Testberichte

Skisocken von Dynafit und X-Socks im Test

13.06.2013

Skisocken von Dynafit und X-Socks im Test

Vor einiger Zeit habe ich im Bergzeit Blog bereits meine Erfahrung zu den Skisocken von Icebreaker (Skier+ Mid) und Falke (SK2 Wool) in Form eines Skisocken-Vergleichtests aufgeschrieben. Mein Anforderungen an eine Skisocke kann man also hier im ersten Blogbeitrag nachlesen. Erfreulicherweise hat mir der Osterhase zwei Paar neue Skisocken, die Dynafit Skitouring Primaloft Socke und die X-Socks Ski Pro Soft Socke ins Nest gelegt, die ich euch im folgenden Testbericht vorstellen möchte.

Wie schon im ersten Test habe ich an mehreren Skitagen, sowohl beim alpinen Skifahren als auch auf Skitour, je einen der beiden Testkandidaten getragen, um immer eine direkte Vergleichsmöglichkeit bezüglich Wärmeleistung, Atmungsaktivität, Tragekomfort und Materialverteilung zu haben. Nachfolgend das Ergebnis

Wärmeleistung

Auf den ersten Blick möchte man vermuten, dass die Dynafit-Socke in Sachen Wärmeleistung klar unterlegen ist. Sie ist deutlich dünner und gefühlt etwas leichter als das X-Socks-Exemplar. Die Dynafit-Socke beweist das Gegenteil. Das verwendete Primaloft-Material (36% Polyamid; 23% Polyester; 23% Wool; 16% Polypropylen; 2% Elastan) wärmt hervorragend und die Sohle, die Kältebrücke im Skischuh, ist genau an den Kontaktpunkten, Ferse und Fußballen verstärkt. Die X-Socks Ski Pro Soft Socke (65% Acryl, 21% Nylon, 12% Merinowolle, 2% Elasthan) hat also nur einen hauchdünnen Vorsprung.

Atmungsaktivtät

In beiden Socken habe ich relativ schnell das Gefühl, dass sich eine gewisse Grundfeuchte einstellt. Erfreulicherweise bleibt es dann aber auch für die nächsten Stunden dabei. Richtig nasse Socken hatte ich nur nach der ein oder anderen Frühjahrsskitour bei deutlichen Plusgraden, aber das ist ja auch nicht verwunderlich. In Sachen Atmungsaktivität bleibt mein Favorit nach wie vor die Icebreaker Skier+ Mid (siehe Skisocken-Test Nr1) die eine Merinoanteil von 80% (X-Socks 12%; Dynafit kein Merino) hat.

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist, wie man es von einer hochwertigen Skisocke erwartet, bei beiden Modellen nahezu perfekt. Es stellt sich weder Kratzen noch Jucken ein. Es gibt keine störenden Nähte die zur Blasenbildung führen können. Die Gummis an den Bündchen sitzen bombenfest und verhindern zuverlässig das Abrutschen der Socken. Die Dynafit-Socke ist an den Waden sehr eng und sportlich geschnitten und könnte daher Personen mit besonders kräftigen Waden Probleme bereiten. Die X-Socks-Socke sollte zu jedem Fuß passen. Nach ca. 20 Skitagen bzw. Touren sehen beide Skisocken noch nahezu aus wie neu. Wenn man es ganz genau nimmt, kann man bei der Dynafit Socke eine leichte Ausdehnung an der Ferse erkennen. Diese ist in dem Umfang aber auf keinen Fall als störend bemerkbar.

Dynafit Skisocke - leichte Verformung an der Ferse deutet sich an

Dynafit Skisocke – leichte Verformung an der Ferse deutet sich an

Materialverteilung

Die Dynafit-Socke ist in der direkten Gegenüberstlleung eher filigran gestaltet. Die Socke ist insgesamt sehr dünn. Materialverstärkungen und Polsterungen gibt es in dezentem Ausmaß an Schienbein, Wade Sprunggelenk, sowie den blasenanfälligen Zonen (Zehen, Ferse). Die X-Socks Ski Pro Soft macht ihrem Namen alle Ehre. Durch zahlreiche großflächige Polsterungen und Materialverstärkungen wird die Socke an allen Berührungs- und Druckpunkten zwischen Socke und Skischuh extra weich.

X-Socks Skisocke - Überdurschnittlich gut gepolstert und weich

X-Socks Skisocke – Überdurschnittlich gut gepolstert und weich

Fazit zu den Skisocken von Dynafit und X-Socks

Ich finde beide Skisocken-Modelle sehr gelungen. Objektiv betrachtet, gibt es keinen Grund eine Socke der anderen vorzuziehen. Wenn beide nebeneinander im Schrank liegen greife ich aber intuitiv zur X-Socks Socke.

Ein Kommentar

  1. Danke für den neutralen Testbericht. Das mit der Isolation ist so eine Sache – dicker ist nicht immer besser. Die Race light (von Rohner) sind z.B. extrem dünn, so dass ich zuerst dachte, da sei ein Fehler bei der Auslieferung passiert… Bei minus 14°C und Schneesturm haben mich die Skisocken dann allerdings überzeugt! Die Materialwahl ist entscheidend.

    LG

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*