Testberichte

Völkl Nanuq 2013 | Ski - Test

02.10.2012

Völkl Nanuq 2013 | Ski – Test

Erfahrungs und Testbericht: Völkl Nanuq 2013

Seit einigen Jahren sind der ‚Eisbär’ (Völkl Nanuq) und der ‚aus dem Eis ragende Berg’ – was die beiden Begriffe in der Sprache der Inuit bedeuten – die breitesten Skier in Völkls Touren-Sortiment.

Technische Informationen

Wie im Vorjahr wird der Völkl Nanuq in vier Längen angeboten: 163 ,170, 177 und 184 cm. Der Seitenzug beträgt bei allen Version 131-96-114, wodurch Radien von 20.2, 22.4, 24.6 und 26.2 m entstehen. Die Gewichtsangabe des Herstellers für einen Ski beträgt 1.65 kg bei einer Länge von 177 cm. Wir testeten den 184 cm langen Ski und dieser war nur unwesentlich schwerer (ca. 100 g). Getestet wurde mit der hauseigenen Marker Tourenbindung F12. Die Idee, die zur Entwicklung des Völkl Nanuq geführt hat, war einen Ski zu realisieren, der in Form, Flex und Fahreigenschaften dem Freeride-Allrounder Mantra gleicht, aber deutlich weniger Gramm auf die Waage bringt. Wenn man bedenkt, dass im Mantra ein Titanal-Topsheet verbaut ist, hört es sich leicht an Gewicht zu verlieren. Die große Herausforderung liegt darin die gleiche oder eine ähnliche Performance zu erreichen. Durch speziell entwickelte Hohlkammern im Holzkern (Pappel, Buche) und das Entfernen der Titanal-Matte konnten über 1 kg pro Ski gespart werden. Wie beim Mantra wurde auch beim Völkl Nanuq die klassische Vorspannung unter Bindung (bis zum Skiende) und mit einem moderaten Tip-Rocker kombiniert.

Test

Der Völkl Mantra ist seit längerem als Freeride-Allrounder in Völkls Produktpalette bekannt. Mit knapp 100 mm unter der Bindung zählt er zwar nicht unbedingt zu den Powderlatten, aber in den Extrembereichen muss man mit jedem Allround-Produkt Kompromisse eingehen. Im Großen und Ganzen hat sich der Charakter des Mantras sonst gut auf den Völkl Nanuq übertragen lassen. Flex, Dämfung und Gesamtperformance konnten eins zu eins kopiert werden. Einzig bei den mit Gewicht in Verbindung zu bringenden Eigenschaften, wie z.B. Laufruhe oder Tempostabilität, muss man beim Völkl Nanuq logischerweise Abstriche machen.
Sehr positiv kann man die Aufstiegseigenschaft des Völkl Nanuq beurteilen. Neben Gewicht spielt ein anderer Grund eine große Rolle, der oft unterschlagen wird: Die klassische Vorspannung gibt dem Fahrer nicht nur bei der Abfahrt im steilen Gelände Sicherheit, sondern auch beim Aufstieg. Durch den Schneekontakt von Skispitze und –ende kann das Fell über die volle Skilänge greifen und verleiht bei hartem Schnee mehr Kontrolle, wohingegen beim gerockerten Ski die effektive Felllänge viel kürzer ist. Die lange Vorspannung hilft ebenso dabei den Kantengriff hoch zu halten und Stabilität während dem Turn zu verleihen. Durch den Tip-Rocker wird die Schwungeinleitung trotzalledem erleichtert und auch auf der Piste lässt sich der Ski super handhaben.

Fazit

Völkl NanuqDer ‚Eisbär’ ist keineswegs so behäbig wie sein Name vielleicht vermuten lässt. Es vermittelt in vielem Gelände Sicherheit und damit eine hohe Flexibilität. Mit seinen technischen Grundzügen fährt sich der Völkl Nanuq eher wie ein klassischer Tourenski, der aber auch im Powder viel Spaß bereitet. Ein richtiger Allrounder. Einzig an den ganz tiefen Tage sollte man eher zu dem großen Bruder des Völkl Nanuq – dem Nunataq – gegriffen werden. Sowohl Anfänger wie auch Fortgeschrittene werden mit diesem Ski abseits der Pisten gut zu Recht kommen!

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