Testberichte

O-Synce Macro High X Radcomputer im Test

01.08.2014

O-Synce Macro High X Radcomputer im Test

Die Macro-Familie stellt laut dem Unternehmen O-Synce, mit Sitz in Weinheim, den großen Bruder der O-Synce Mini-Familie im Bereich Radcomputer dar. Wobei “Macro” dann eher auf die inneren Werte bezogen sein muss. So ist der Macro Radcomputer zwar deutlich größer als der Mini (der damit seinem Namen durchaus gerecht wird), mit den Abmessungen einer Streichholzschachtel aber dennoch kein Riese. Der O-Synce Macro Radcomputer ist insgesamt in vier Versionen verfügbar. Als Macro Free in der Standard-Einsteiger-Version mit kabelloser Übertragung, außerdem in einer Version mit Höhenmesser und dem Namenszusatz „High“ (Macro High Free), sowie als kabellose Version mit ANT+ Übertragungsprotokoll, gekennzeichnet durch den Zusatz „X“ im Namen (Macro X), und in der Kombination von „High“ und „X“, der sämtliche Funktionen enthaltenden Profi-Version. Und eben diesen O-Synce Macro High X Radcomputer habe ich getestet.

Lieferumfang

Der Lieferumfang des O-Synce Macro High X.

Der Lieferumfang des O-Synce Macro High X.

Im Lieferumfang des O-Synce Macro High X befinden sich Tacho, Lenkerhalterung und Geschwindigkeitsabnehmer sowie Magnet und Anleitung. Dank ANT+ Übertragung ist der Tacho aber ohne riesige Investitionssummen leicht in einen Multifunktionsradcomputer umzuwandeln, welcher der Konkurrenz in nur Wenigem nachsteht.

Zusätzlich nutze ich zur Zeit einen VDO ANT+ Herzfrequenzgurt, wobei hier auch jeder beliebige andere Hersteller kompatibel ist, zum Beispiel O-Synce selbst, Garmin und viele weitere. Außerdem lassen sich sämtliche ANT+ Trittfrequenz-Sensoren, sowie Kombinationen aus Trittfrequenz und Speed-Sensor koppeln. Für ambitionierte Sportler wird zudem die Möglichkeit geboten einen ANT+-fähigen Leistungsmesser zu koppeln.

Klein aber fein: Der O-Synce Macro High X im Überblick

Das Display ist übersichtlich, lässt sich jedoch nicht selbst konfigurieren bzw. personalisieren.

Das Display ist übersichtlich, lässt sich jedoch nicht selbst konfigurieren bzw. personalisieren.

Das Display des Macro ist übersichtlich aufgeteilt. So befindet sich im oberen Teil die statische Anzeige der Momentangeschwindigkeit sowie der aktuellen Temperatur. Die darunterliegenden zwei Displayzeilen sind variabel und lassen sich via Daumenschalter an der Halterung durchschalten. Trotz der kleinen Bauweise ist das Display gut lesbar. Dennoch zeigen sich auch leichte Schwächen, da sich das Display nicht, wie oft gewünscht, selbst konfigurieren und personalisieren lässt. Außerdem hat es keine Hintergrundbeleuchtung, was bei Fahrten im Dunkeln die Trainingskontrolle erschwert.
Durch die optional erhältliche USB-Dockingstation lassen sich aufgezeichnete Trainingsdateien downloaden und in die hauseigene kostenlose Software TrainingLab importieren und analysieren. Diese bietet auch die Möglichkeit, sich auf Basis der Dateien einen Trainingsplan via Trainingsplan.org erstellen zu lassen, welcher sich anhand der hochgeladenen Dateien automatisch an den aktuellen Trainingsstand anpasst.

Aufgrund der kleinen Bauweise besitzt der O-Synce Macro High X keine Knöpfe am Gehäuse und lässt sich somit nur am Rad über die Halterung steuern. Von dieser werden zwei Versionen angeboten. Die Standardhalterung (im Lieferumfang) mit Knöpfen direkt unter dem Computer am Lenker, sowie die RC-Halterung (Remote Control) mit „ausgelagertem“, kabelgebundenen Bedienelement, welches sich an jede beliebige Stelle des Lenkers montieren lässt. Ich nutze sowohl am Mountainbike als auch am Rennrad die Standardhalterung und komme damit gut zurecht, wer jedoch in Wurzelpassagen gerne die Anzeige wechseln möchte, für den sei die RC-Halterung angeraten.

Bedienung: Der Radcomputer in der Praxis

Die Bedienung des O-Synce Macro High X erfolgt über einen Schalter an der Halterung. Der Fahrradcomputer selbst besitzt keine Knöpfe.

Die Bedienung des O-Synce Macro High X erfolgt über einen Schalter an der Halterung. Der Fahrradcomputer selbst besitzt keine Knöpfe.

RC-Halterung mit ausgelagerter Bedienung

RC-Halterung mit ausgelagerter Bedienung

Die Bedienung des O-Synce Macro High X via Daumenschalter an der Halterung läuft aufgrund der nur drei Tasten einfach von der Hand, jedoch wenig intuitiv, sodass ein Lesen der Anleitung auch für technisch versierte Menschen ratsam ist. Nach ein paar Trainingsfahrten hat man die wichtigsten Knopfkombinationen aber gelernt. Trainingsaufzeichnungen werden mit der Stoppuhrfunktion gestartet und gestoppt. Ist das blinkende Stoppuhrzeichen links unter der Geschwindigkeitsanzeige zu sehen, werden die Daten aufgezeichnet. Gestartet und gestoppt wird das ganze durch Navigieren in den Stoppuhrmodus mit der unteren Taste und dann Halten der oberen Taste für zwei Sekunden. Durch Drücken der mittleren Taste lässt sich eine neue Runde beginnen. Jeweils die letzten 20 Runden lassen sich anzeigen, danach beginnt die Anzeige wieder mit Lap 1, welche dann der Runde 11 entspricht. Am Ende des Trainings sollte die Stoppuhr gestoppt und damit die Aufzeichnung beendet werden, da der Macro High X nicht automatisch stoppt, wenn er aus der Halterung genommen wird. So kam es bei mir schon einige Male vor, dass ich den Radcomputer ohne zu stoppen aus der Halterung genommen habe und dann wieder zurück zum Rad musste, um die Aufzeichnung per Schalter an der Halterung zu stoppen, da der Computer nicht von selbst in den Ruhemodus wechselte.

Auswertung dank kostenloser Software leicht gemacht.

Auswertung dank kostenloser Software leicht gemacht.

Das Auslesen der Trainingsdaten funktioniert bei O-Synce Radcomputern mit der frei zum Download stehenden Software Trainingslab: herunterladen, installieren, starten, Computer in die USB-Station stecken und in der Software den Download starten. Am Radcomputer selbst muss nichts gemacht werden – wo auch, er hat ja keine Knöpfe. Nach dem Download lassen sich die Dateien in der Software anzeigen und analysieren. Vor dem ersten Start einer Softwarefunktion wird jeweils eine kurze Hilfe angezeigt, welche einem die Bedienung erklärt. Über die Software lässt sich der O-Synce Macro High X auch konfigurieren.

Um eine relativ genaue Abbildung des Trainings zu bekommen, empfiehlt es sich in der Software das Speicherintervall auf den niedrigsten Wert von 5s einzustellen, damit auch kürzere Leistungsspitzen mit aufgezeichnet werden. Bei größeren Speicherintervallen besteht die „Gefahr“, die Trainingsdaten zu verfälschen, wenn zum Beispiel kurze Intervalle gefahren werden.

Test-Fazit zum O-Synce Macro High X Radcomputer

Der Macro High X ist ein vollwertiger Fahrradcomputer, welcher durch sein geringes Gewicht und seine kompakten Außenmaße besticht. Durch den Empfang des Ant+ Protokolls lässt er sich vielseitig erweitern und dank optionaler USB-Dockingstation auch zur Trainingsauswertung nutzen.

Der O-Synce Macro High X empfiehlt sich vor allem für Radsportler, die auf eine cleane Optik stehen und ihren Fahrradcomputer nur zum Aufzeichnen/Analysieren nutzen möchten. Dank gut lesbarem Display hat man immer alles im Blick, die Trainingsinhalte wie Intervalle müssen aber eigenständig gestoppt werden. Die Rundumlösungen finden sich dann erst in höheren Preisgefügen, und in zum Teil wesentlich größeren Geräten.

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