Reise

Tanz auf dem Vulkan – Wandern auf Teneriffa

27.05.2014

Tanz auf dem Vulkan – Wandern auf Teneriffa

Sonne, Strand, Meer und Berge – Teneriffa ist das ideale Urlaubsziel um einen Bade- mit einem Wanderurlaub zu kombinieren.

Der Teide dominiert fast überall auf Teneriffa das Landschaftsbild. | Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Der Teide dominiert fast überall auf Teneriffa das Landschaftsbild. | Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Die vulkanische Landschaft der Kanaren beschert den Inseln nicht nur eine mondähnliche Landschaft und Strände mit schwarzem Sand, sondern macht sie auch zu einem besonderen Erlebnis für Wanderer. Das gilt vor allem für Teneriffa. Denn der Nationalpark um den Pico del Teide gehört zu den faszinierendsten Vulkanlandschaften in Europa. Der Vulkan selbst ist mit 3.718 Metern der höchste Europas, der dritthöchste Inselvulkan der Welt und der höchste Berg Spaniens. Der Blick vom Gipfel ist atemberaubend. Bei gutem Wetter schauen Wanderer nicht nur auf Teneriffa, sondern auf mindestens vier weitere Inseln des Archipels.

Vom Flughafen über das Hotel zum Gipfel – die Anreise

Der Teide ist Spaniens höchster Berg und der dritthöchste Inselvulkan der Welt. Der Gipfel lässt sich als Tagestour aber auch mit einer Übernachtung in Angriff nehmen. | Foto: Udo Kasper/Pixelio.de

Der Teide ist Spaniens höchster Berg und der dritthöchste Inselvulkan der Welt. Der Gipfel lässt sich als Tagestour aber auch mit einer Übernachtung in Angriff nehmen. | Foto: Udo Kasper/Pixelio.de

Das Gute an Teneriffa ist, dass sich die Insel rund ums Jahr für einen Urlaub am Strand und in den Bergen eignet. Von Mitteleuropa aus steuern alle Fluggesellschaften den Flughafen im Süden der Insel an, der rund 45 Kilometer vom Nationalpark Teide entfernt ist. Wer über Madrid reist, kann unter anderem mit Iberia auch zum kleineren Airport bei Santa Cruz de Tenerife fliegen.
Hotels gibt es auf Teneriffa in Hülle und Fülle. Wer sich Unterkunft und Flug nicht mühsam selbst zusammensuchen möchte, kann auf Urlaubsportalen wie z.B. Check24 eine Pauschalreise buchen und Wandern direkt als Auswahlkriterium für das Sportangebot der verfügbaren Hotels mit eingeben.

Für die Anreise zum Teide Nationalpark empfiehlt sich genau wie für den gesamten Teneriffa-Aufenthalt ein Mietwagen. Von las Américas und Puerto de la Cruz aus besteht aber auch die Möglichkeit, mit den Buslinien 342 beziehungsweise 348 anzureisen. Die Fahrer lassen Wanderer auf Nachfrage beim Ausgangspunkt der Wanderung auf 2.350 Metern Höhe aussteigen.

Sendero 7: Genehmigung und Ausrüstung für den Aufstieg zum Teide

Der lange Aufstieg zum Teide lässt sich mit der Seilbahn abkürzen. Die letzten Meter sind dennoch zu Fuß zu meistern. Permit erforderlich! | Foto: Janusz klosowski/pixelio.de

Der lange Aufstieg zum Teide lässt sich mit der Seilbahn abkürzen. Die letzten Meter sind dennoch zu Fuß zu meistern. Permit erforderlich! | Foto: Janusz klosowski/pixelio.de

Insgesamt stehen Besuchern des Nationalparks zwölf Wanderwege, die so genannten Senderos zur Auswahl. Der Sendero 7, der von der der Montaña Blanca bis zum Gipfel des Teide führt, gilt mit einer Strecke von elf Kilometern und einem Anstieg um 1.400 Höhenmeter als Königsdisziplin. Weniger geübte Wanderer können den Weg auch auf zwei Tage verteilen und eine Nacht in der Schutzhütte Refugio de Altavista verbringen. Diese ist allerdings von November bis März/April geschlossen. Je nach Kondition beträgt die Gesamtdauer der Wanderung sechs bis acht Stunden.

Für den letzten Wegabschnitt bis zum Krater des Vulkans ist eine kostenlose Genehmigung der Behörden erforderlich. Hierfür müssen Reisende die Erlaubnis entweder kurzfristig und persönlich im Büro des Nationalparks in Santa Cruz einholen oder sie mindestens eine Woche vor dem geplanten Aufstieg per Fax beantragen. Für den Antrag sind die Kopie des Personalausweises sowie die Ausweisnummern aller teilnehmenden Wanderer erforderlich. Die Genehmigung wird bei der Bergstation der Seilbahn von einem Ranger überprüft.

Bei der Ausrüstung sollten Sie insbesondere im Winter darauf achten, dass Sie trotz der warmen Temperaturen an der Küste ausreichend warme Kleidung mitnehmen. Während die Temperaturen in den Badeorten auch im Winter bei über 20 Grad liegen, fallen Sie auf dem Gipfel auch im Sommer auf unter 5°C. Mütze, Handschuhe, stabile Wanderschuhe, ausreichend Wasser und ein guter Sonnenschutz samt Sonnenbrille gehören zur Grundausrüstung. Ansonsten sind mehrere dünne Lagen empfehlenswerter als eine dicke Jacke, damit Sie sich Stück um Stück wärmer anziehen können.

Der Weg auf den Gipfel

Foto: Lothar Henke/pixelio.de

Tagsüber am Berg, abends am Meer: Sonnenuntergang auf Teneriffa im Hafen von Los Cristianos. | Foto: Lothar Henke/pixelio.de

Stellen Sie sich darauf ein, dass eine Vulkanwanderung ihre Besonderheiten birgt: Die Beschaffenheit des Bodens reicht von sandig bis extrem scharfkantig. Die Luft wiederum kann insbesondere in der Nähe des Kraters Schwefelgase enthalten, die nicht nur übel riechen, sondern auch gefährlich sein können und nicht zu lange eingeatmet werden sollten. Da es sich um eine Wanderung in einem geschützten Nationalpark handelt, dürfen Besucher die Wege nicht verlassen. Seit 2005 ist auch das Rauchen auf dem Gelände verboten. Wer sich nicht an die Regeln hält und dabei von einem Ranger erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Vor dem Ausblick vom Gipfel des Vulkans gilt es allerdings den Aufstieg zu bewältigen. Insbesondere beim ersten, etwas leichteren Abschnitt bis zum Fuß der Montaña Blanca sollten Bergsportler darauf achten, nicht zu schnell zu gehen. Denn der zweite Teil bis zum Refugio de Altavista führt in wesentlich steileren Serpentinen auf 3.200 Meter Höhe. Von dort aus beginnt der steilste und konditionell anspruchsvollste Abschnitt bis zum Krater des Pico del Teide. Am Gipfel angekommen, belohnt die spektakuläre Aussicht die Wanderer für ihre vorangegangenen Mühen.

Ein Kommentar

  1. Teneriffa ist echt ein schönes Reiseziel. Ich war selbst einmal auf dem Teide, allerdings bequem mit dem Touribus hochgefahren:) Aber nichtsdestotrotz ein Wahnsinnsausblick von dort oben. Oben liegt Schnee, man ist über den Wolken und wenn es sich aufklärt kann das Meer direkt sehen..

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