Testberichte

Ortlieb Fahrradtaschen Front Roller, Back Roller & Ultimate im Test

06.11.2012

Ortlieb Fahrradtaschen Front Roller, Back Roller & Ultimate im Test

Vorbereitung der Fahrradtaschen

Wenn man eine Reise macht, ja, dann kann man freilich was erleben, aber vor das erleben hat der liebe Herrgott das “packen” gesetzt. In meinem Fall galt es also, für die geplanten 4 Wochen Irland Umrundung mit dem Bike, Stauraum zu schaffen und mein Hab & Gut entsprechend organisiert unterzubringen. Ein befreundeter Weltenbummler gab mir folgenden Tipp: Wenn Du mit dem Mountainbike unterwegs bist, hast Du Deine “Wohnung” dabei. Unterteile die Fahrradtaschen einfach in “Wohn- und Schlafzimmer”, “Küche”, “Büro” und “Keller”. Klang gut.

Gepäck für die Fahrradtaschen

Das muss mit

Logo, eine Tasche mit dem üblichen Allerlei (Werkzeug, Power Riegel, Apotheke, Batterien, Ladekabel, Wasserkatze, etc.) = Keller, ein Schlafzimmer mit Schlafsack und wenig Tageskleidung und ein Wohnzimmer mit alltäglicher Kleidung, sowie eine Küche mit Kocher, etwas Proviant sowie mein Büro am Lenker mit Handy, iPod, Papierkram, etc.

Hinzu kam eine Ortlieb Rackpack, die sich ideal in das System von Back Roller einklippen ließ und die sowohl meine Crocs, mein Zelt (VauDe Ferret) und die Schlafmatte beherbergte.

4 Wochen Irland, einmal rundum, das sind summasum ziemlich genau 2200 Kilometer bei Wind und Wetter. Und Wetter hat es Irland bekanntermaßen viel.

Die Fahrradtaschen

Vorweg: die Fahrradtaschen sind eine Wucht. Nachdem ich alle 4 Taschen gepackt hatte, die Waage zeigte insgesamt 25 Kilo (!) (inklusive Rack-Pack), wurde jeweils ein Paar Fahrradtaschen mit einem Spanngurt für den Transport nach Dublin verzurrt. D.h. zwei Packstücke, plus einmal Bordgepäck. Dort angekommen, galt es alles schnell und unkompliziert am Tubus Gepäckträger bzw. Lowrider zu montieren und fertig war mein Bike für das große Abenteuer.

Fahrradtaschen fertig für die Tour

Die Taschen, fertig fürs Fahrrad!

Das Non-PVC Material der Plus Serie ist sehr weich und leicht, die Beladung geht problemlos vonstatten, mithilfe von Gurten läßt sich der Tascheninhalt auch perfekt komprimieren. Die Anbindung an die Gepäckträgersystem von Tubus sind über jeden Zweifel erhaben. Da ruckelt nichts. Für meine Tour haben sich die optional erhältlichen Ortlieb Fahrradtaschen für außen bewährt. Das erweitert den Stauraum und schafft auch schnellen Zugriff auf Dinge, die man eben gerne flott zur Hand hat, ohne groß “wühlen” zu gehen. Apropos “wühlen”. Wühlen muss nicht sein. Wer sein Tascheninneres etwas organisiert, der findet bei Ortlieb die unterschiedlichsten (wasserfeste) Beutel in jeder Farbe und Größe. Perfekt im Küche oder Wohnzimmer entsprechend in Hochschränke oder Regale einzuteilen :-).

Die Frontroller sind etwas kleiner gehalten, im Fahrbetrieb gab es nicht ein einziges Problem – dennoch empfiehlt es sich, vorab auf Nachbarsstrasse ein paar Übungsschleifen zu drehen, damit man sich an das “LKW System” gewöhnt. Ein beladenes Bike reagiert träger als ein “federleichtes”.

Im Innenraum der Fahrradtaschen ist nicht viel geboten. Es gibt eine Organizerlasche für Kleinkram bzw. Papier, Karte oder ähnliches und den eben üppigen Innenraum. Da passt wirklich alles rein, was man in 4 Wochen Mountainbiketour braucht.

Das Wichtigste zum Schluss

Die Taschen sind wasserdicht. Nicht nur ein bisschen, sondern ganz dolle echt. Glaubt mir. Es ist ausprobiert, erprobt, erlebt und im Wortsinne “erfahren”. Selbst im strömenden Dauerregen gab es nicht ein einziges Mal am Ende des Tages Feuchtigkeit zu beklagen. Während Schuhe, Hände und sonstiges Material nach Dauerberieselung dazu neigen nachzugeben, waren die Ortlieb Fahrradtaschen zu jedem Zeitpunkt Herr der Lage, sprich staubtrocken. Ein gutes Gefühl, wenn man am Ende der Tagesetappe in ein frisches T-Shirt, den trockenen Schlafsack oder in ein feines Zelt schlupfen will.

Fazit:

Wer eine längere Bikereise mit Gepäck plant, der ist mit den Ortlieb Fahrradtaschen bestens beraten. Wasserfestigkeit, Robustheit, zeichnen die Packtaschen aus. Problemlos in der Handhabung, wahrhaft durchdacht und erprobt. Um in der Sprache der Investmentbanker zu sprechen: halten (wenn man schon welche besitzt) oder kaufen (wenn man welche braucht) ! Viel Spass auf Euren (trockenen) Touren.

Fahrradtaschen auf dem Velotraum

Alles an Bord. Perfekt

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*