Testberichte

Five Ten Freerider | Mountainbike Schuh - Test

23.10.2012

Five Ten Freerider | Mountainbike Schuh – Test

Noch vor einigen Jahren war ein Mountainbiker ohne Clickpedale einfach kein richtiger Mountainbiker. Schließlich musste man beim Uphill auch am Pedal ziehen können, um das Potential des Körpers, bei der Jagd nach Rekorden und Höhenmetern, voll ausschöpfen zu können. Mittlerweile ist der Uphill für viele Mountainbiker nur noch ein Pflichtteil des Bikevergnügens. Als Kür des Sports betrachtet der moderne Moutntainbike Fahrer das Surfvergnügen auf Flow Trails bei der Abfahrt.

Wer sich nun schon mal mit Clickpedalen in einen hauchdünnen mit Spitzkehren gesegneten Trail gewagt hat, der weiß sicher, dass es schon mal knapp werden kann den Fuß noch rechtzeitig aus dem Clickpedal und auf den Boden zu bekommen, bevor der Körper der Schwerkraft folgt und das eigentlich Vergnügen in einem schmerzhaften Sturz endet. Aus diesem Grund haben sich bei Single Trail Fahrern nun auch Flat Pedals gegen Clickies durchgesetzt. Flat Pedals haben eine große Auflagefläche für die Fußsohle und sorgen mit Metall Pins (kleinen Schrauben) für Reibung. So kann der Five Ten Freerider unter Krafteinwirkung nur schwer vom Pedal abrutschen.

Five Ten Freerider Rubber Stealth Sohle

Five Ten Rubber Stealth Sohle

Der aus dem Kletterbereich bekannte Schuhhersteller Five Ten setzt dem ganzen noch eins drauf. Er bringt mit dem Five Ten Freerider einen Schuh auf den Markt, bei dem versucht wird die Reibung zwischen Radschuh und Pedal nun auch durch die Sohle (Five Ten Rubber Stealth) des Freeride Schuh zu verbessern. Das passiert zum einen durch die Form der Sohle, in der sich die Pins des Pedals gut verankern können, zum anderen durch die spezielle Gummimischung, die ähnlich wie ein Kletterschuh an der Wand, am Pedal des Bikes kleben soll.

Five Ten Freerider Im Praxistest

Um herauszufinden ob das wirklich klappt habe ich vor ca zwei Jahren meine alten Sneaker in die Tonne geklopft und mir den Five Ten Freerider gekauft. Gleich bei der ersten Ausfahrt war ich überwältigt. Der Five Ten Freerider klebt tatsächlich am Pedal. Beim Uphill war ich an die gute alte Zeit mit Clickies erinnert. Man kann natürlich nicht am Pedal ziehen, aber alleine die Tatsache, dass ich nicht wie mit den zuvor verwendeten Sneakern leicht vom Pedal rutschte war ein enormer Vorteil, der sich in mehr Fahrkomfort und Krafteinsparung auswirkte. In der Abfahrt und auf den Trails steht man mit dem Five Ten Freerider absolut sicher auf dem Pedal. Mit meinen alten Sneakern habe ich oft bemerkt wie der Schuh langsam an den Aussenrand des Pedals gedriftet ist. Man musste dann oft die Fußstellung nachkorrigieren. Das kostet Fahrspaß und kann unter Umständen gefährlich sein, weil man ein Pedal kurz entlasten muss. Aus selbigen Grund hat sich mein Fuß bei längeren Trail Abfahrten im alten Sneaker oft verkrampft angefühlt. Mit dem Five Ten Freerider gehört dieses Gefühl nun bei mir der Vergangenheit an. Der Freeride Schuh macht übrigens auch auf der Hütte eine gute Figur, ist perfekt geeignet um Gipfel zu erklimmen, die man mit dem Bike nicht mehr erreichen kann und man kann ihn auch mal im Alltag als ganz gewöhnlichen Sneaker anziehen.

Fazit:

Mit dem Five Ten Freerider kommt man, bedingt durch die “klebende” Sohle, dem Gefühl mit einem Clicker zu fahren näher als mit einem Sneaker ohne Five Ten Sohle. Im Downhill hält der Five Ten Freerider ähnlich gut wie ein Click Schuh auf dem Pedal. Im Ernstfall kann man den Fuß aber sofort und ohne Verzögerung vom Pedal nehmen und versuchen einen drohenden Sturz zu vermeiden. Das ist für mich der ausschlaggebende Punkt warum ich mich für Flat Pedals entschieden habe. Der Five Ten Freerider in Verbindung mit einem Flat Pedal ist für mich die ideale Kombination um der Traumlösung Clickpedal im Aufstieg, kein Clickpedal bei der Abfahrt am nähesten zu kommen. Five Ten ist eben für so manche Überraschung gut!

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