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Das Abenteuer wartet hinter der nächsten Ecke: Geocaching.

14.03.2011

Das Abenteuer wartet hinter der nächsten Ecke: Geocaching.

Mit etwas Glück können selbst Muggels sie sehen: die Geocacher. Ein Muggel ist ein Nichteingeweihter. Also Sie. Und ein Cacher ist ein Naturfreund auf der Suche nach der nächsten Dose – pardon, dem nächsten Abenteuer. Viele, die das einmal ausprobieren, kommen nicht mehr davon los. Fasziniert von Abenteuern, von Spannung, von der Freude an der Natur und ihren Herausforderungen. Männer werden zu Kindern, Kinder zu Männern, Ehefrauen zu echten Kerlen, die wissen, wo es langgeht.

Wie funktioniert Geocaching?

Ganz einfach. Jemand versteckt einen Behälter (im Fachjargon Cache oder Dose genannt) mit einigen Tauschgegenständen und einem Logbuch an einem geeigneten Ort im Wald. Oder auf dem Feld. Oder in der Stadt. Oder unter Wasser… aber dazu später mehr. Damit dieser Behälter von anderen gefunden werden kann, ermittelt der Cacher mithilfe eines GPS-Gerätes die Koordinaten und veröffentlicht sie anschließend auf dem Geocaching-Portal im Internet. Hier werden sie von anderen Cachern aufgerufen und schon kann deren Suche losgehen.

Das Schöne ist, dass sich die meisten Cacher natürlich Mühe beim Verstecken machen. Caches liegen deshalb häufig an interessanten Stellen: an Aussichtspunkten, an idyllischen Plätzen, an vergessenen Wegeskreuzungen, in verlassenen Häusern, an geschichtsträchtigen Orten und so weiter. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 1 Million Verstecke, in der Geocacher-Hochburg Deutschland sind es weit über 100.000. Wetten, das die nächste Dose keine zweihundert Meter von Ihnen entfernt auf Ihren Besuch wartet?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Caches:

Der einfache „Traditional“ kann direkt über seine GPS-Koordinaten gefunden werden. Multi-Caches dagegen führen über mehrere Stationen zum ersehnten Ziel – sie entsprechen den althergebrachten Schnitzeljagden. Bei den sogenannten Mysteries muss vorab ein Rätsel gelöst werden, Earthcaches liegen an geologisch interessanten Orten wie Bergwerken, Vulkanen, Meteoriteneinschlagstellen oder Quellen. Es ist für Jeden etwas dabei: für Familien mit Kindern, für Einzelgänger im Wald, für Kletterbegeisterte auf der Suche nach dem Adrenalinkick, für Bunkerfans die gerne durch Ruinen stampfen und für alle, die das Grüne lieben. Deshalb unterscheiden sich auch die Schwierigkeitsgrade: es gibt spezielle Caches für Kinder, wohingegen die Hardcore-Cacher erst an der Spitze eines hohen Schornsteines oder 20 Meter unter dem Meeresspiegel fündig werden.Nicht immer ist ein Geocache zu Fuß zu erreichen

Aber für den Anfang tut es ja auch eine „normale Dose“ hinter dem nächsten Brunnen oder an der übernächsten Leitplanke. Sie werden Ihre Umgebung mit ganz anderen Augen sehen – und absuchen! Wie sieht nun der Weg zum ersten Cache aus? Entweder Sie kennen schon einen Infizierten – dann gehen Sie doch einfach mal mit auf die Suche. Oder Sie versuchen es selbst. Für den Anfang braucht es dazu nicht viel. Voraussetzung ist auf jeden Fall ein GPS-Gerät oder ein Handy mit integriertem GPS und installierter Software. Auch manches Auto-Navi bietet die Möglichkeit, Koordinaten einzugeben.

Tipp: Der Bergzeitshop verleiht in beiden Geschäftsstellen GPS-Geräte!

Der nächste Schritt: wir gehen zur Informationsbeschaffung ins Internet. Wir öffnen www.Geocaching.com, registrieren uns mit einem Spitznamen (Nick), und klicken einfach auf „Getting started“. Dort steht eine gute Anleitung.
Nachdem Sie hier Ihre PLZ oder Ort eingegeben haben, sehen Sie eine spezielle Geocaching-Karte mit allen Caches in Ihrer Nähe. By the way: damit haben wir die Wette gewonnen, Ihr nächster Cache ist nur ein paar Dutzend Schritte entfernt!

Suchen Sie am Anfang am besten einen Traditional:

Das ist die einfachste Form von einem Geocache mit einer einfachen D-Wertung (Difficulty) und T-Wertung (Terrain); jeweils maximal drei Sterne. Festes Schuhwerk und robuste Bekleidung ist nie falsch. Und schon geht’s los. Vergessen Sie nicht, sich im Logbuch einzutragen, und wenn Sie selbst eine Kleinigkeit mitgebracht haben, dürfen Sie mit dem Inhalt der Dose tauschen. Nach ein paar Funden haben Sie sicherlich den Bogen raus und wissen genau, welche Caches Ihnen am meisten Spaß machen. Dann können Sie sich auch an die Spezial-Caches wagen. Zum Beispiel Nachtcaches (NC), deren Leuchten und Reflektoren nur im Dunkeln gefunden werden können. Oder Lost Places (LP)– das sind verlassene Häuser und Fabrikanlagen. Undergrounds führen Sie in die Unterwelt. Mit Wandercaches (Diese Geocaches haben mehrere Stationen.) entdecken Sie die schönsten Runden. Sie sehen, es gibt mehr als genug Möglichkeiten. Wichtig bei solchen Unternehmungen ist natürlich die Ausrüstung, allen voran die Taschenlampe. Im Bereich der Cree-LED-Lampen werden Sie schnell fündig.

Wenn Sie Fragen haben:

Cacher sind erfahrungsgemäß sehr offen und freuen sich über neue Kontakte. Entweder über das Internet (bei der Cache-Beschreibung gibt es einen direkten Link zu dessen Besitzer) oder im Rahmen eines Cacher-Stammtisches. Es gibt sogar regelrechte Geocacher-Events mit mehreren hundert Teilnehmern. Aber Pssst – das alles werden Sie doch nicht den Muggels erzählen? – Happy Caching!

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    [...] und man muss nicht wie bei anderen GPS Empfängern erst einmal die Batterien entnehmen. Eine Geocachingfunktion ist vorhanden und diese Bedienung ist ebenfalls logisch aufgebaut. Folgende Features sind für das [...]