Outdoor

Überblick: Tools zur Erstellung einer Packliste

25.02.2014

Überblick: Tools zur Erstellung einer Packliste

Packlisten-Tools – von Papier und Bleistift über einfache Tabellenprogramme bis hin zu modernen Online-Tools – helfen dabei, den Überblick über die eigene Ausrüstung nicht zu verlieren. Damit der Rucksack leichter wird, möchte man nur das mitnehmen, was man unterwegs auch wirklich benötigt – und dabei nichts vergessen natürlich.

Mit einer Packliste die richtige Ausrüstung im Gepäck

Ich packe meinen Rucksack und es kommt hinein...

Ich packe meinen Rucksack und es kommt hinein…

Eine Liste der eigenen Ausrüstung anzufertigen, ist nicht erst seit dem Leichtgewichtswandern gang und gäbe: Mit einer Ausrüstungsliste ist man immer gut vorbereitet, denn man weiß, was alles in den Rucksack muss, bevor es los geht. Damit vergewissert man sich, dass nichts Wichtiges zurückbleibt: Es wäre schon recht unpraktisch, erst beim Kochen festzustellen, dass der Topf nicht dabei ist – oder der Spork, was mir trotz Liste immer wieder mal passiert!

Während man in vergangenen Tagen auf der Ausrüstungsliste lediglich alle Gegenstände vermerkte, ist in den Zeiten von Ultraleicht-Trekking auch das Gewicht der Ausrüstung ein essentieller Bestandteil dieser Listen. Damit lässt sich schnell sehen, wo man noch Gewicht einsparen kann. Zum Wiegen braucht man natürlich eine Waage: Eine die grammgenau das Gewicht anzeigt, ist besser als die Personenwaage im Bad. Bewaffnet mit der Waage macht man sich dann daran, seine Ausrüstung zu wiegen und in das Listensystem seiner Wahl einzutragen – dazu gleich mehr.

Die Packliste hilft auch, Kaufentscheidungen zu treffen. Wenn zum Beispiel der momentane Rucksack drei Kilogramm wiegt, und man bei einem neuen die Wahl hat zwischen 900 Gramm, 1.200 Gramm und 1.600 Gramm, dann lässt sich mit der Liste gut abschätzen, welcher Rucksack es sein sollte. So kann man peu á peu seine Ausrüstung auf einen leichteren Stand bringen.

Packlisten-Tools im Überblick

Die einfachste Möglichkeit, eine Packliste zu schreiben, ist mit Papier und Bleistift. Die Vorteile sind, dass man nicht vor dem Computer sitzen muss und die Liste einfach mit auf Tour nehmen kann. Nachteil ist, dass man die Liste leicht verlegen oder verlieren kann und sich gegebenenfalls noch einmal an die Arbeit machen muss, sofern man keine Kopie angefertigt hat.

Papier und Bleistift funktionieren ohne Strom und können einfach mitgenommen werden.

Papier und Bleistift funktionieren ohne Strom und können einfach mitgenommen werden.

Wer sicher gehen will, dass er seine Liste nicht verlegt, der setzt sich mit seiner Waage neben den Computer und öffnet ein Tabellenprogramm: Hier kann man nach Herzenslust verschiedene Spalten anlegen. Wer geschickt ist, kann ruckzuck Piecharts und Kolumnen anlegen, die anzeigen, was wieviel Gewicht im Rucksack einnimmt – vom Zelt bis zur Trinkflasche. Neben einer Spalte für den Gegenstand und das Gewicht sind auch eine Spalte zum Abhaken (Eingepackt?) sowie eine Spalte für Kommentare nach der Tour sinnvoll. So kann man schnell und einfach Notizen machen und sieht gleich, wie sich ein Ausrüstungsgegenstand auf verschiedenen Touren gemacht hat. Als Tabellenprogramm bieten sich OpenOffice sowie Google Drive an. Letzteres hat den Vorteil, dass es online funktioniert und man die Liste unkompliziert mit Freunden und Bekannten teilen kann.

Online-Tools zur Erstellung einer Packliste

Wer aktiv in den Sozialen Medien unterwegs ist und vielleicht ein Blog schreibt, der wird möglicherweise ein Online-Tool für die Erstellung seiner Packliste bevorzugen, das man kinderleicht teilen kann. Hier stehen einem mittlerweile einige Möglichkeiten zur Verfügung:

Online-Packlisten-Tools wie My Gear List haben den Vorteil, dass man die Packliste einfach und schnell mit Freunden teilen kann.

Online-Packlisten-Tools wie My Gear List haben den Vorteil, dass man die Packliste einfach und schnell mit Freunden teilen kann.

Gear Grams ist ein webbasiertes Packlisten-Tool. Es funktioniert nur mit Adobe Flash, was bei einigen Browsern für Schwierigkeiten sorgen kann. Man legt eine Ausrüstungsdatenbank an und kann dann individuell für jede Tour eine Liste anfertigen, die in hübschen Kreisdiagrammen die einzelnen Rubriken – Küche, Nahrung, Rucksack, Schlafsystem, etc. – anzeigt. Man kann Listen als PDF- oder csv-Datei speichern. Wer seine Ausrüstung schon in einem csv-Format gespeichert hat, kann diese sogar importieren. Ein schönes, durchdachtes Tool.

My Gear List gefällt mir optisch am besten und kommt zudem ohne Adobe Flash aus. Auch hier legt man eine Ausrüstungsdatenbank an und kann dann für anstehende Trips kinderleicht Ausrüstung aus der Datenbank auswählen. Fertige Listen kann man ausdrucken, eine Spalte zum Abhaken wird automatisch hinzugefügt. Man kann die Listen unkompliziert online teilen und Smartphone Apps sind bereits in Planung.

In Arbeit ist PackPlanner, ein Tool, dass, wenn es fertig ist, neben einem Webinterface auch auf dem Smartphone und dem Tablet mit einer App präsent sein will. Man darf also gespannt sein.

Das Packlisten-Programm Sherpa

Mit dem Packlisten-Programm Sherpa kann man seine Ausrüstungsliste auch offline auf dem PC erstellen. Interessantes Feature: der Volumenrechner.

Mit dem Packlisten-Programm Sherpa kann man seine Ausrüstungsliste auch offline auf dem PC erstellen. Interessantes Feature: der Volumenrechner.

Wer lieber offline auf seinem Linux- oder Windows-PC Packlisten erstellt, sollte sich Sherpa ansehen. Neben der Ausrüstungsdatenbank kann man auch hier wieder individuelle Listen erstellen, die in verschiedenen Formaten geteilt werden können. Sehr interessant ist der Volumenrechner – dieser hilft das Volumen der gepackten Ausrüstung zu berechnen und kann zum Beispiel bei der Wahl eines neuen Rucksacks sehr hilfreich sein. Auch kann man in einer Liste die Ausrüstung sehen, die selten oder nie benutzt wird.

Alles dabei?

Wie man sieht, ist es nicht schwer, eine Ausrüstungsliste anzulegen. Während man sie am Anfang auf fast jeder Tour benutzen wird, hilft die Liste auch dabei, die Ausrüstung zu finden, die am besten für jeden selbst funktioniert, so dass man am Ende nur noch bei längeren Touren eine Packliste benötigt. Wichtig ist, sich nach jeder Tour Notizen über die Ausrüstung zu machen, um zu beurteilen, wie zufrieden man unterwegs mit den einzelnen Ausrüstungsgegenständen war. Ich wünsche viel Spaß beim Wiegen und beim Schreiben der Packliste beziehungsweise Eintippen der Ausrüstungsgegenstände – für welches Tool auch immer sie sich entscheiden.

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*