasche sehr viel Druck (ca. 70 Pumpenhübe bei voller 700ml Flasche). Das großes Luftpolster in der Flasche wird benötigt, da das System viel Luft zur Zündung verbraucht. Zur leichteren Überwachung hat SOTO dem Muka eine Druckanzeige spendiert.

Der Anschluss der Benzinleitung an die Pumpe erfolgt über eine Schnellkupplung, welche beim Abziehen automatisch die Pumpe abdichtet.

Auffällig ist außerdem das Bedienrad an der Pumpe, welches über 4 verschiedene Rastpunkte verfügt.

- Beim Zünden wird deutlich was den Muka so besonders macht. In der START-Stellung erzeugt die Pumpe selbst ein zündfähiges Benzin-Luftgemisch womit der Brenner vorgeheizt wird. Ein Zündeln mit Flüssigbrennstoff wird so vermieden. Das hat im Test einwandfrei funktioniert.

- Wenn der Brenner und Generator nach etwa 10-20 Sekunden Betriebstemperatur erreicht hat, kann man das Einstellrad für den Kocherbetrieb auf die RUN-Stellung drehen.

- Möchte man den Kocher ausschalten dreht man das Rad weiter auf AIR-Stellung. Die Benzinleitung wird frei geblasen und die Flamme erlischt.

- In der STOP-Stellung ist die Pumpe geschlossen.

Des weiteren kann man das Bedienrad in allen Stellung niederdrücken (LOCK), was einem Not-Aus beim Kocherbetrieb und einer Transportsicherung gleichkommt.

Als Brennstoff sollte man nur Reinbenzin, wie Primus Powerfuel oder bleifreies Benzin verwenden. Superbenzin oder Premiumbrennstoffe enthalten Additive welchen den Generator verstopfen könnten.

SOTO beweisen mit dem Muka ein weiteres Mal nach dem Micron Stove ihre  hohe Innovationsfähigkeit. Leider hat diese auch ihren Preis. Wer auf der Suche nach einem hochwertig verarbeiteten Kocher mit dem gewissen Etwas ist, wird bei dem Muka aber auf alle Fälle fündig.

Ich bin nach dem Test von Verarbeitung, Bedienung jedenfalls sehr angetan. Der Muka bekommt von mir deswegen eindeutig eine Empfehlung auch wenn Langzeiterfahrungen natürlich noch fehlen.

Die techn. Daten im Überblick:

  • Leistung: 4000kcal/h ; 4650 W ; 15800 BTU
  • Brennstoff: Reinbenzin, bleifreies Benzin
  • Brenndauer: 1h bei maximaler Leistung, dabei Verbrauch von 480 ml Benzin
  • Gewicht: 160g Brenner; 160g Pumpe

Ein Kommentar

  1. Hi,
    160 Gramm sind ja wirklich sehr leicht für einen Benziner. Habt ihr Unterschiede festgestellt zwischen der Benutzung mit Reinbenzin im Vergleich zu bleifreiem Tankstellenbenzin? Preislich ist der Unterschied ja deutlich.

    Liebe Grüße!
    Axel

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