Mountain Equipment – Alpincamp

Buße am Berg

02.05.2011

Buße am Berg

Meine Devise: so oft wie möglich in den Bergen sein. Zwar gehe ich am liebsten zum Sportklettern, aber auch sehr gerne Bergsteigen und seit zwei Jahren auch mehr Hochtouren. Ich bilde mir schon seit langem den Ortler ein , aber gelandet bin ich letztes Jahr auf dem Piz Bernina und dem Piz Palü. Somit beginnt die Geschichte. Ich habe schon mit dem Alex, ein Arbeitskollege aus der Bergsporthütte geplant, einmal eine Hochtour zu machen. Letzten Sommer haben wir das dann spontan umgesetzt. Zufällig habe ich eine Woche vorher eine Transalp gemacht, damit war ich bezüglich der Höhenmeter fit, also perfekter Zeitpunkt. Doof war nur, dass ich einen Tag vorher meinte, ich muss mich mit Eiweis, sprich Quark mit einem Pott Johannisbeeren ernähren. Nudeln wären halt doch besser gewesen. Naja. Somit machte ich mich mit Magenproblemen und den dazugehörigen Tabletten zusammen mit Alex auf dem Weg ins schöne Engadin. An der Diavolezza Bahn angekommen stiegen wir über den Fortezza-Grat zur Rifugio Marco e Rosa. Also ich muss schon sagen, mit übersäuertem Magen war das gar nicht so Ohne. Der Fortezza Grat hat ziemlich Spaß gemacht. Sobald man einen Fels in der Hand hat, kommt Freude auf :-) Und man hat nicht die ganze Zeit das Gehatsche und schnauft, weil man immer höher kommt. Nachmittags sind wir dann im Hochnebel an der Hütte angekommen. Weil die Welt so klein ist, haben wir noch einen Bekannten vom Alex getroffen, der auch Anwärter ist, und “Führen üben muss”. Tja, und was stellte ich noch an dieser italienischen Hütte fest: In jedem Eck hingen ein Bilder von nackten Kletterinnen. Typisch mal wieder, aber so haben die Männer da oben wenigstens auch was zu sehen, wohingegen sich unsereins über eine schöne Aussicht freut :-) Gut, nach einer schlaflosen Nacht (ich war ja doch aufgeregt, und nachts um 3 Uhr kamen noch 2 Berliner ins Nachtlager, die sich am Biancograt “verirrt” haben) ging es am nächsten Morgen über den Spallagrat auf den Gipfel. Einen Moment lang hatte ich schon einmal Respekt, aber hilft ja alles nichts. Irgendwie muss man ja hoch und wieder runter. Das Gipfelglück war recht kurz, leider waren viele Leute unterwegs, die alle da hoch wollten…Also kurz Foto von beiden. Wie zauf dem Foto zu erkennen ist, muss Alex noch üben, wie man richtig den Helm und die Stirnlampe anzieht. Auf der Marco e Rosa haben wir spontan beschlossen noch die Überschreitung zum Piz Palü zu machen. War ein echt cooler Blockgrat. Nur der Abstieg war wieder eine Hatscherei, und die Sonne hat von allen Seiten gebrannt. Nach einem sehr langen und anstrengenden Tag sind wir schließlich an der Diavolezza Bahn angekommen und zum Auto abgefahren. Dann ging es wieder heim nach Augsburg. Zu meiner Freude stand der dicke Teller Pasta schon bereit.
Ich arbeite neben dem Studium in einem Bergsportfachgeschäft und bin sehr überzeugt von Mountain Equipment und von meiner Lightline Jacket, die mir bisher jegliche Kälte vom Leib gehalten hat. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen und der Rückmeldungen von Kunden aus der Bergsporthütte bin ich von der Qualität und der Philosophie von Mountain Equipment besonders überzeugt. Da ich letztens in Val di Mello nachts stark an Unterkühlungen litt , bin ich sehr daran interessiert, einen qualitativ hochwertigen Schlafsack testen zu können.
Auch ist für diesen Sommer geplant, den Jubigrat zu machen. Es ist immer spannend, neue Leute, vor allem mit den gleichen Interessen, kennzulernen und zusammen im Team unterwegs zu sein und neue Erfahrungen zu gewinnen.

Ein Kommentar

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*