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Alpencross 15/50 – Das Papa-Sohn Projekt | Teil 3/3

06.11.2012

Alpencross 15/50 – Das Papa-Sohn Projekt | Teil 3/3

Alpencross:
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Alpencross Tag 5

– St.Pankraz – Castrinalm – Breznerjoch – Cles / 60km / 1800 hm

Müsli - Wichtige Energie für den Alpencross

Müsli – das Benzin im Tank des Crossers

Die Alpencross Königsetappe. Beim Abzweig am Lago di Zoccolo geht es in den Berg hinein, dieses Mal kämpfen wir auf Augenhöhe mit unseren Mountainbikes den Schotterweg bis zur Castrinalm hinauf. Der stete Anstieg kostet Körner, die Rast mit einem alkoholfreien Bier ist dafür umso ausgiebiger. Nun wird es kernig und der Weg wird zum Pfad. Über Stock und Stein, durch Schlammlöcher und über umgestürzte Bäume geht es unwegsam vorwärts, die Trails sind jedoch vom Feinsten und Patrick zeigt null Respekt vor den Schwierigkeitsgraden. Hut ab. Über das Brezner Joch und das Clozner Jöchl geht es hinunter nach Cagno und von dort über die imposante Brücke weiter zum Endziel Cles. Einmal mehr warte ich auf Erschöpfungsmeldungen meines Filius. Es kommen keine.

Alpencross Tag 6

– Cles – Andalo – Movleno / 46km / 1250 hm

Alpencross kurz vor Movleno

kurz vor Movleno … Countdown läuft

Über die Transalp-Rennroute geht es heute nach Tuenno, Lover, Termon weiter vorbei an den Apfelplantagen bis nach Spormaggiore, bevor der Buckel kommt, der uns mächtig fordern sollte. Rampen bis über 20% verlangen von Sohn und Vater alles ab, vom Vater noch etwas mehr. Während der Sohn wie vom Seil gezogen seine Spur nach oben zieht, hechelt der hustende Vater leicht entnervt hinterher. Aber auch diese Etappe meistern wir ohne aufzugeben, grinsen uns am Lago des Molveno Sees stolz an und nehmen ein ausgiebiges Bad in selbigen. Morgen ist Finaltag.

Alpencross Tag 7

– Movleno – Riva / 52km / 750hm

Riva. Ich kann es schon fast riechen. Wir schwingen uns auf die Bikes, nehmen die letzten Höhenmeter über den Passo Ballino mit Heiterkeit. Vorbei am malerischen Lago di Tenno,

Alpencross Kurz vor Riva am Lago di Tenno

Am Lago di Tenno kurz vor Riva

der sein schönstes Türkis hervorholt, geht es hinunter zum Ziel der Ziele, zum Alpencross Ritterschlag eines jeden Transalpers: Riva, Lago di Garda, Trentino. Wir grinsen breit. Projekt 15/50 erfolgreich beendet.

Fazit: eine besondere Reise, ein tolles Abenteuer, auch zweimal Chicken Way lassen die Leistung des Juniors nicht klein erscheinen, wir haben ordentlich gebissen, jeder für sich. Am Ende der Tour verrät mir Patrick von Mann zu Mann: „Eigentlich wollte ich schon ein paar Mal fluchen und meckern und jammern, aber den Gefallen wollte ich dir dann doch nicht tun.“

Den Riesen-Eisbecher im Café Sole haben wir uns beide verdient.

(Infos zu Route, Strecke und Adressen gerne unter udo.kewitsch@web.de)

Fazit:

Vor dem Alpencross ist nach dem Alpencross. Das gilt in jedem Fall einmal für den Papa. Aber auch der junge Mann ist tief beeindruckt und letztlich Stolz wie Oscar. Eine wertvolle Zeit, die uns niemand nehmen kann liegt hinter uns. Voraussetzung hier war einmal die (über Jahre hinweg) gelebte “Vorbereitung”. Wir waren oft draußen, haben das Biken spielerisch immer wieder einfach getan, ohne Zwang, ohne Rennen oder Druck. Ein gewisses Talent gibt den Rest. Keine Überforderung sondern einfach den Spass am Sport und das Feuer des “Ankommens” entfachen: dann kann es klappen, die Sache mit dem Papa/Sohn Cross.

Ende des Alpencross mit einem Sprung ins Wasser

Finaler Sprung ins erfrischende Nass des Lagos

Unsere Gepäckliste war spartanisch, aber nicht ohne Qualität, ohne die wird der Alpencross zur Qual. Rucksäcke von Ortlieb (Flight und X31), sowohl die Regenkleidung von VauDe sind perfekte Begleiter, auch bei ungemütlichen Wetterverhältnissen. Gute Schuhe (VauDe Tonale AM oder der legendäre Shimano MT52) sind m.E. ebenfalls ohne Alternative. Handschuhe von Chiba, ab und an die hochwertigen X-Bionic Teile, schon ist man in Abrahams Schoß. Das Sitzfleisch muss man sich selbst erarbeiten, wem das nichts nutzt, dem empfehle ich Melkfett, ist günstig und hilft auch. Die Route vorab ins GPS Gerät erspart manche Sucherei, entbehrt aber nicht die immer erforderliche gute alte (Kompass)Karte. Wer mehr Infos zur Tour haben mag, kontaktiere mich gerne.

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