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Transalp vom Zillertal zum Lago: Alpencross mit Murmeltiergarantie

22.08.2013

Transalp vom Zillertal zum Lago: Alpencross mit Murmeltiergarantie

Warum eigentlich immer bei Garmisch oder am Tegernsee starten? Einen Transalp kann man genauso gut schon etwas näher am Alpenhauptkamm beginnen – dann hat man einfach schneller “Berge” vor der Nase und dem Bike!

Genauso haben wir es gemacht und sind in Mayerhofen im Zillertal gestartet. Unsere erste Etappe führt uns aus dem Zillertal hinaus und gleich auch bergauf auf der Schluchtenstraße nach Ginzling. Weiter geht es auf dem Adlerweg durch wunderbare Almwiesen parallel zur Schlegeisstraße stetig nach oben. Denn schließlich wollen wir ja noch zur Dominikushütte am Speichersee. Hat man den Alpengasthof Breitlahner, der sich wunderbar für eine Mittagsrast eignet, erst einmal hinter sich gelassen, hat man das Etappenziel permanent vor Augen: die 200 Meter hohe Staumauer des Schlegeisspeichers. Und nur wenige Meter oberhalb des Sees liegt unser Nachtquartier: die Dominikushütte – ein idealer Ausgangspunkt für den nächsten Tag!

Beeindruckend: der Schlegeisspeicher vorm Hochferner.

Beeindruckend: der Schlegeisspeicher vorm Hochferner.

Da wir ja bereits am Speichersee übernachtet haben, sind wir an unserem zweiten Etappentag die Ersten auf dem Weg zum Pfitscher Joch – und das bei Kaiserwetter! Eine Erfahrung, die man kaum in angemessene Worte fassen kann. Panoramen vom Feinsten und das ohne Ende. Vor allem die Murmeltiere haben uns zu dieser frühen Stunde zahlreich begrüßt! Nach gut zwei Stunden haben wir sie dann erreicht: die Grenze zu Italien. Das muss natürlich mit einem echten italienischen Cappuccino im Pfitscherjoch-Haus gefeiert werden. Weiter geht es für uns an diesem Tag dann noch durchs malerische Pfitschertal gen Sterzing und von dort aus noch weiter bis Brixen.

Die Abfahrt ins Pfitschertal ruft!

Die Abfahrt ins Pfitschertal ruft!

Sechs Transalp-Tage, ein Ziel: Der Lago

Unsere dritte Etappe führt uns über Gufidaun ins Val Gardena nach St. Ulrich. Dort “belohnen” wir uns mit einem Seilbahnticket hinauf zur Seiseralm. Denn die größte Hochalm Europas ist auch für Mountainbiker ein echtes Highlight – Schlern und Sellastock stets vor Augen biken wir über die Hochalm nach Kompatsch, natürlich nicht ohne noch einen Stopp in einer der Malgas am Wegesrand einzulegen. Von Kompatsch aus rauscht man dann auf Speed-Asphalt gen Seis. Hier bietet sich auch der eine oder andere Abstecher auf die Trails an, die die Straße queren – hierfür sollte man sein Bike aber beherrschen. Denn die Wege sind verblockt und steil. Bevor wir unser Etappenziel Völs am Schlern erreichen, genießen wir noch die Trails zum Völser Weiher und die Dolomiten-Panoramen, die uns stets begleiten.

Am Völser Weiher muss man einfach Pause machen.

Am Völser Weiher muss man einfach Pause machen.

An unserem vierten Alpencrosstag lassen wir die Dolomiten hinter uns und machen uns auf Richtung Etschtal. Auf dem Weg dorthin gilt es einige Anstiege zu bewältigen, bevor wir ins Eggental abfahren und unsere letzte lange Auffahrt nach Deutschnofen in Angriff nehmen. Heute sind Berge zwar nicht ganz so “imposant” anzuschauen, haben es aber in sich … Das alles ist aber vergessen, wenn wir durch die imposante Brantentalschlucht gen Leifers rauschen – über 1.000 Höhenmeter Downhill am Stück. Da sollte man vorher schauen, ob die Bremsbeläge noch intakt sind! Von Leifers aus rollen wir gemütlich auf dem Etschtalradweg aus, bis wir unser Quartier bei Neumarkt erreichen.

Wein und Äpfel auf dem Weg vom Etschtal ins Val di Non.

Wein und Äpfel auf dem Weg vom Etschtal ins Val di Non.

Heute, an Tag fünf, geht es Richtung Brenta. Dafür verlassen wir das Etschtal bei Mezzocorona Richtung Val di Non und machen uns hinter Spormaggiore auf den Weg durch die Brenta Richtung Lago di Molveno. Wieder ein Tag der Anstiege, aber auch der Panoramen. Denn die Asphaltrampen im Wald vor Andalo sind berühmt-berüchtigt, machen die Auffahrt aber auch kurzweilig. Bei allem Ansporn, auch die letzte Rampe zu bezwingen, sollte man aber nicht vergessen, ab und an einen Blick auf die Brenta-Berge zu werfen, die immer deutlicher hinter den Bäumen auftauchen. Haben wir Andalo erreicht, trägt uns der flowige Brenta-Bike-Trail direkt ans Ufer des Lago di Molveno. Wieder liegt ein Transalp-Tag hinter uns!

Am Lago - geschafft!

Transalp-Ziel am Lago – geschafft!

An unserem sechsten und letzten Tag ist das Motto klar: ausrollen und genießen! Vorbei am traumhaft schönen Molvenosee biken wir Richtung Nembia und von dort rüber nach Ranzo – die Brenta-Berge stets im Blick. Ein toller Downhill spuckt uns hinter Ranzo direkt an den Toblinoseen aus. Jetzt haben wir es fast geschafft! Wir sind im Sarcha-Tal und müssen “nur” noch vor zum Ziel – zum Lago! Natürlich nehmen wir auch den Weg durch die Marroche mit, auch wenn die Trails ja leider einer asphaltierten Radroute weichen musste. Wir genießen die warme Luft, die uns bereits vom Gardasee entgegen weht und freuen uns auf ein Eis in Arco. Denn so viel Zeit muss sein! Und dann ist es auch “endlich” soweit: das Ufer des Gardasees liegt vor uns. Wir sind am Ziel unserer Alpencrossträume angelangt! Nun stellt sich natürlich auch etwas Wehmut ein: schon vorbei? Aber der nächste Transalp kommt bestimmt!

2 Kommentare

  1. Hallo! Eine tolle Tour! Ich war auch neulich für ein paar Tage nur an der Seiser Alm, das war auch wirklich schön und abwechslungsreich dort, kann ich nur empfehlen…LG

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