Testberichte

Dynastar Cham 2012/13 | Ski - Test

02.10.2012

Dynastar Cham 2012/13 | Ski – Test

Erfahrungs und Testbericht: Dynastar Cham 2013

In der kommenden Wintersaison erscheint nach dem Motto ‚Back to the roots!’ in den Reihen von Dynastar erstmals eine komplett neue Skilinie: Die Dynastar Cham Freeride-Skier mit dem Label ‚Born in Chamonix – Mont Blanc Valley’. Von den vier verschiedenen Breiten unter der Bindung (87, 97, 107, 127) testeten wir das Aushängeschild der Linie – den Dynastar Cham 97 – für euch.

Beste Voraussetzungen für die Entwicklung dieser Skilinie bietet der einmalige Standort von der Anfang der Sechziger Jahre gegründeten Firma in Sallanches: Keine 15 Minuten entfernt vom größten Skispielplatz der Welt. Zusammen mit den ortsansässigen Bergführern und einigen namhaften Steilwandspezialisten wurde großer Wert darauf gelegt die allgemeine Anforderung an einen Freeride-Ski (Breite, Vielseitigkeit) mit den speziellen Bedürfnissen der steilen, engen Couloirs rund um Chamonix zu kombinieren.

Technische Informationen

Der Dynastar Cham 97 wird in den Längen 166, 172, 178 und 184 cm und einem invarianten Sidecut von 133-97-112 angeboten. Nach Herstellerangaben ist der Radius bei allen Längen 16 m. Wir testeten die 178 cm lange Version, die knapp 2.3 kg pro Ski auf die Waage brachte. Alle Skier der Linie soll es aber auch als aufstiegsorientierte deutlich leichtere High Mountain Version geben – unbestätigte Quellen besagen, dass es sich dabei um ca. 600 g pro Ski handelt. Mit dem neuen ‚Levitation Profile’ sollen die Skier ein bislang ungekanntes Maß an Auftrieb, Wendigkeit und Stabilität vereinen. Ausgestattet ist er mit langem Rocker an der Schaufel und flachem Tail. Die kräftige Tallierung fällt – neben dem farbenfrohen Design – sofort ins Auge und weckt gleich das Interesse nach einem Praxistest. Die klassische Tallierung auf in der Mitte des Skis wird dabei mit einer invertierten Tallierung an Skispitze und –tail kombiniert. Die komplette Kantenlänge wurde mit ABS-Seitenwangen verstärkt und die neuartige Sandwich-Konstruktion besteht aus Holzkern, Glasfaser und Titanalbeschichtungen.

Test

Der Dynastar Cham 97 wird als der große Allrounder der Linie beschrieben. Von Piste über zerfahrene Hänge bis zum frischesten Champagne-Powder soll der Dynastar Cham alles mit Bravour meistern. Es wurde viel über den Ski gesprochen und so waren wir natürlich gespannt und die Erwartungen stiegen ins unermessliche. Wir konnten den Ski in sehr variablen Verhältnissen testen – bis auf tiefer, frischer Pulverschnee war alles dabei. Eins vorweg: Auch mit diesen Skiern kann man den Berg runterfahren! Und das gar nicht so schlecht…
Die Drehfreudigkeit des Skis fällt sofort auf, aber insgesamt sollte man sich und dem Ski ein wenig Eingewöhnungszeit geben, um ihn uns seine Eigenarten kennenzulernen. Die Schwungeinleitung funktioniert prima – im steileren Gelände noch besser als im flachen. Ein schneller Schwungwechsel erfordert allerdings ein wenig Aufwand. Sowohl der gecarvte als auch der gedriftete Schwung sind bei entsprechender Belastungsverschiebung gut ausführbar – die Belastungspunkte vertragen dabei ein gewisses Maß an Toleranz. Durch die breite Schaufel hat diese im Tiefschnee einen ordentlichen Auftrieb. Sie ist vom Flex her weicher ist als der Rest vom Ski (und die Skimitte mit 97 mm nicht sonderlich breit), wodurch man im gesetzten Tiefschnee bei niedrigen Geschwindigkeiten das Gefühl hat die Nose biegt sich auf, bringt den Ski aber nicht richtig an die Oberfläche. Außerdem tendiert bei höheren Geschwindigkeiten ein wenig zum Flattern und verhindert eine große Tempostabilität. Den angegebenen Radius von 16 m kann man sicherlich erreichen, aber vom Gefühlt ist man eher an 20 m dran. Das interessantes Bestandteil – und damit auch das gewöhnungsbedürftigste – ist das Tail. Direkt hinter der Bindung ist der Flex auf einmal weich, wodurch eine ungewohnte Flexibilität im Skiende entsteht. Dies scheint auch der Grund für den angenehmen Impuls am Ende jeden Turns zu sein. Von den angekündigten Auftrieb, Wendigkeit und Stabilität wird Zweitgenanntes definitiv in Übermaß zur Verfügung gestellt. Bei den anderen beiden muss man ein paar Abstriche machen, aber insgesamt gesehen ist das Jammern auf dem hohen Niveau einer One-Quiver-Allroundski-Suche.

Fazit

Dynastar Cham

Wenn man einen Allround-Ski für abseits und auf der Piste sucht, dann ist man beim Dynastar Cham bestens aufgehoben. Bis auf eine hin und wieder flatternde Nose und ein etwas gewöhnungsbedürftiges Tail findet man wenige Kritikpunkte. Und auch diese schwinden nach ein wenig Eingewöhnungszeit. Dynastar hat mit dem Dynastar Cham einen Ski mit eigenem Charakter entworfen. Wer versucht ihm eine bestimmte Fahrweise aufzudrücken wird ihn hassen – alle anderen werden den Dynastar Cham 97 lieben!

Ein Kommentar

  1. Habe den Ski 97 Cham und muß sagen,das beste seit langem, super Laufruhe Carven super Auftrieb gut sehr wändig leicht und spielerisch zu fahrender Ski.Meine Freunde testeten den Ski und waren überrascht wie geil der zu fahren ist.Er ersetzt sogar RaceSki wie zb.Head supers oder Rossignol.

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