Testberichte

Trekkingstöcke im Test: Leki Carbonlite Teleskopstock

07.02.2014

Trekkingstöcke im Test: Leki Carbonlite Teleskopstock

Bei meinen bisherigen Touren blickte ich neidisch auf die Wanderer, die vor allem beim Abstieg mit ihren Wanderstöcken an mir vorbeizogen. Im Tal angekommen traf ich daher eine Entscheidung: Trekkingstöcke müssen her. Beim Kauf entschied ich mich für einen Teleskopstock aus der Leki Carbonlite-Serie. So sehr ich sie mir wünschte, so ungewohnt war das Laufen mit den Wanderstöcken zunächst. Doch ich habe auch recht schnell die Vorteile bemerkt. Welche Erfahrungen ich mit den Leki Carbonlite Trekkingstöcken unterwegs gemacht habe, lest ihr hier.

Aufbau und Komponenten der Leki Carbonlite Trekkingstöcke

Die Länge des Leki Carbonlite lässt sich mit Drehverschlüssen verstellen: von 61 Zentimetern im zusammengeschobenen Zustand bis zu einer vollen Länge von 1,35 Metern.

Die Länge des Leki Carbonlite lässt sich mit Drehverschlüssen verstellen: von 61 Zentimetern im zusammengeschobenen Zustand bis zu einer vollen Länge von 1,35 Metern.

Beim Leki Carbonlite handelt es sich um einen stufenlos einstellbaren Teleskopstock. Was mir neben dem modernen Aussehen der Trekkingstöcke sofort auffällt, ist das äußerst geringe Gewicht von 411 Gramm (für beide Stöcke zusammen). Wie der Name schon sagt, ist der Leki Carbonlite extrem leicht und besteht im unteren Teil aus 100 Prozent Carbon. Er lässt sich bis zu einer Länge von 135 Zentimeter ausziehen, macht allerdings bei voller Länge einen etwas weniger stabilen Eindruck. Dem Hersteller zufolge ist der High-End-Carbonstock jedoch durch die Verarbeitung hochwertiger Komponenten wie Lightweight Aluminium im oberen Teil besonders langlebig und hat durch das Carbonmaterial eine gute Biegsteifigkeit, was die Stabilität erhöht.
Der Mechanismus, mit dem der Stock stufenlos einstellbar ist, beruht auf einer Art Dübel, der sich beim Zudrehen öffnet und von innen gegen den Trekkingstock drückt. Es gibt zwei Verschlüsse, die durch Drehen geöffnet oder geschlossen werden können. Die Drehrichtung ist angegeben, so dass nichts schiefgehen kann. Zusammengeschoben hat der Stock eine Länge von 61 Zentimetern und kann problemlos am Rucksack befestigt werden. Die Griffe bestehen aus wärmeisolierendem Schaumstoff, der den Schweiß absorbiert.

Die Trekkingstöcke in der Praxis

Durch das geringe Gewicht fallen die Leki Carbonlite Trekkingstöcke beim Gehen kaum auf und lassen sich ohne Mühe heben. Der Anleitung ist zu entnehmen, dass man den Stock kürzer für Aufstiege und länger für Abstiege einstellen soll. Dies konsequent umzusetzen wäre natürlich optimal. Doch die Schraubverschlüsse sparen zwar Gewicht und Platz und haben eine gute Haltekraft, aber es dauert etwas länger, sie richtig einzustellen. Da mir das häufige Verstellen zu umständlich war, habe ich unterwegs die Standardlänge bevorzugt, bei der der Stock bei einem zu 90 Grad angewinkelten Arm bis auf den Boden reicht. Im Bereich der Verstellsysteme gibt es meiner Meinung nach noch schnellere Lösungen aus dem Hause Leki.

Der Schaumstoffgriff des Trekkingstocks fühlt sich angenehm an und bietet auch mit schwitzigen Händen hervorragenden Grip.

Der Schaumstoffgriff des Trekkingstocks fühlt sich angenehm an und bietet auch mit schwitzigen Händen sehr guten Grip.

Die Griffform der Leki Carbonlite mit dem verstellbaren Schlaufenverschluss finde ich in Ordnung. Das Einstellen der Schlaufe funktioniert stufenlos und schnell. Der Griff ist kantenlos, hat allerdings eine Erhebung, die den Zeigefinger vom Rest der Hand trennt, was ich persönlich als etwas störend empfand. Ansonsten liegt der Stock sehr angenehm in der Hand und bietet sogar bei sehr schwitzigen Händen einen hervorragenden Grip.

Die Vibrationen beim Gehen werden durch die Dämpfung sehr gut abgefangen. Allerdings würde ich die Verwendung der Stöcke auf Asphalt nicht empfehlen. Dies gilt jedoch generell für die meisten Wanderstöcke. Abgesehen vom ständigen Klicken der Stockspitzen aus Hartmetall, kann selbst die gute Dämpfung des Leki Carbonlite auf diesem harten Untergrund nicht mehr alle Stöße abfedern. Abhilfe schaffen hier aufsteckbare Gumminoppen, die separat erworben werden können. Auf den Stock aufgesteckt, hat man damit auf jeglichem Untergrund den richtigen Halt.

Mein Fazit zum Leki Carbonlite Trekkingstock

Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Leki Carbonlite. Klare Vorteile sehe ich im ultraleichten Gewicht, das den Stock beim Gehen kaum spüren lässt, und in der sehr guten Dämpfung. Auch das Material des Griffes ist äußerst angenehm. Verbesserungswürdig ist meiner Ansicht nach lediglich die Griffform, die man neutraler gestalten könnte.

An das Gehen mit den federleichten Trekkingstöcken von Leki habe ich mich übrigens schnell gewöhnt. So werde ich in Zukunft vielleicht selbst neidische Blicke ernten, wenn ich nun meinerseits die anderen Wanderer mit meinen Carbonlite überhole.

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