Outdoor

Winterwanderung am Tegernsee - der Fockenstein

09.12.2012

Winterwanderung am Tegernsee – der Fockenstein

Welcher begeisterte Wanderer und Bergsteiger kennt es nicht, dieses Gefühl, wenn der Sommer zu Ende geht und die Tage kürzer werden: Schade, schon wieder ein Outdoor-Sommer vorbei. Doch der erste Schnee muss nicht das Ende der Wandersaison bedeuten – im Gegenteil. Nun bricht ein neuer Abschnitt im Outdoor-Jahr an: Wintertouren stehen jetzt auf dem Programm.
Richtig ausgerüstet mit Gamaschen, Winterwanderschuhen und wintertauglicher Funktionsbekleidung bringt ein solcher Winterwandertag optimale Erholung. Denn der Schnee dämpft nicht nur unsere Schritte, sondern verwandelt auch die Natur um uns herum in ein wahres Winterwunderland. Ideal geeignet für Winterwanderungen ohne Schneeschuhe sind Touren auf Forstwegen und Almpfaden.

Auf breiten Pfaden: Winterwanderung am Tegernsee

Winterwanderung am Tegernsee: der Fockenstein

Entlang des Zeiselbachs führt ein breiter Forstweg hinauf zur Aueralm. Auch bei Neuschnee ist der Weg gut begehbar.

Ein lohnendes Ziel ist die Wanderung auf den Fockenstein bei Bad Wiessee am Tegernsee (Gehzeit: ca. 4 Stunden)Vom Wanderparkplatz hinter dem Hotel “Am Sonnbichl” wandern wir auf einer guten, breiten Forstpiste am Zeiselbach entlang hinauf Richtung Aueralm. Der Weg wird zusehends schmäler und steiler, ist aber auch bei Neuschnee gut zu gehen und wir kommen zügig voran. Begleitet wird unser Aufstieg vom steten Rauschen des Zeiselbaches, der um verschneite Steine und durch zahlreiche Eiszapfen hindurchfließt und die Winteridylle perfekt macht.

Einkehrschwung auf der Aueralm

Eine deftige Einkehr sollte bei einer Winterwanderung natürlich auch nicht fehlen. Nach etwa 1,5 Stunden haben wir die Aueralm erreicht, die auch im Winter (bis auf einige Zeit im Nov./Dez.) geöffnet hat. In gemütlicher Atmosphäre wärmen wir uns auf, bevor wir die Besteigung des Fockensteingipfels in Angriff nehmen (ca. eine Stunde Gehzeit). Wir nehmen den Weg über die Neuhütten, bis wir den Grat erreichen, halten uns dann rechts und steigen in Kehren weiter bergan. War der Aufstieg bis zur Aueralm noch recht gemütlich, wird es nun anstrengender. Bald erreichen wir die Abzweigung zum Gipfel. Das letzte Stück zum Gipfelkreuz hinauf ist eine leichte Kletterei (ohne Absturzgefahr) und auch im Winter bei lockerem Schnee gut zu schaffen. Wem diese Kraxelei zu abenteuerlich sein sollte, kann auch, bevor es in die Felsen geht, schon die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen. Vom Gipfel aus sieht man sie natürlich besser, die Berge des Tölzer Landes bis hin zu den Inntaler Alpen.

Der Fockenstein ist eine schöne Winterwanderung am Tegernsee.

Auch im Winter ein Traum – der Blick auf die Berge des Tölzer Landes.

Für den Abstieg sollten wir 1,5 Stunden einplanen. Es empfiehlt sich, auf gleichem Weg zur Aueralm zurückzugehen, denn der Weg über die Ostflanke ist wenig begangen und ohne Schneeschuhe nicht zu empfehlen. Zurück an der Aueralm haben wir die Wahl, ob wir absteigen, wie wir aufgestiegen sind, oder den Weg Richtung Söllbachtal nehmen. Hier müssen wir nach einiger Zeit, wenn sich der Weg erneut teilt, Richtung “Sonnbichl über Waxelmoos” gehen, um übers Waxelmooseck zurück zum Wanderparkplatz zu gelangen. Die Winterwanderung am Tegernsee wird so eine schöne Rundtour, wobei dieser Abstieg sicher die anspruchsvollere Variante ist. Wer es lieber gemütlich mag, sollte den Weg durchs Zeiselbachtal wählen.

 

 

 


Ein Kommentar

  1. Der Ostanstieg zum Fockenstein ist auch im Winter durchaus machbar. Er ist wegen der dichteren Bewaldung weniger lawinengefährdet. Wenn noch nicht gespurt wurde, ist er Ortsunkundigen allerdings nicht unbedingt zu empfehlen. Meistens ist aber gespurt, da am Fockenstein immer was los ist.

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