Testberichte

Vergleichstest Skisocken: Icebreaker Skier+ Mid und Falke SK2 Wool

11.02.2013

Vergleichstest Skisocken: Icebreaker Skier+ Mid und Falke SK2 Wool

Die Skisocke ist ein oft unterschätzter Bestandteil der Skibekleidung. Wer schon mal stark unterkühlte Zehen beim Skifahren oder Wasserblasenbildung auf Skitour hatte der weiß, dass ein suboptimales Zusammenspiel von Fuß, Skisocke und Skischuh ganz schnell den Spaß am Skisport verderben kann. Da eine gute Skisocke nicht ganz billig ist, sollte diese auch ein paar Winter durchhalten. Im folgenden möchte ich euch deshalb meine Erfahrungen mit der Icebreaker Skier+ Mid Skisocke und der Falke SK2 Wool Skisocke im Langzeittest vorstellen. Beide Socken habe ich seit drei Jahren im Einsatz.

Anforderungen an eine Skisocke

Skisocken sollen den Fuß natürlich wärmen. Gleichzeitig müssen sie atmungsaktiv sein, um überdurchschnittliche Schweißbildung zu verhindern. Denn ein verschwitzter Fuß kühlt schneller aus und feuchte Haut ist anfälliger für Blasen. Um Blasenbildung zu vermeiden, muss die Socke dauerhaft fest sitzen und an den entscheidenden Stellen z.B. Ferse im Material verstärkt sein. Damit man sich in der Socke wohl fühlt, darf sie weder kratzen noch jucken. Für eine lange Einsatzzeit darf sie sich nicht verformen oder in ihre Bestandteile auflösen. Also ganz schön viel, was so eine Skisocke leisten muss.

Skisocken im Langzeittest und Vergleich

Um die Socken besser vergleichen zu können, habe ich an mehreren Skitagen und im Alltag je eine Icebreaker- und eine Falke-Socke angezogen und konnte folgendes beobachten.

    • Die Wärmeleistung ist in etwa gleich. Je feuchter der Socken wird, desto besser kommen die Merino-Eigenschaften der Icebreaker-Skisocke (80% Merino, 16 % Nylon, 4% Elastan) zu tragen. Denn Wolle wärmt auch im feuchten/nassen Zustand. Die Falke-Skisocke sitzt – eventuell aufgrund des unterschiedlichen Materialmixes (75 % Schurwolle “mit Merinowolle”, 25 % Polyamid) - dennoch eher kühlend am Fuß. Der genaue Anteil der Merinowolle ist beim Falke-Skisocken nicht extra ausgewiesen.
    • Bei der Atmungsaktivität punktet die Icebreaker-Socke. Sowohl im Alltag als auch auf Ski- oder Bergtour fühlt sich die Icebreaker-Skisocke stets trocken an. Beim Falke-Socken stellt sich schon nach kurzer Zeit ein kühlend feuchtes Gefühl zwischen den Zehen ein.
    • Der Tragekomfort ist bei beiden Socken perfekt. Kein Kratzen und kein Jucken. Auch die Verarbeitungsqualität der beiden Socken ist sehr gut. Nach drei Jahren sitzen beide noch ohne Löcher oder größere Verschleißerscheinungen straf am Fuß. Der Gummizug ist nicht ausgeleiert und hält wie am ersten Tag. Im direkten Vergleich punktet wieder die Icebreaker-Socke. Sie sitzt straffer an der Ferse. Die Falke-Skisocke hat hier etwas an Spannung verloren und wirkt ein wenig lascher.
      Ferse Falke Skisocke

      Ferse Falke Skisocke

      Ferse Icebreaker Skisocke

      Ferse Icebreaker Skisocke

    • Bei der Materialverteilung haben beide Socken Vor- und Nachteile, die sich in etwa aufwiegen. Am Schienbein ist die Polsterung der Falke-Socke ausgeprägter, das führt zu besserer Dämpfung und weniger Druckstellen. Der Unterschied ist aber marginal. Die Fersen sind in etwa gleich gepolstert. Wie schon erwähnt hat die Ferse der Icebreaker-Socke die letzten Jahre besser Überstanden. An den Zehen sind die für Blasen anfälligen Zonen (Außenseite großer- und kleiner Zeh) bei beiden Skisocken ausreichend gepolstert. Icebreaker hat das Material filigraner verteilt und kann so etwas mehr Atmungsaktivität durch weniger gepolsterte Fläche erzeugen.

Fazit

Beide Skisocken sind sehr angenehm und haben für meine Verhältnisse sehr lange durchgehalten. Ich trage sie immer noch gerne. Wenn ich mir neue Skisocken kaufen müsste, dann würde ich zur Icebreaker-Socke greifen, da diese wie oben beschrieben der Falke-Socke in fast allen Belangen einen Tick überlegen. (Falke SK2 Wool Socke UVP 29,95 €, Icebreaker Skier+ Mid Socke UVP 29,95 €)

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