Testberichte

Osprey Xenith 105: Trekkingrucksack im Test

31.03.2014

Osprey Xenith 105: Trekkingrucksack im Test

Mit dem Osprey Xenith 105 kommt man sicher nicht in Pack-Engpässe: Der Trekkingrucksack bietet genug Platz für Ausrüstung und Kleidung auf mehrwöchigen Trekkingtouren. Und sitzt auch vollgepackt perfekt auf dem Rücken.

Als wir unsere knapp vierwöchige Alaska-Abenteuerreise planten und unsere Ausrüstung stetig weiter wuchs, wurde uns recht schnell bewusst, dass unsere ausgedienten 60- beziehungsweise 70-Liter Rucksäcke den Anforderungen nicht gerecht werden würden. Daher machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Weggefährten und fanden diesen im Modell Xenith 105 des Herstellers Osprey. Eine gute Wahl, wie ihr im folgenden Testbericht lesen werdet.

Ein Trekkingrucksack für anspruchsvolle Mehrwochentouren

Osprey Xenith 105 Trekkingrucksack

Bietet genug Verstauraum für mehrwöchige Trekkingtouren: der 105-Liter-Trekkingrucksack Xenith von Osprey.

Der Osprey Xenith 105 wurde bei einer mehrwöchigen Trekking- und Klettertour im September 2013 in Alaska ausgiebig auf seine Tourentauglichkeit, insbesondere bei mehrwöchigen Unternehmungen, geprüft. Das Packmaß wurde hierbei voll ausgeschöpft, sodass Kleidung und Essen für drei Wochen sowie ein kleiner Teil an Kletterausrüstung mit dem Trekkingrucksack transportiert werden konnten. Für die restliche Kletterausrüstung wurde eine extra Tragetasche mitgeführt. Das maximale Belastungsgewicht lag bei rund 30 Kilogramm, die Dauerbelastung bei etwa 20 Kilogramm.

Tragekomfort und Ausstattung des Osprey Xenith 105

Der wohl wichtigste Punkt bei der Wahl eines Rucksacks für anspruchsvolle Touren oder Expeditionen ist der Tragekomfort. Dieser ist beim Osprey Xenith 105 wirklich ausgezeichnet. Das gepolsterte Tragesystem hinterlässt keine Druckstellen und fühlt sich ausgesprochen angenehm an.

Perfekt sitzendes Schwergewicht mit optimaler Gewichtsverteilung.

Perfekt sitzendes Schwergewicht mit optimaler Gewichtsverteilung.

Weiterhin muss sich die benötigte Ausrüstung gut im Trekkingrucksack verstauen lassen. Die Fächeraufteilung des Osprey Xenith 105 ist äußerst praktisch und die vielen Taschen lassen keine Wünsche offen. Für jede Art von Ausrüstung findet sich die richtige Fächergröße, sei es das große Schlafsackfach oder die kleinen Taschen am Hüftgurt für Geldbeutel, Taschentücher oder Ähnliches. Man kann nahezu auf jedes Fach einzeln zugreifen, sodass man nicht immer den ganzen Rucksack auspacken muss, wenn man eine Kleinigkeit entnehmen möchte. Lediglich die Unterteilung von Schlafsackfach und Hauptfach erweist sich unterwegs teilweise als unpraktisch, da der Unterteilungsstoff an beiden Seiten nicht ganz geschlossen ist. So rutschen ab und an Gegenstände aus dem Hauptfach an dem Stoff vorbei in das unten gelegene Schlafsackfach, was zu unnötiger Sucherei und kurzer Verwirrung führen kann.
Die zweigeteilte Deckeltasche bietet massenhaft Platz zum Verstauen von kleinen Ausrüstungsgegenständen, die häufig gebraucht werden. Die elastischen Seitentaschen sind im Vergleich zu anderen Modellen ziemlich groß geraten, was das Mitführen von mehreren Trinkflaschen ermöglicht. Die Reißverschlüsse sind leichtläufig, auch nach mehrfachem Öffnen und Schließen lassen sich keine Abnutzungserscheinungen feststellen.

Durch zahlreiche Kompressionsriemen lassen sich viele sperrige Ausrüstungsgegenstände außen am Rucksack anbringen. Wir hatten beispielsweise unsere Schlafsäcke, Klettergurte, Wasserschuhe und Ähnliches an diesen Kompressionsriemen befestigt. In den Eisaxtschlaufen konnten wir unsere Eispickel befestigen und fanden sogar noch Platz, unsere Trekkingstöcke anzubringen, wenn wir sie nicht benötigten. So kommt zum ohnehin großen Packmaß noch zusätzlicher Stauraum hinzu.

Osprey Xenith 105

Für schweres Gepäck: Ein Begleiter auf Trekkingtour, der (fast) keine Wünsche offen lässt.

Einzige Schwachstelle des Trekkingrucksacks: Die Klippverschlüsse erscheinen gegenüber Schwerlastmodellen anderer Hersteller ziemlich klein und dementsprechend schwach. Nach zwei Wochen Belastung durch straff gezogene Riemen und außen angebrachte Ausrüstungsgegenstände (Schlafsack, Isomatte, Klettergurt) bestätigte sich dieser Eindruck, als beim zugegebenermaßen etwas ruckartigen Schließen eines Verschlusses ein solcher brach und folglich ausgetauscht werden musste. Das war es dann aber auch schon mit den “Schwachstellen” dieses funktionalen Trekkingrucksacks.

Mein Fazit zum Osprey Xenith 105

Der Osprey Xenith 105 ist ein sehr empfehlenswerter Mehrtages- oder Mehrwochenrucksack, der sich auf unserer Alaskatour bestens bewährt hat. Der Stoff ist stabil, das Tragesystem komfortabel, die Fächeranordung praktisch. Ich hätte mir etwas größere und stärkere Verschlussschnallen gewünscht, aber ansonsten lässt der Rucksack kaum Wünsche offen. Die graue Farbe lässt den Osprey Xenith 105 optisch nicht gerade glänzen, jedoch spricht die Funktionalität für sich.

Allgemeine Informationen zum Trekkingrucksack Osprey Xenith 105

  • Der Xenith 105 fasst ein Packvolumen von 105 Litern und hat ein Gewicht von 2,7 Kilogramm (Größe L) beziehungsweise 2,58 Kilogramm (Größe M). Die Maße belaufen sich auf 96 x 40 x 42 (L) beziehungsweise 94 x 40 x 42 (M)
  • Der Xenith 105 verfügt über eine Vielzahl von funktionellen Extras: Deckeltasche mit zwei Fächern, elastische Seitentaschen, Reißverschlusstaschen am Hüftgurt, Riemen für Isomatte, roter Kompressionsriemen, Schlafsackfach, seitliche Kompressionsriemen, seitliche senkrechte Reißverschlusstaschen, Stow-on-the-Go™, Stretch-Mesh-Fronttasche, Trinksystem, verstellbare Schultergurte sowie zwei Eisaxtschlaufen.
  • Die momentan einzige verfügbare Farbe ist graphitgrau.

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