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Bock auf Bloc & Erstbegehungs-Ehrgeiz?

16.10.2013

Bock auf Bloc & Erstbegehungs-Ehrgeiz?

Wenn das keine King-Chance ist, dann wird doch das Chalk im Sackerl verrückt: Das DAV Kletter- und Boulderzentrum Gilching im Münchner Westen lädt alle Freunde des Bouldersports ein, in seiner Strukturboulderlandschaft Spuren zu finden – und zu hinterlassen! 

Boulder finden

Findet schöne Boulder und verewigt Euch im Gilchinger Topo – ihr müsst also nicht mehr die Reiseangebote nach günstigen Flügen in unerschlossene Urwälder zu zugewachsenen Blöcken oder zu Wänden auf kalten Pol-Inseln durchforsten – endlich gibt es auch auf bayerischem Boden ganz ohne Expeditions-Charakter wieder Erstbegehungspotential!

Wenn da nicht die Finger freudig jucken – und die Vorstellung zu spielen beginnt…

In der Gilchinger Boulder Blockwelt werden immer wieder mit Griffen aller Couleur und Haptik neue Boulder-Knobeleien für Euch auf die künstlichen Felsblöcke geschraubt, doch bei dieser Aktion geht es um Eure Interpretation genau dieser fortwährend bestehenden Struktur! In den – ganz alpinen Ausbildungszielen Zielen gemäß – diversen natürlichen Felstypen nachempfundenen Wänden der Boulderarena in der Gilchinger Freianlage finden sich Löcher, Dellen, Risse, Leisten, Verschneidungen, Dächer – Mucki-Moves und Balance-Ballet sind gleichermaßen drin.#

Fast alles geht!

Einige reine Struktur-Linien sind vom Kletterwand Hersteller Entre Prise bereits definiert, wie etwa ein paar offensichtlich nach oben schießende Risse. Schaut einfach mal vor Ort ins Struktur-Topo! Bereits definiert und somit aus dem Erstbegehungs-Rennen sind aber zum Glück nur eine Hand voll Linien und dabei vor allem direkt nach oben führende Boulder, also straight ups. Klettertraining mal ganz anders!

Entsprechend sind neben den vielen weniger offensichtlichen (oder sogar nur ganz ausgefuchsten Trüffelschweinen des Strukturlesens klaren) straight-ups die “schräg-ups” und Traversen das Gold der Stunde.

Das Beste ist dabei, dass nicht nur, wer Eisenbrecher-Finger hat, hier seine Kinglines hinterlassen kann – die kreative Leistung und Schönheit der Linie entscheidet, nicht die absolute Schwierigkeit! Köpfchen ist also gefragt, denn erst fordert das Lesen der Struktur, das Finden geeigneter Linien, dann erst kommt das körperlich fordernde Testen… Alle Schwierigkeitsklassen von Bouldern sind gewünscht und willkommen – schön muss der Boulder sein.

Ein Beispiel… “below the line” – augenscheinlich bockhart, aber mit Kniff und Trick doch leichter als gedacht – nicht auf’m Schlauch steh’n, sondern mit’m Bauch dreh’n…!

Bouldern ist mehr als Kraft

Eine Gelegenheit, am Rande, mal wieder drüber nachzudenken, wann wir eine Bewegung als schön oder ein Boulderproblem als witzig empfinden… Wenn das Problem unmöglich aussieht? Wenn man aber einen versteckten Supergriff hat? Eine entscheidende Reibungsstelle oder Delle? Wenn eine Bewegungssequenz überraschend doch geht, sobald man endlich durch eine kleine Änderung einer Position Halt gefunden hat?

Wenn eine Passage wegen mini-Trittchen dauernd wacklig ist, mit Konzentration aber gerade eben so geht? Wenn eine Bewegung durch einen Trick wie einen hook auf einmal leicht wird? Wenn ein Boulder nur klappt, wenn man wirklich jeden Zug parat im Kopf hat, weil man sonst auf die Matte fällt wie schon die Blätter von den Bäumen? (nämlich weich…)

Ob Doku per Stift und Papier mit Kommentar, Photo oder gar Video – Hauptsache coole Moves!

Findet es heraus! Da man zum Bouldern nichts braucht als Kletterschuhe, Chalk und Bewegungsfreude lautet die Devise: “Auf geht’s!” und zwar so: Erstmal Bouldern, Kraxeln und sich austoben. Dann lustige, trickreiche, spannende, überraschend doch mögliche Bewegungsmuster in der Struktur erproben und notieren.

Wie? Viele Wege führen zum Ruhm… Zeichnet die Wand und Linie ab und definiert per Rot-/Grün- oder sonstigem Stift erlaubte oder explizit verbotene (weil die Sache zu leicht machende) Strukturpartien… Oder macht ein Photo und spielt hernach am Laptop damit. Oder lasst einen Eure Boulderspezln die Smartphone-Videokamera halten, während Ihr demonstriert, wie cool und vor allem auch möglich die Moves in Eurem Boulder sind… Gebt ihm nur vorher ein wenig Erholungspause, damit das Bild nicht wackelt.

Dann schickt das ganze ans Team vom Kletter- und Boulderzentrum Gilching. Details findet Ihr auf der Website des DAV Kletter- und Boulderzentrums Gilching, sowie auf dessen facebook-Seite, wo sich auch schon Beispiele zur Inspiration tummeln… Mehr Details zum DAV Kletter- und Boulderzentrum Gilching findet Ihr auch hier im Bergzeit Kletterhallencheck.

Alles klar? Dann nützt die schönen Herbsttage und die Zeit der endlich nicht mehr so arg schwitzenden Finger! Vui Spass und Inspiration!

 

Ein Kommentar

  1. Mit Klettern habe ich es nicht besonders. Aus liebe zum Freund werde ich es kommendes Jahr wagen. Um mir nicht ganz die Blösse zu geben, werde ich sicherlich ein- zwei- dreimal rummkommen, damit ich ausreichend vorbereitet bin. Der Felsen wird fürs erste eine gute Herausforderung sein. Aber wie in eurem Artikel bereits erwähnt, benötigt es lediglich ein paar gute Kletterschuhe und Stahlfinger. Das Letztere kommt dann vielleicht mit der Zeit.Lg Lulli. :)

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