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Nikwax unterstützt Greenpeace - Aufruf!

12.11.2012

Nikwax unterstützt Greenpeace – Aufruf!

Nikwax unterstützt den Greenpeace-Aufruf Fluorkarbone in der Outdoorbranche nicht zu verwenden!

In der letzten Woche veröffentlichte die international tätige Umweltschutzorganisation Greenpeace einen Bericht, der über die weltweit verbreitete Verwendung von Fluorkarbon-Chemikalien (PFC) in der Outdoorbranche aufklärt.

Die sogenannten Perfluorierte Chemikalien (PFC) werden seit Jahren von Textilherstellern und Pflegemittelherstellern für die Imprägnierung von Outdoorausrüstungen insbesondere Outdoorbekleidung eingesetzt. Wie sich in der Folge  herausstellte, konnten die Chemikalien jedoch mit einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht werden. Die PFC-Verbindungen bauen sich niemals vollständig ab und reichern sich in der Nahrungskette an. Es wird zudem davon ausgegangen, dass Krebs, Schwächungen des Immunsystems und verminderte Fruchtbarkeit beim Menschen die Folge der PFC-Exponierung sein können.

Ein Hersteller, nämlich Nikwax, der nunmehr seit 30 Jahren Imprägniermittel für Schuhe und Bekleidung herstellt, war sich der von PFC ausgehenden Gefahr für die Gesundheit schon immer bewußt und verwendete aus gesundheitlichen und umwelttechnischen Gründen niemals PFC: „Als mir vor mehr als 10 Jahren zum ersten Mal angeboten wurde, PFC in meinen Imprägniermitteln zu verwenden,“ sagt Nick Brown, Gründer und Geschäftsführer von Nikwax, „ schaute ich mir dieses Thema ganz genau an und entschied: Auf keine Fall! Es liegt in meiner Verantwortung, für meine Kunden und die Umwelt ein sicheres Urteil zu fällen, und für mich war PFC ein inakzeptables Risiko. Seitdem haben wir hart daran gearbeitet, leistungsstarke Alternativen zu entwickeln und dieses brisante Thema dem Endverbraucher sowie der gesamten Branche näher zu bringen.“

PFC – ein globales Problem!

Der Greenpeace-Bericht legt seinen Fokus vor allem auf PFC, welches von der Textilindustrie in China verwendet und in die Abwässer abgeleitet wird. Damit sind die Gewässer, die Umwelt und auch die in der Nähe lebende Bevölkerung betroffen. Hier in Europa stehen in den meisten Outdoorläden Pflegemittel und Imprägniersprays, die PFC-haltige Wirkstoffe beinhalten. Nach Anwendung gelangen PFC Rückstände ins Abwasser. Da diese kontaminierten Abwässer nicht von PFC gereinigt werden können werden „PFC-haltige Imprägniermittel (werden) auf Basis einer Umwelt verschmutzenden Technologie hergestellt,“ sagt Luis Brown, der Umweltbeauftragte bei der Firma Nikwax, „deren Verwendung unsere Gesellschaft so schnell wie möglich beenden sollte. Allerdings gibt es auch große PFC-Hersteller, die einen dringenden Handlungsbedarf leugnen und verzögern. Umweltaktivisten wie Greenpeace weisen auf diese Themen hin und vertreten die Interessen von Mensch und Umwelt.“ Die meisten bisherigen toxischen Untersuchungen und Studien konzentrierten sich auf PFC-Verbindungen, die in der Vergangenheit Verwendung fanden: Damit sind C8-Verbindungen wie PFOA und PFOS gemeint. Die gesundheitlichen Risiken mit anderen Verbindungen aus derselben perfluorierten Chemikaliengruppe sind bislang ein relativ unerforschter Bereich. Trotz aller Erkenntnisse und Unsicherheiten vermarkten die damit in Zusammenhang stehende chemische Industrie die kürzerkettigen „C6“ PFCs als eine sichere Alternative. Nikwax noch Greenpeace unterstützen diese Maßnahme nicht – ganz im Gegenteil! – und setzen auf PFC freie Stoffe

„Nikwax ist der einzige namhafte Pflegemittelhersteller, der das Thema Fluorkarbone (PFC) besonders ernst nimmt,“, sagt Nick Brown von Nikwax weiter, „und wir haben gezeigt, dass es durchaus möglich ist, hervorragende Pflegemittel ohne diese Chemikalien herzustellen. Die größere Herausforderung ist es jetzt, in der Textilindustrie von diesen PFC-Verbindungen wegzukommen. Große Outdoormarken können beim Kampf gegen diese Art von Umweltverschmutzung eine wichtige Rolle spielen, indem sie bereits beim Textilhersteller eine Alternative anfordern. Wenn bereits sie diese Forderung stellen, werden die Chemiehersteller in die Entwicklung einer Alternativlösung investieren.“ Mehr zum Thema hier auf der Nikwax – Themenseite!

Quelle 1: Nikwax

Quelle 2: Greenpeace

Photo: Nikwax / eigene Bearbeitung

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