Leidenschaft

Zieh! - BOULDER, BEATS & BURGER im KBM

16.02.2013

Zieh! – BOULDER, BEATS & BURGER im KBM

Habt Ihr kürzlich den Bergzeit Kletterhallen-Check des DAV Kletter- und Boulderzentrum (KBM) durchforstet? Da ist doch von diesem ominösem Boulder, Beats and Burger (BBB) die Rede. Wos is no dös genau? Hier ein paar Details und Bilder vom jüngsten Mal…

was Scharfes: Die rote Chili sponsert Boulder, Beats & Burger für Euch

was Scharfes: Des Herrn Glowacz rote Schote für heiße Sohle RED CHILI präsentiert Euch Boulder, Beats & Burger

Bei Boulder, Beats and Burger handelt es sich um eine Veranstaltung im KBM, mit der die turnusmäßige, komplette Neubeschraubung des neuen Boulderraumes im KBM begangen wird. Alle 4 – 6 Wochen werden für die fleissig trainierenden Gäste komplett die Griffe erneuert und frische Probleme für Bewegungsvorstellung, Körperspannung, Gleichgewicht und Kraft vorgestellt.

Als Rahmenprogramm gibt es zur Gaudi und ohne jeden Stress oder Kontrollzwang einen Wettbewerb, wobei jeder Teilnehmer mit Laufzettel den Erfolg seines Ehrgeizes und Könnens dokumentiert und in die Lotterie einbringen kann: Jeder hat die gleiche Chance auf Losgewinne vom Veranstaltungssponsor RED CHILI, egal ob Schnupper-Anfänger oder Super-Athlet, egal ob er jedes Problem auf Anhieb (flash) geknackt hat oder mehrfach experimentieren musste…

Bouldern, das seilfreie Klettern in sicherer Absprunghöhe über Weichbodenmatten, das Tüfteln an koordinativ fordernden, kurzen Bewegungs-Choreographien hat eine starke soziale Komponente – was die gegenseitige Motivation, das Mitfiebern und eben das Knobeln an Griff- und Trittproblemen angeht.

Mit der elektrisch-musikalischen Beat-Untermalung beim BBB stellt sich da rasch Partyatmosphäre ein. Wer’s ruhiger mag – hat an den übrigen im Schnitt knapp 30 Tagen eines Monats Chance auch zum kontemplativen Tüfteln. Boulder, Beats and Burger ist kleines, kommunikatives Boulder-Festival, respektive -Testival.

Griffe runter, Griffe rauf - man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen... um mal Camus-Buch, statt Campus-Board ins Spiel zu bringen

Griffe runter, Griffe rauf – man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen… um mal Camus-Wort statt Campus-Board ins Spiel zu bringen

Damit nach dem Reissen der frischen Boulder kalorisch keiner zu kurz kommt gibt es im Bistro des KBM frisch gemachte Burger sobald die Finger durch, sowie Arme und Mägen leer sind. Chiliwürze gibt’s geschenkt, die Burger mit Beilage kosten, sind aber auch Ihren Frischepreis von € 7,90 wert. Mitmischen beim BBB kostet ausser dem normalen Eintritt: Nix.

Boulder, Boulder – alles neu? Dazu muss erstmal alles von der Wand runter, was vorher dran war – klar. Zur Eulenstunde geht es schon los, denn über tausend Griffe wollen vom Team Routenbau von der Wand geholt, sortiert, transportiert, gereinigt oder ersetzt werden.

Hat der Wind der Erneuerung erstmal alle Früchtchen von der Wand gepustet, kommen auch noch neue Großstrukturelemente (Volumes) an die Flächen, um für Abwechslung zu sorgen. Eine Runde Großreinemachen, und schon kann es losgehen: Unter den absolut gestrengen und kritischen Blicken des Team Routenbau und in gemeinsamem Testen der Züge entstehen die ersten circa 30 Boulderprobleme für’s BBB, bevor am Folgetag für den Regelbetrieb über 100 Boulder, inklusive circa 20m langer Quergänge, gesetzt werden.

Mit dem Routenbau-Stammpersonal um Mark Eisele, Peter Zeidelhack, Stuart Hardy, Jiri Kadlec & Co rückt ein breites Team, insbesondere auch körperlich verschieden statuierter Routenbauer von Powerpakethansl bis spannelange Gretl an, um große Bandbreite der Bewegungsmuster und Anforderungen zu befördern.

unter gestrengen Kontrollblicken des Team Routenbau füllen sich die Wände neu: Stuart Hardy, Mark Eisele, Jiri Kadlec - dazu weitere Schrauber von klein bis groß, die für Abwechslung sorgen

unter gestrengen Kontrollblicken des Team Routenbau füllen sich die Wände neu: Stuart Hardy, Mark Eisele, Jiri Kadlec

Bandbreite ist das Stichwort – es gibt neben den harten Nüssen auch sehr viele Boulder im breitensportlichen Mittel der Schwierigkeiten und dabei hinreichende Streuung der Anforderungen, um gute Trainingsimpulse zu setzen. Manchmal ist der schwerste Boulder einer Schwierigkeitsklasse auf Augenhöhe mit dem leichtesten der nächsthöheren Stufe und man traut sich dann hoffentlich auch mehr schwere Boulder zu probieren, statt sich bloß auf einem Level daheim zu wähnen. Manchmal greift man aber auch an eine harte Nuss und muss dann Boulder-typisch auch mal länger Knobeln, bis sie geknackt ist. Aber – wär’s geschenkt, wär’s fast umsonst.

Wie üblich wird im neuen Boulderraum des KBM farbrein geschraubt: Jeder Boulder besteht optisch klar verfolgbar aus Griffen einer Farbe. Die Schwierigkeiten werden numerisch in Klassen mit jeweils einer Start- und Zielplakette angegeben. Im KBM ist die Schwierigkeit unabhängig von der Grifffarbe, so dass sich niemand in seiner Schwierigkeitsstufe durchgehend gelb, grün, blau oder sonstwie fühlen muss. Gleiches Farb-Recht und Griffvielfalt für alle.

Die Optik spielt eben auch eine Rolle beim BBB – wann gibt es schon die Chance, optisch völlig entzerrte Boulder in freier Wand zu schrauben, und in solchem Freiraum besondere Griffe zu präsentieren wie spektakuläre Volumes, bei denen man ein paar Takte lang schauen und anfassen muss, bis man weiss, wie man sie ästhetisch und kraftsparend hält…

was zum Greifen: Reibung, Leiste, Kante, Sloper, Kellchen - mit jedem Move was neues für die Hände

was zum Greifen: Reibung, Leiste, Kante, Sloper, Kellchen – mit jedem “Move” etwas Neues für die Hände

…und wie immer – wenn eine Veranstaltung attraktiv ist, dann geht’s halt auch zu. Wer eine Chance dazu hat, der kommt direkt nach Öffnung der Pforten um 17:00 Uhr, sobald die letzte Schraube der Routenbauer eingedreht ist. Bald danach, zu Feierabendstunden, ist es dann recht voll, in der Spitze ist die Populationsdichte erheblich von Null verschieden, bevor es sich gegen Ende (um 23:00 Uhr) wieder lehrt.

Besuch lohnt sich aber allein, um den Cracks wie etwa den Jugend-Kader-Boulderern zuzuschauen: Wie sie sich an den frischen Problemen versuchen, die an diesem Abend noch für alle gleich neu sind, so dass keiner informativen Trainingsvorlauf und Vorteil haben kann… Bei vielen Jungs und Mädels kann man sich da inspirierende Bewegungsmuster abschauen und dann an seinem eigenen Kletterkönnen mit neuen Besen feilen, oder frischer Klinge löten, oder so – darum geht’s neben dem Spaß beim Bouldern ja auch: Training, Training, Besserwerden… und dazu gibt es an den Folgetagen allemal auch ruhigere Gelegenheit.

Also ran an den Speck – alle Boulder auf den Bildern hier sind noch ein paar Wochen an der Wand im KBM! Termine für die kommenden BBBs findet Ihr auf der Website des KBM. Nächstes BBB am 6.3.2013… Viel Vergnügen!

der Mix maxt's - in jeder Schwierigkeitsklasse gibt's "new beef" beim BBB. Vom leichtbekömmlichen Einsteigerboulder, um auf den Geschmack zu kommen, bis zum harten Knochen

der Mix maxt’s – in jeder Schwierigkeitsklasse gibt’s “new beef” beim BBB. Vom leichtbekömmlichen Einsteigerboulder, um auf den Geschmack zu kommen, bis zum harten Knochen. Also: Probieren!

 

Wandarbeiten

Zu Beachten: Am Tag des jeweiligen BBB sowie am Folgetag ist der Boulderraum von Betriebsbeginn um 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. Von 17:00-23:00 geht’s dann an’s Reingemachte: Neue Boulder!

 

Adresse / Kontakt

DAV Kletter- und Boulderzentrum München
Thalkirchner Straße 207
81371 München
Telefon (Kletterhalle): (089) 1894163 – 11
Telefon (Büro): (089) 1894163 – 0
Telefax: (089) 1894163 – 29

Öffnungszeiten

Geöffnet das ganze Jahr – ausser Heiligabend:

Montag 7:00 – 23:00 Uhr
Dienstag 7:00 – 23:00 Uhr
Mittwoch 7:00 – 23:00 Uhr
Donnerstag 7:00 – 23:00 Uhr
Freitag 7:00 – 23:00 Uhr
Samstag 8:00 – 23:00 Uhr
Sonntag 8:00 – 23:00 Uhr
Feiertag 8:00 – 23:00 Uhr

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