Testberichte

LVS-Set im Test - Teil 2: Salewa Scratch T Schaufel & Ortovox 240 Economic Lawinensonde

14.04.2014

LVS-Set im Test – Teil 2: Salewa Scratch T Schaufel & Ortovox 240 Economic Lawinensonde

Im ersten Teil meiner “LVS-Serie” habe ich über das Mammut Element Barryvox LVS-Gerät berichtet. Eine anständige Lawinenschaufel und eine Lawinensonde gehören ebenfalls zur absoluten Standardausrüstung, wenn man gesichertes Pistengelände verlässt und sich ins freie Gelände begibt.

Im zweiten Teil möchte ich euch deshalb die Salewa Scratch T Lawinenschaufel und die Ortovox 240 Economic Lawinensonde vorstellen, die ich für mein LVS-Set ausgewählt habe. Man muss hierbei jedoch vorab sagen, dass sich die meisten Schaufeln und Sonden nur wenig voneinander unterscheiden und die Entscheidung schlussendlich jedem selbst überlassen bleibt.

Salewa Scratch T Lawinenschaufel

Bei Lawinenschaufeln gibt es eine unglaubliche Auswahl: unterschiedliche Größen der Schaufelblätter, unterschiedlich lange Griffe, Alu oder Plastik, schwere und leichte, … Ich habe mir mein LVS als Set gekauft und konnte mir so Sonde und Schaufel für einen günstigen Aufpreis zum Lawinenpiepser aussuchen. Vor dem Kauf hatte ich mir einige Kriterien überlegt, die die Lawinenschaufel erfüllen sollte:

  • Kein Plastik, sondern stabiles Metall, um im Ernstfall eine robuste Schaufel zu haben.
  • Einen längeren, ausziehbaren T-Griff, um einen guten Hebel zu haben.
  • Kein übermäßig hohes Gewicht, aber auch keine extrem leichte Schaufel (da dies meist auf Kosten der Stabilität geht).
  • Gute Zusammenklappbarkeit der Schaufel, um sie gut im Rucksack verstauen zu können.
  • Kein zu hoher Preis.

Sicherlich, es hätte viele Lawinenschaufeln gegeben, die diese Anforderungen erfüllt hätten. Ich habe mich dann für die Scratch T Schaufel von Salewa entschieden, da sie gute Bewertungen hatte und alle meine Anforderungen erfüllte.

Material, Ausstattung, Gewicht

LVS-Set im Test: Salewa Scratch T Lawinenschaufel

Das Schaufelblatt der Salewa Sratch T ist aus Aluminium und sehr robust. Damit kann man im Ernstfall ordentliche Mengen Schnee wegschaufeln.

Das Gewicht beträgt rund 560 Gramm - es gibt Schaufeln, die leichter sind. Jedoch besitzen diese dann meist ein Schaufelblatt aus Plastik. Aus eigener Erfahrung muss ich allerdings sagen, dass ich mehr ein Freund von robusteren und steiferen Metallschaufeln bin. Daher kamen leichtere Plastikschaufeln für mich nicht in Frage. Das Schaufelblatt selbst ist aus gehärtetem Aluminium und sehr robust. Mit einer Größe von 27×20 Zentimetern ist es ausreichend groß, um entsprechende Mengen Schnee wegschaufeln zu können – auch hier haben leichtere Schaufeln meist Defizite. Der Schaft ist im Teleskop-Stil aufgebaut und lässt sich so weit ausfahren, dass die Schaufel insgesamt auf knapp 80 Zentimeter Länge kommt. Damit kann sie eine ordentliche Hebelwirkung entfalten und das Schaufeln erleichtern. Zusätzlich ist der Schaft mit einer Art “Sandpapier”-Auflage versehen, die ihn auch im Schnee sehr rutschfest macht. Zusammen mit dem T-Griff am Ende des Schafts hat man die Schaufel gut in der Hand und spart Kraft beim Schaufeln.
Klappt man alles zusammen, benötigt die Salewa Scratch T nicht mehr als 39×20 Zentimeter (Packmaß) und lässt sich damit einfach im oder außen am Rucksack befestigen, ohne wertvollen Platz zu verschwenden.

Für die Salewa Lawinenschaufel war im LVS-Set noch ein Aufpreis von 10 Euro nötig – der Originalpreis liegt mit knapp 55 Euro ebenfalls in einem guten Bereich.

Mein Fazit zur Salewa Scratch T Lawinenschaufel

LVS-Set im Test: Salewa Scratch T Lawinenschaufel

Der Griff hat einen super Grip und verhindert ein Abrutschen der Hände beim Schaufeln.

LVS-Set im Test: Salewa Scratch T Lawinenschaufel

Mit dem T-Griff liegt die Lawinenschaufel gut in der Hand und man hat eine ordentliche Hebelwirkung.

Keine Spielereien – bei einer Schaufel kommt es auf Funktionalität an. Der Griff muss halten, der Hebel muss stimmen, das Schaufelblatt stabil und groß genug sein – wenn dann der Preis noch stimmt, was will man mehr! Alle diese Kriterien werden von der Salewa Scratch T erfüllt und seitdem ist sie bei jeder Tour in meinem Rucksack.

Ich selbst bin der Meinung, dass man bei einer Lawinenschaufel nur bedingt am Gewicht sparen sollte – die tollste und leichteste Schaufel bringt einem nichts, wenn sie im Ernstfall den Schnee nicht aushält, weil sie zu klein oder instabil ist. Daher lieber ein paar Gramm mehr mittragen und etwas Robustes und Zuverlässiges dabei haben. Dies ist aber sicherlich Geschmackssache und jedem selbst überlassen. Es gibt auch sehr leichte Hartplastikschaufeln, die entsprechende Qualität bei geringem Gewicht bieten – diese sind dann oftmals jedoch teurer.

Ortovox 240 Economic Lawinensonde

Es gibt eine riesige Auswahl an Lawinensonden, die sich (zugegebenermaßen) nur wenig unterscheiden. Folgende Anforderungen stellte ich an eine Lawinensonde:

  • Das Gewicht sollte gering sein.
  • Die Sonde sollte aus Metall und stabil genug sein, um auch in hartem Schnee zielsicher sondieren zu können.
  • Die Länge sollte 240 Zentimeter betragen.
  • Der Aufpreis sollte sich im Rahmen halten.
LVS-Set im Test: Ortovox 240 Economic Lawinenschaufel

Die Ortovox 240 Economic Lawinensonde erfüllt alle meine Anforderungen. Im Test erwies sie sich als günstig, stabil, lang genur und hochwertig verarbeitet.

Am Ende ist meine Wahl auf die Ortovox 240 Economic Lawinensonde gefallen. Ortovox ist bekannt für seine Skirucksäcke, für seine hochwertige Kleidung, aber eben auch für Sicherheitsausrüstung für Skitouren im Gelände. Dabei hat Ortovox mehrere Lawinensonden im Sortiment, die sich in Länge und Material sowie kleineren Details unterscheiden. Für mich standen jedoch die oben genannten Anforderungen im Vordergrund – und die Ortovox 240 Economic erfüllt diese alle. Die vielen Bewertungen auf verschiedenen Portalen waren durchweg positiv, so dass meine Entscheidung hierdurch noch gestärkt wurde. Die Ortovox 240 Economic Lawinensonde wurde also zu meinem LVS-Set hinzugefügt – bisher habe ich diese Entscheidung auch nicht bereut.

Material und Gewicht

Das Gewicht ist mit 240 Gramm zwar kein super Leichtgewicht, befindet sich jedoch im Mittelfeld der Lawinensonden. Generell muss man bezüglich Gewicht immer einen Kompromiss eingehen – je leichter eine Sonde, desto instabiler ist sie in der Regel. Mit den 240 Gramm konnte ich gut leben und hatte dafür die Gewissheit, dass die Ortovox Sonde, die komplett aus Aluminium gefertigt ist und deren Schnur in der Innenseite aus Kevlar® besteht, sehr robust und stabil ist. Die Sonde selbst ist in 40 Zentimeter-Abschnitten farblich aufgeteilt und ermöglicht damit ein schnelles Abschätzen der sondierten Tiefe. Auch die Länge von 240 Zentimeter in ausgefahrenem Zustand und 40 Zentimeter in zusammengeklappter Form war für mich ideal: Beim Sondieren gelangt man auch tief in den Schnee und im Rucksack nimmt die Sonde nur wenig Platz weg.

LVS-Set im Test: Ortovox 240 Economic Lawinenschaufel

Schnelle Sondierung mit der Ortovox 240 Economic Sonde.

LVS-Set im Test: Ortovox 240 Economic Lawinenschaufel

Mit 40 Zentimetern Packmaß nimmt die Lawinensonde kaum Platz im Rucksack weg.

Übrigens: Die Ortovox 240 Economic ist für knapp 40 Euro auch preislich sehr interessant – kauft man sie mit Piepser und Schaufel im LVS-Set, so muss man je nach ausgewähltem LVS-Gerät deutlich weniger draufzahlen – in meinem Fall waren es nur fünf Euro.

Mein Fazit zur Ortovox 240 Economic Lawinensonde

Wer eine günstige, stabile, ausreichend lange und hochwertig verarbeitete Lawinensonde sucht, der ist mit der Ortovox 240 Economic gut beraten. Auch vor teureren Vergleichsmodellen braucht sie sich in vielerlei Hinsicht nicht verstecken und reicht für den “Normalskitourengänger” allemal aus.

Bei Bergzeit kann man sich sein LVS-Set übrigens selbst konfigurieren:

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