Testberichte

Marmot ROM Softshell im Test

22.11.2012

Marmot ROM Softshell im Test

Praxistest Marmot ROM Softshell

Gerade jetzt im Herbst ist eine vielseitige Jacke gefragt: da gilt es für die Jacke Wind und Kälte abzuhalten, gleichzeitig sollte es bei Sonnenschein nicht viel zu warm sein, ein Regenschauer sollte auch nicht gleich durch die Jacke dringen und am besten sollte sie auch noch eine möglichst atmungsaktive Softshelljacke sein…Diese Anforderungen schränken die Auswahl natürlich deutlich ein – ich habe mich für eine Softshell aus dem Hause Marmot entschieden. Warum meine Wahl auf die Marmot ROM Softshell gefallen ist und ob sie sich im Test bewährt hat, könnt ihr im folgenden Praxistest lesen.

Allgemeines, Aufbau, Design

Marmot ROM Softshell

Marmot ROM Softshell

Eine Softshell für jeden Tag und jedes Wetter sollte also her und es wurde die ROM Softshell von Marmot. Die Jacke überzeugte mich von Anfang an durch ihre klare Linie, gute Ausstattung ohne überflüssigen Schnickschnack und dennoch top Vielseitigkeit.

Erstmal zum Material: Die Marmot ROM wird größtenteils aus hochwertigem Gore Windstopper® gefertigt, zusätzliche kleinere Einsätze und Elemente aus 90% Polyester und 10% Elasthan. Man spürt relativ schnell, dass die verwendeten Stoffe sehr hochwertig sind, die Softshell fühlt sich sehr geschmeidigt und dennoch robust an (soweit diese Kombination möglich ist), alle Nähte , Reißverschlüsse und Gummizüge sind vorbildlich verarbeitet. So wie man das bei einer Softshell in diesem Preissegment durchaus auch erwarten kann. Die Innenseite der Marmot ROM ist aus sehr weichem und leicht isolierendem Material gefertigt und liegt sehr angenehm auf der Haut.

Marmot ROM Softshell - Rückenansicht

Marmot ROM Softshell – Rückenansicht

Generell trägt sich die Jacke wirklich extrem bequem: Der Kragen schließt gut ab, die Kapuze hat eine angenehme Größe (wenn auch nicht wirklich helmtauglich), die Ärmel sind ergonomisch vorgeformt und die gesamte Softshell hat einen sehr angenehmen Schnitt. Die Bündchen an den Ärmeln sind durch Velcro-Verschlüsse einstellbar und sorgen so dafür, dass kein Wind reinzieht, wenn man sie eng zumacht. Die Kapuze ist ausreichend einstellbar, ebenso der elastische Korderlzug am Hüftsaum. Zur Größenorientierung: Ich habe die Marmot ROM in S bestellt, bin 1,80m groß und wiege rund 75kg. Die Jacke sitzt dann eher modisch “eng” ohne aber im geringsten irgendwo zu stören oder zu eng zu sitzen, ein dicker Pullover passt durch die elastischen Seitenteile der Jacke auch noch ohne Probleme. Ich hatte auch die Größe M probiert, diese war mir persönlich aber etwas zu weit. Hier gilt natürlich wie immer – ausprobieren, welche Größe einem am besten passt.

Marmot ROM Softshell - Innenmaterial & Innentasche

Marmot ROM Softshell – Innenmaterial & Innentasche

Die Marmot ROM besitzt auf jeder Seite eine gewöhnliche Seitentasche, zusätzlich links eine Brusttasche sowie rechts noch eine Innennetztasche – es sollte also ausreichend Platz sein um Müsliriegel und Karte für die nächste Bergtour oder Stadtplan und Reiseführer für den nächsten Städtetrip einzupacken. Problematisch könnte es werden,wenn man mit Klettergurt unterwegs ist – dann könnte evtl. ein Großteil der Taschen nicht mehr zugänglich sein – hier ist allerdings die Frage ob man die Softshell hauptsächlich zum Klettern verwendet.

Marmot ROM Softshell - Kapuze

Marmot ROM Softshell – Kapuze

Soweit zu den inneren Werten der Jacke – nun zum Äußeren. Die Marmot ROM ist in den Farben “bright grass” und in traditionellem schwarz erhältlich. Da ich die Softshell auch gerne im Alltag trage, war mir das neongrün dann doch etwas zu gewagt, daher fiel die Wahl auf die schwarze Version. In der Variante ist die Jacke wirklich sehr schlicht, Reißverschlüsse und Nähte sind ebenfalls in schwarz gehalten, lediglich das Marmot sowie das Windstopper® Logo sind in silber aufgedruckt, aber eher unauffällig gehalten.

Praxistest

Marmot ROM Softshell - Gore®Windstopper®

Marmot ROM Softshell – Gore®Windstopper®

Die Praxis wurde in den letzten Wochen ausgiebig im Alltag, beim Radfahren, Klettern und Wandern getestet, so dass sich hoffentlich ein recht breiter Eindruck vermittelt hat. Und ich muss sagen, ich habe bisher nichts Negatives gefunden. Die Marmot ROM hat ein sehr weites Spektrum und hat mich bisher nie im Stich gelassen. Bei normalen Spaziergängen war sie angenehm wärmend (auch wenn sie vergangene Woche bei Temperaturen um den Nullpunkt auch an ihre Grenzen gekommen ist), bei sportlicheren Aktivitäten hat sich die Atmungsaktivität gut ausgewirkt, beim Radfahren war das Windstopper® Material gerade bei niedrigeren Temperaturen Gold wert und bei bewegungsintensiven Aktivitäten wie Klettern spielte das dehnbare Material sowie die dünnen elastischen Seiteneinsätze ihre Stärken aus. Leichteren Nieselregel hält die Softshell ohne Probleme aus und auch gegen einen wirklich heftigen Regenguss hat sich die Jacke problemlos gewehrt. Alles in allem habe ich bisher nichts gefunden, was ich kritisieren könnte.

Marmot ROM Softshell - Seitansicht

Marmot ROM Softshell – Seitansicht

Man muss allerdings auch die Grenzen einer Softshell wie der Marmot ROM anerkennen – bei wirklich niedrigen Temperaturen reicht die Isolation nicht aus (außer man betreibt intensiv Sport, dann kommt die Marmot ROM auf jeden Fall wieder ins Spiel). Sonst tut die Softshelljacke, was man von ihr erwartet – sie ist ein treuer Begleiter im Alltag und bei (fast) allen Outdooraktivitäten.

Fazit

Wer auf der Suche nach einer neuen Softshell ist, die wirklich vielseitig einsetzbar ist, von Design und Verarbeitung überzeugen kann und ihr Geld wert ist, der kann sich guten Gewissens für die Marmot ROM entscheiden. In den Wochen, in denen ich die Jacke nun besitze, ist mir keine wirkliche Schwäche aufgefallen und die Softshell hat in sämtlichen Bereichen überzeugt, ist zu meiner neuen Lieblingsjacke für “jeden Tag” geworden. Natürlich hat die Marmot ROM mit rund 180€ auch einen ordentlichen Preis, doch dafür bekommt man eine wirkliche Allround-Softshell mit gewohnt guter Marmot Qualität, die keine wirklichen Schwächen zeigt.

Übrigens: Auch im “Outdoor Magazin” schnitt die Marmot ROM mit dem Testurteil “sehr gut” ab. Dem kann ich nichts weiteres hinzufügen und schließe mich an!

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