Outdoor

Fjällräven G-1000

17.05.2011

Fjällräven G-1000

Fjällräven – Outdoor Klassiker ohne modisches Geschnörkel

Alles begann 1960 in einem kleinen Kellerraum in Örnsködsvik. Ake Nordin, Gründer von Fjällräven war fest davon überzeugt, dass es möglich sein müsste Outdoor Ausrüsung und Bekleidung besser machen zu können.

1966 stattete Fjällräven die skandinavische Grönlandexpedition mit für die damalige Zeit revolutionären Zelten aus, die sich als großer Erfolg für die Expedition als auch für Fjällräven erwiesen. Auf Grund der Unzufriedenheit der Expeditionsteilnehmern mit der damals verfügbaren Outdoor Bekleidung, begann Ake sich ernsthaft Gedanken über die Herstellung von Jacken und Hosen für den Outdoor Bereich zu machen.

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Aus Versuchen mit verschiedenen Stoffen für die Fjällräven Zelte hatte Ake noch einen Stoff übrig, der für das geringe Zeltgewicht zu kräftig war. Mit seiner eigenen Jacke als Vorlage fertigte er damit die erste Fjällräven Jacke an. Da die Grönland-Expedition der Anstoß war, nannte er das Gewebe G-1000 (G für Grönland). Nach Tests im Fjäll zeigte sich, dass das Gewebe genau die Eigenschaften hatte, die Ake suchte: schnell trocknend, extrem strapazierfähig. Was dem neuen Mischgewebe (65% Polyester, 35% Baumwolle) von Fjällräven noch fehlte war eine gute Imprägnierung ohne die Atmungsfähigkeit zu sehr zu verschlechtern.

Als Ake nachdachte, wie er dieses Problem für Fjällräven lösen könnte, erinnerte er sich an die Bilder von der Sprungschanze in seinem Heimatdorf. Damit das Gesäß der Springer während der Wartezeit auf dem Balken nicht naß wurde, wurden nicht nur die Ski gewachst sondern auch gleich noch der Hosenboden als Schutz vor Feuchtigkeit. Darauf aufbauend startet Fjällräven mit einer Mischung aus Bienenwachs und Paraffin zu experimentieren. Das Wachs wurde mit dem Föhn von Akes Frau Elisabeth erwärmt und auf dem Stoff aufgetragen. Das Wachs machte das Fjällräven G-1000 Gewebe wasserabweisend, winddicht und noch strapazierfähiger. Das Wachs erhielt den Namen Grönlandwachs und einer der weltweit robustesten Outdoor Stoffe war geboren.

Fjällräven G-1000 Gewebe

  • Fjällräven G-1000 Original: doppelt gezwirnter, silikonisierter Faden der bereits ohne Wachs leicht wasserabweisend, UV-Schutz 50+ und moskitodicht ist. Durch das Wachs wird der Stoff winddicht und wasserabweisend. Das Wachs wäscht sich nach 3-4 Wäschen raus und muss dann wieder nachgewachst werden.
  • Fjällräven G-1000 Silent: Eine gebürstete Variante von G-1000, dadurch mit weicherer Oberfläche und geräuschärmer. Durch das Bürsten wird das Gewebe etwas schwächer, dafür raschelfrei. Ideal für Jagd und Tierbeobachtung.
  • Fjällräven G-1000 Lite: Wiegt im Gegensatz zum normalen G-1000® mit 192g/m² nur 160 g/m². Ist also rund 20% leichter. Dadurch auch kühler und besser für Sommer und als Reisebekleidung geeignet. Der Stoff ist mit Ripstop-Fäden genäht. Dadurch ist er trotz seines relativ niedrigen Gewichts sehr strapazierfähig.
  • Fjällräven G-1000 Eco: Neu im Programm von Fjällräven. Produziert aus 65% Recyclingpolyester, 35% ökologische Baumwolle.

Pflege von Fjällräven G-1000 Bekelidung

  • Verreibe eine dünne, gleichmäßige Schicht Grönlandwachs auf dem Stoff. An exponierten Stellen wie Schulter- und Kniebereicht etwas mehr auftragen. Der Stoff sollte gut mit Wachs bedeckt sein.
  • Das Wachs mit einem Fön oder altem Bügeleisen zum Schmelzen bringen, so dass es in die Fasern einzieht.
  • Je nach Einsatz kann man sein Bekleidungsteil perfekt konfektionieren: Zum Beispiel beim Rucksack-Trekking, das Wachs überall, nur nicht im Rückenbereich wo der Rucksack aufliegt, wachsen. Damit erhält man vorne eine wasserdichte Jacke, die im Rückenteil aber perfekt atmen kann und Feuchtigkeit nach außen transportieren kann. Für Reisen in warme, trockene Länder kann man das Wachs nur Wäsche bei 40 Grad in der Maschine wieder entfernen. Und erhält so ein angenehm kühles Kleidungsstück, welches maximal atmet.

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