Testberichte

Freerideski Scott Mega Dozer im Test

14.05.2011

Freerideski Scott Mega Dozer im Test

Im Bergzeit Outdoor Center in Gmund steht der Scott Mega Dozer, neben vielen anderen Freerideski, Tourenski und Telemarkski für jedermann zum Testen bereit.

Mein erster Gedanke war: “Dickes Ding! – Brauchst”. Der Scott Ski ist 185cm lang hat einen Tip und Tail Rocker und misst in der Mitte stolze 12cm (141-119-133 Maße in mm). Wenn man den Ski in die Hand nimmt, erkennt man eine durchaus stabile Skimitte (Die Scott Ingenieure haben hier Titanal Platten verbaut) und zwei Butterweiche Rocker Schaufeln an den Skispitzen und Skienden. Besonders auffällig ist das moderne, immer häufiger auftretende Skidesign in Form von Reverse Camber – Traditional Camber – Reverse Camber gepaart mit Early Taper. Das heißt soviel wie eine lange sich verjüngende (mit Einzug zur Skimitte) Rocker Schaufel an der Spitze des Skis, darauf folgt wie vom traditionellen Alpin Ski gewohnt Vorspannung und Sidecut unter der Bindung und das Ende des Skis verjüngt sich wieder ab dem Beginn der langgezogen Rocker Schaufel. Beim Scott Mega Dozer fällt das noch sehr dezent aus. Besonders ausgeprägt ist diese Bauart bei den artverwandten Freeridern wie dem Armada JJ oder dem Rossignol S7.

Soviel zur Theorie, fahren konnte ich den Scott Mega Dozer dann endlich in 30 cm frisch gefallenem Powder. Über abtauchende Skispitzen muss man sich mit diesem reinrassigen Freerider keine Sorgen mehr machen. Die sensiblen Tip Rocker schwimmen sofort auf, und verleihen ein absolut stabiles und sicheres Fahrgefühl. Überrascht hat mich vor allem auch die Wendigkeit des doch sehr breiten und gewichtigen Skis und des doch sehr gerade wirkenden Sidecuts. Auch beim Treeskiing zwischen eng gesteckten Bäumen sind kurzfristige Richtungsänderungen mit dem Scott Ski durch leichte Impulse möglich. Das verdankt der Ski vermutlich der oben erwähnten Bauart der Firma Scott.

Der Ski hat also super Spaß gemacht, bis nach erfolgreich erledigter Umpflügearbeit dann noch eine bockharte und mit Eisbrocken durchsetzte Talbafahrt auf der Piste anstand. Das war definitiv nicht das Terrain des Scott Mega Dozer. Die weichen Skispitzen begannen zu flattern und sich zu verbiegen und der Ski versuchte schon mal ungefragt die Richtung zu verändern. Aber wen kümmern nach einem erfolgreichen Powdertag die letzten Pflicht Schwünge

Insgesamt ein super wendiger Ski mit großartigem Surffeeling im Powder der einem das Grinsen nur so ins Gesicht nagelt. Der obligatorische Spruch am Lift: “Host scho wieder an neuen Wasserski, ha?” ließ auch nicht lange auf sich warten. Daumen hoch für den Mega Dozer!

Freerideski Scott Megadozer an der Kampenwand

Freerideski Scott Megadozer an der Kampenwand

In der Saison 2011/12 gibts den Scott Mega Dozer übrigens auch in 195 cm mit 124mm unter der Bindung. Damit erweiter Scott die Mega Dozer Serie zum Glück um einen echten Männer Ski.

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