Testberichte

LACD Defender Kletterhelm im Test

04.07.2013

LACD Defender Kletterhelm im Test

Kletterhelm LACD Defender

Kletterhelm LACD

In Klettergärten sowie in alpinen Klettertouren ist ein guter Kletterhelm ein absolutes Muss. Das Klettern ohne Helm birgt ein hohes Verletzungsrisiko und schlecht sitzende Kletterhelme schmälern das Vergnügen merklich. Hier kommt der Testbericht eines Kletterhelms, der in nahezu allen Kategorien punkten kann: Der LACD Defender.

Ehemals unter dem Namen “Lost Arrow” vor allem für Kletterbekleidung bekannt, kommt die Firma LACD (Lost Arrow Climbing Division) seit einigen Jahren nicht nur mit neuem Namen, sondern auch mit einem breiteren Sortiment daher. Von Karabinern über Crashpads bis hin zu Kletterhelmen, hat sich LACD fernab der Kleidungsschiene zum Allround-Ausstatter für Kletterer gewandelt.

Material, Verarbeitung und Ausstattung

Der LACD Defender ist ein Kletterhelm in Inmolding-Bauweise, das heißt, dass die schützende Außenschale (Polycarbonat) mit dem stoßabsorbierenden Innenmaterial (expandierter Polystyrol-Hartschaum) fest verbunden ist. Für optimalen Tragekomfort ist der Helm mit zahlreichen Schaumstoffpolstern ausgestattet. Die Polster sind mit Klettbändern befestigt und lassen sich zur Reinigung abnehmen. Ein Drehrad am Hinterkopf und lange Kinnriemen ermöglichen eine gute Anpassung des Kletterhelms. Des Weiteren verfügt der Defender über eine Stirnlampenhalterung und ist in der Farbe Anthrazit erhältlich. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck, auch nach einigen Tagen im Gebrauch bleibt dieser bestehen.

Handhabung und Einstellmöglichkeiten

LACD Defender Einstellmöglichkeit

LACD Defender Einstellmöglichkeit

Der LACD Kletterhelm ist dank seiner zahlreichen Einstellmöglichkeiten für fast jede Kopfform gut geeignet. Ein Drehrad am Hinterkopf ermöglicht das stufenlose Anpassen der Innenpolsterung an den Kopfumfang. Dabei fällt jedoch der schmale Schnitt des Helms auf, was Personen mit kleinem Kopf entgegenkommt. Die Kinnriemen lassen sich leicht einstellen und sind ausreichend lang. Der Kletterhelm ist mit zahlreichen Schaumstoffpads ausreichend gepolstert, sodass Schläge und Stöße optimal absorbiert werden. Der Defender kommt mit sechzehn Lüftungsöffnungen daher und ist mit 284 Gramm angenehm leicht. Die Stirnlampenhalterung ist so einfach wie simpel, das Band der Stirnlampe wird von unten in die dafür vorgesehenen Halterungsklemmen am Helm eingeführt. Durch den leichten Druck der Plastikklipse ist die Stirnlampe sicher befestigt. Auch bei bereits angezogenem Helm ist das nachträgliche Anbringen einer Lampe kein Problem.

Der LACD Defender in der Praxis

LACD Defender von Innen

LACD Defender von Innen

Beim Sport- und Felsklettern erweist sich der LACD Defender als gut zu tragender Kletterhelm. Er sitzt angenehm und fest auf dem Kopf. Gerade bei einer eher schmalen Kopfform erweist sich der enge Schnitt des Helms vorteilhaft. Des Weiteren kann der Kletterhelm sehr gut angepasst werden. Wackeln oder Verrutschen gibt es praktisch nicht. Die umfangreiche Polsterung verhindert das Auftreten von Druckstellen. Auch nach längerem Tragen liegt der Helm angenehm am Kopf an. Durch den engen Sitz des LACD Defender und dessen Farbe wird es an sonnigen Tagen unter dem Helm relativ schnell warm. Durch die strak gewölbte Form trägt der Helm ein wenig nach oben auf und macht den Kletterer etwa sieben Zentimeter größer. Der LACD Defender wurde von mir bisher nur beim Felsklettern getestet, er ist aber auch für Klettersteige und den alpinen Einsatz konzipiert und zugelassen.

Mein Fazit zum Defender von LACD

Kletterhelm LACD

LACD Defender

Für Personen mit einem schmalen Kopf ist der Defender die Chance auf einen gut sitzenden Kletterhelm. Der TOXO von Salewa und der Meteor III von Petzl sind etwa einen Zentimeter breiter. Wer einen Kletterhelm mit Inmolding- Bauweise für gutes Geld sucht ist bei dem Defender sicherlich richtig. Gerade für Einsteiger oder Personen, die nur ab und an im Freien klettern ist dieser Helm eine gute Wahl.

Auf Dauer erweist sich die Handhabung des Defenders jedoch ein wenig anstrengend. Der Drehradmechanismus zur Anpassung an den Kopfumfang, sowie die Kinnriemen neigen dazu sich zu verstellen, so dass man die passenden Einstellungen nach dem Transport im oder am Rucksack immer wieder vornehmen muss. Dennoch ist der LACD Defender ein grundsolider und optisch ansprechender Kletterhelm, bei dem das Preis- Leistungsverhältnis stimmt.

Technische Daten

  • Außenschale: Polycarbonat
  • Innenmaterial: expandierter Polystyrol-Hartschaum
  • Gewicht 284 Gramm
  • Farbe Anthrazit
  • 16 Lüftungsöffnungen
  • Stirnlampenhalterung

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