Testberichte

Kletterschuhe Scarpa Instinct

14.03.2011

Kletterschuhe Scarpa Instinct

Die Füße instinktiv setzen und natürlich klettern – ist ein Traum eines jeden Kletterers, der gerne fühlt was er da unter dem Fuß hat. Scarpa Instinct soll dass ermöglichen…

Vorgeschichte

Der Kletterschuh Scarpa Instinct war für mich anfangs eine Neuerscheinung, die ich nicht nachvollziehen konnte. Was sollen diese Kletterschuhe
können, was Mago, Stix und Feroce nicht bereits mitbringen?

Das moderate Aussehen täuscht gewaltig

Die Antwort fiel mir nicht leicht. Als ich mich zurückerinnerte kam mir sofort der Vergleich mit dem Scarpa Tifosi der irgendwann 2007 aus der Produktion genommen wurde. Tifosi war ein stark asymmetrischer Schnürer mit Downturn und einer recht harten Sohle. Sieht man die Bilder, so wird jedem die optische Ähnlichkeit beider Modelle bewusst. Zu damaligen Zeit war Tifosi der einzige Kletterschuh mit diesem “aggressiven” Profil im Scarpa Stall.

Optische Ähnlichekiten sind definitiv gegeben

Doch mit der Einführung der Steep-Line und spätestens mit dem mittlerweile beliebten und sich bewährten Allrounder Feroce wird die mögliche Lücke für einen ähnlich konzipierten Kletterschuh wie Instinct deutlich kleiner. Als es hiess, dass Instinct die Kletterer bei der instinktiven Benutzung der eigenen Füße unterstützen soll, dachte ich spontan an das Konzept von Speedster und Projekt. Doch alle meine Überlegungen, Erwartungen und Vorstellungen erwiesen sich als realitätsfern und falsch, als ich den Instinkt zum ersten Mal in den Händen hielt. Ob ich die Frage nach der Daseinsberechtigung dieses Modells beantworten kann, wird sich herausstellen.

 

Optik, Verarbeitung

Die Steppdecken-Optik ist Geschmacksache

Im Gegensatz zu den meisten Performance Modellen von Scarpa gefiel mir der Instinct von Beginn an eher weniger. Das Stepdeckenmuster die rote Farbe die Schnürrung, das alles erweckte in mir keine richtige Zuneigung zu diesem Kletterschuh. Wie denn auch sei, ist Instinct kein hässlicher Kletterschuh, so dass mein “Meckern” auf einem sehr hohem und objektiv schwer begründbarem Niveau einzuordnen ist. Insgesamt ist das Bild stimmig, es ist nichts überflüssiges dran, so dass die Gesamtkomposition optimal ist. Instinct wirkt sehr sportlich und durch den leichten Downturn etwas aggressiv. Die Toe-Hook Gummierung zeigt deutlich in welche Richtung es geht – moderne Schlüßelstellen in Routen und Bouldern wo es nicht nur auf das Balancieren in Reibungsplatten ankommt. Irgendwie zeugt die Optik von der urigen Power die sich hinter unscheinbaren Fassade versteckt.

Feine Details wie unter dem Randgummi “versteckte” Toe-Hook Gummierung sind Zeugnis perfekter Verarbeitung

Die Verarbeitung ist wirklich Spitzenklasse. Mittlerweile erwarte ich von Scarpa in dieser Hinsicht auch nichts anderes mehr als, höchste Qualität bei der Auswahl der Materialien und deren Verbindung zu einem Ganzem. Auch beim Instinct werde ich nicht enttäuscht – alles ist wirklich solide, schöne nahe zu perfekte, italienische Meisterarbeit. Besonders positiv ist mir die Verarbeitung des Toe-Hook Gummis aufgefallen. Dieser verschwindet an der Fußinnenseite unter dem Randgummi und ist dadurch gesondert gegen das Ablösen geschützt. Insgesamt gibt Scarpa Instinct ein ordentliches Bild ab und schaffte es nach dem ersten Life Kontakt schnell mein Herz mit seinen Qualitäten zu gewinnen.

Konstruktion

leichter Downturn und Vorspannung tut dem Komfort keinen Abbruch

Im Gegensatz zum Scarpa Booster oder Scarpa Mago ist Instinct ein Kletterschuh mit weniger Vorspannung und weniger Asymmetrie. Die Sohle fängt an der recht ausgeprägten Schuhspitze an und zieht sich durchgehend bis zur Ferse und über diese hoch. Die Sohlendicke ist 3,5mm, wobei diese auf mich etwas dicker wirken als die 3,5mm eines Mago´s. Die Sohle ist überraschend steif, wobei sowohl an den Kanten als auch unter dem großen Zeh die gleiche Steifigkeit spürbar ist (Daumentest). Ganz so steif wie ein Feroce ist Instinkt nicht, aber er ist so in etwa mit dem Scarpa Booster vergleichbar. Der Leisten ist zwar asymmetrisch aber nicht so “bananig” wie es beim Mago oder Testarossa der Fall ist. Der Leisten ist zwar eine Neu-/Weiterentwicklung kann aber mit dem des Feroces verglichen werden. So weist Instinct etwas geraderen Schnitt, eine deutliche Spitze, mäßige Vorspannung und ähnlich mäßigen aber ausreichenden Downturn.

Die Ferse ist der Perfektion in der Passform und Performance nah

Der Unterschied liegt in der Zehenbox und der Ferse. Während die Zehenbox deutlich höher als beim Feroce ausfällt, ist die Ferse deutlich straffer und weniger voluminös als beim “Fast-Klassiker”. Die Schnürung geht nur bis zu den Zehen, was leider kein feines Nachjustieren in diesem Bereich möglich macht. Bei einer richtigen Größenwahl ist dies auch nicht nötig und auf lange Sicht ebenfalls kein Muss, da die Zehenbox aus Lorica sich im Laufe ihres Lebens nur geringfügig bis gar nicht dehnt. Der Toe-Hook-Patch auf der hohen Zehenbox fühlt sich genauso klebrig an wie die Sohle aus der Gummimischung XS Grip2, so dass man davon ausgehen kann, dass das gleiche Material verwendet wurde. Die Ferse ist leider nicht voll gummiert und beinhaltet die klassischen Schwachstellen dieser Konstruktionsart (Ablösung an den Kanten). Ob es passiert oder nicht liegt an einem selbst und der Fähigkeit präzise zu hooken.

Mir persönlich spricht die vorliegende Konstruktion sehr gut zu. Einzig der TPS (Toe Power Support) könnte deutlicher ausfallen. Da fühlte ich beim Stix etwas mehr Unterstützung durch dieses System. Aber alles in einem ist Instinct ein feiner, moderner Sportkletterschuh in dem einiges an neuster Technologie steckt.

Passform und Größe

Die Größe 40,5 EU war sehr ENG

Nach dem ich in Arco die 40,5 EU als meine Minimalgröße ermittelt hatte und von der “Dehnbarkeit” des Instinkts las, beschloss ich diese Größe online zu bestellen. Doch der bestellte Schuh in 40,5 fiel irgendwie kleiner aus, als “damals” in Italien. Was ich außer Acht gelassen hatte, war die Tatsache das Kletterschuhe im Laden meist durch das viele Anprobieren ihre erste Dehnung bereits hinter sich haben und deshalb “größer ausfällen”. Alles in einem bekam ich meinen quadratischen Fuß gerade so rein, so dass ich mir sofort eine größere Größe wünschte. Gewünscht getan, in 41 EU umgetauscht war das Anziehen deutlich entspannter und die Hotspots am zweiten und dritten Zeh waren deutlich besser zu ertragen. Der Hotspot an der

Die Größe 41 EU ist deutlich bequemer

Achillessehne links ist aber etwas stärker geworden, da durch die größere Größe die Druckverteilung auf den ganzen Fuß weg war. In dieser Größe konnte ich sofort in Routen Einsteigen ohne dies nach der Hälfte bereuen zu müssen. Durch die Dehnung der Lederanteile rechne ich zwar mit einem sich Weiten des Schuhs, da die Zehenbox, meiner Erfahrung mit Lorica nach, wirklich formbeständig bleibt, glaub ich nicht an ein Formverlust.

Insgesamt ist Instinct sehr bequem und das von der ersten Sekunde an. Die hohe Zehenbox aus Lorica bietet viel Platz und dräng den großen Zeh ordentlich zurück. Auf diese Weise habe ich keinerlei Luft in der Spitze, sowie in der gesamten Zehenbox auch. Menschen mit der ägyptischen Zehenform und nicht ganz so schmalen Füßen werden bei Instinct besonders glücklich werden. Obwohl der Schuh ähnlich wie der Feroce wenig asymmetrisch ist und den großen Onkel mehr in Richtung der kleinen Zehen drückt, habe ich keinerlei Probleme mit dem Grundgelenk wegen der Hallux Vallgus Problematik (wie zBsp beim Anasazi VCS). Vom Schnitt her, ist Instinct idealer Kletterschuh für etwas breitere ägyptische Füße. Mein quadratischer Fuß dagegen,

Der Leisten ist “natürlich” – nicht zu viel Asymmetrie nicht aber auch nicht zu gerade

musste in den ersten drei Sessions sich erst Platz im Material verschaffen, wobei nur die beiden Hotspots betroffen waren. Der Rest saß bombig!

Die Ferse passt in 41 EU zwar immer noch gut, hat aber etwas mehr Luft in der Spitze als es bei der Minimalgröße der Fall war. Die Form der Ferse ist durchaus mit der berühmt-berüchtigten Miura Ferse vergleichbar. Das freut mich, als bekennenden Miura-Hook-Fersen-Fan doppelt, denn so sehr ich die Stepp Line von Scarpa mochte, so weit waren auch die Fersen dieser Serie von Scarpa geschnitten. Die neuen Fersen der Instinct und Vapor Reihen sind für mich ein deutlicher Schritt in Richtung “Perfekter Kletterschuh“. Die Schnürrung ist langsam und recht schwergängig. Der einzige Plus dieses Systems ist die Reibung an den Ösen. Dadurch rutscht der Schnürsenkel nach dem Festziehen nicht sofort zurück und man kann gut Öse für Öse festzurren. Um Ein und Auszusteigen genügt es lediglich die ersten drei Ösen zu lösen, was den zeitlichen Aufwand beim An/Ausziehen deutlich reduziert.

 

Performance – wie klettert sich der Scarpa Instinct

So sieht Instinct wenn er mit 83 kg belastet wird… dennoch bietet er guten Halt

Als alter Fan von Stix, Mago und Booster war ich einwenig verirrt, denn so instinktiv fand ich das Treten mit dem Instinct anfangs nicht. Man hat zwar alles auf anhieb treffen können ohne es (wie beim Solution) erst lernen zu müssen, aber das “Aufstellen der Tritte” mit den Zehen wie ich das von eben erwähnten Modellen kannte blieb mir verwehrt. Da die Zehen wirklich ordentlich zusammengefasst und die kleine Vorspannung sowie die durchgehende Sohle zusätzlich Unterstützung bieten ist es anfangs ein leichtes Unterfangen an noch so kleinen Spax zu stehen. Ganz so entspannen wie beim Spectro konnte ich mich auf den Mikros zwar nicht, aber mit dem Scarpa Instinct bekommt man (zumindest anfangs) eine gute Unterstützung, um die kleinen fiesen Tritte stehen zu können. Nach einigen Monaten wird die Sohle vorne etwas weicher und somit etwas weniger unterstützend – das verlangt zum Ende hin etwas mehr Zehenkraft.

Saugen an Tritten und Greifen mit den Zehen ist zweifelsohne Super!

Das Gefühl ist sehr gut, dieses ist zwar nichts noch nie da gewesenes aber dieses Modell legt eine wirklich solide Sensibilität an den Tag. Im Überhang schlug sich der Instinkt dank seines Downturns und der Vorspannung sehr gut. Es fiel mir einfach die Spannung an kleinen Tritten zu halten und auch an den flacheren Teilen zu “saugen”. Auch das Steigen auf Reibung war kein Problem und wurde mit der Zeit immer besser. Das XSGrip 2 Gummi leistet wirklich Arbeit und zwar sowohl auf den schmierigen Plastiktritten, als auch auf dem abgestecktem Kalk. Die Sohle reibt gut, hat dennoch nicht die Konsistenz eines Radiergummi´s und verformt sich sehr gut, um so einen einmaligen Formschluss mit der Struktur herzustellen.

Ein richtiges “Umklammern” der Tritte war mir bei meiner 7 UK Variante auf Grund der noch steifen Sohle nicht möglich, mit der Zeit wird es jedoch besser, denn so meine Erfahrung bis jetzt, wird die Sohle jedes Kletterschus irgendwann weicher und noch sensibler.

Hooken funktioniert Bombe und eriennert mich an die Hook-Waffe Namens Miura

Das Hooken mit der Ferse fand ich toll. Die Miura ähnliche Form brachte Miura ähnliche Leistungen, wobei Instinkt da ganz klein bisschen im Punkto Stabilität hinter dem Original blieb. Dennoch ist es eine solide und Hoffnung machende Vorstellung, die ich mir beim Stix und Mago auch wünschen würde. Des weiteren muss ich die Kantenstabilität im Vergleich zu Mago loben. Diese macht den Instinct deutlich, vielseitiger, denn nun hat man einen Schuh mit dem Mann sowohl im Übergang mit den Füßen ziehen kann und beim Plattenausstieg auf schlechten Tritten genügend Halt findet und Nerven behält.

Das Toe-Hooken ist dagegen für mich nicht ganz so 100% überzeugend gewesen. Die stark aufgestellten Zehen und hohe Zehenbox machen ein Anheben der Zehen für mich anfangs nur schwer möglich, so dass nur ein passives Hooken und hängenbleiben im Toe-Hook Patch übrig blieb. Die

Toe-Hooken funktioniert viel besser als mit den anderen Schnürschuhen

Toehookleistung ist durch die Zehengummierung dennoch deutlich besser als bei vergleichbaren Lace Modellen der Konkurrenz. Extreme, grenzwertige Toe-Hooks gingen bei mir jedoch nicht, so dass ich Instinct nur zum Teil als FULL-Boulder-READY bezeichnen würde. Nichts desto trotz reicht mir der leichte Downturn, die präzise Spitze und die sehr gute Ferse für die meisten Probleme aus, so dass er in der Kategorie Boulder-Allround Qualitäten noch vor dem Miura Lace oder Mago landet. Alles in einem ist die Performance nicht nur überzeugend sondern beeindruckend. Mit der Zeit entwickelt Instinct durch das weicher werden der Sohle seine volle Kraft im Überhang und überzeugt dort auf voller Linie.

Haltbarkeit

XSGrip 2 ist “sticky” und langlebig

Haltbarkeitsprobleme im Sohlenbereich hatte ich bei Scarpa noch nie. Bevor die Sohle durch war, drohte bei meinen Booster und Stix Paaren ein Loch über dem großen Zeh die Spannung im Schuh zu eliminieren. Dieses Problem wird es bei Instinkt nicht geben, da diese Stelle mit dem Toe-Hook Gummi bedeckt ist. Konstruktionsgeschuldete Ablösungen des Gummis im Fersen und Zehenbereich (hier nur am Übergang zu Schnürrung hin) sind zwar durchaus realistisch und vorstellbar, traten bei mir aber nach zwei Monaten und etlichen Hooks noch nicht auf. XSGrip 2 macht einen wirklich guten Eindruck, bei keinem der Schuhe mit diesem Gummi hatte ich bis jetzt unverhältnismäßigen Abrieb feststellen können. Das heißt bei normaler Benutzung (3 mal die Woche) muss man nach einem halben Jahr bei diesem Modell keine Löcher an der Spitze befürchten. Wer seine Füße gut im Griff hat, wird auch mit der 3,5mm dicken Sohle über ein Jahr hinkommen. Trotz der wirklich guten Reibung und “Verformfreudigkeit” verschließt dieses Gummi erstaunlicher Weise so gut wie nicht. Ansonsten macht der Schuh dank hochwertigen Materialien und perfekten Vearbeitung einen stabilen und nachhaltigen Eindruck und lässt sich mit Sicherheit mehrmals neu besohlen. Aus der Sicht der Haltbarkeit sollte man sich beim Scarpa Instinct also im Bezug auf eine evtl. Fehlinvestition keine Sorgen machen.

Empfehlung/Einsatzbereich/Klettergebiet

Wenn die Schnürrung nicht nervt findet einen sehr guten Kletterschuh für Fränkische Routen und Boulder

Langfristig gesehen ist dieser Schuh vor allem für alle möglichen Einsätze im Überhang wärmstens zu empfehlen. Gerade mit der immer weicher werdenden Sohle wird er im steilen Gelände immer besser. Das Bouldern funktioniert auch problemlos, wenn man die Zeit für das Schnüren aufbringen möchte und keine Solution ähnliche Hook Eigenschaften benötigt. Würde ich eine Empfehlung bezüglich des Klettergebiets aussprechen müssen – dann wäre es die Fränkische. Mittlerweile hatte ich den Instinct in Kochel und Frankenjura im “Felseinsatz”. Obwohl ich im Kochel nicht enttäuscht wurde, hat sich das Stehen, Ziehen und Hackeln im Jurakalk deutlich besser angefühlt. Gerade als der Schuh etwas weichgeklettert wurde erwies es sich als ein perfekter Begleiter im Franken. Denn im Unterschied zum Mago (meinem amtierenden “Frankenjura-Favoriten”) hat er genug Kantenstabilität, um die Platte der “Supernase” ohne Probleme hinter sich zu lassen, um dann im Überhang richtig glänzen zu können. Natürlich ist dieses Scarpa Modell, nicht zuletzt auf Grund seines hohen Komforts uneingeschränkt auch für die Halle zu empfehlen. Der im Vergleich zu anderen (La Sportiva, Five Ten) Performance Kletterschuhen “niedriger” Preis ist eine weitere Empfehlung wert.

Alles in einem ist Instinkt ein wirklich toller und empfehlenswerter Kletterschuh, der eine bestimmte Nische bedient. Von seiner Performance ist er am ehesten mit dem Testarossa vergleichbar, punktet aber mit deutlich bequemeren Leisten und “freundlicheren” Schnitt. Des Weiteren ist Instinct für all diejenigen interessant, die sich beim Mago mehr Kantenstabilität wünschten, beim Feroce mehr Gefühl und beim Booster eine bessere Ferse. So vereint er einige positive Eigenschaften auf sich, die sein Dasein mehr als rechtfertigen.

 

Fazit

Für das Geld ist Instinct extrem gut bei der Performance und ist im Franken zuhause

Scarpa Instinkt ist, ganz plump und komprimiert ausgedrückt, die weichere, gefühlvollere “Variante” des Feroce mit einer höheren Zehenbox und größeren Anpassungsspektrum.. Im Gegensatz zum Feroce stellt Instinct die Zehen etwas stärker auf und sorgt so für eine noch höhere Präzision beim Antreten. Auspacken und sofort los klettern ist bei diesem Kletterschuh an der Tagesordnung. Wobei der Instinct meiner Meinung nach direkt aus der Box nicht unbedingt ins Alpine Gelände gehört. Seine volle Stärke spielt er aber von Beginn an im steilem und steilstem Gelände aus. Daher ist dieser Schuh für das moderne Sportklettern und Bouldern bestens geeignet. Durch das Obermaterial aus Leder sollte man etwas “Dehnung” (mind. 0,5 EU Größe) beim Kauf einrechnen, wobei die Zehenbox ziemlich formbeständig bleibt. Hat man ordentlich Kraft im Fuß, so wird der Instinct in jedem Gelände und Gestein  eine gute Figur abliefern.  Mich überzeugte Instinct vor allem mit dem direkten Trittgefühl und Präzision.  In der Preisklasse um 100 EUR findet man kaum einen Kletterschuh der Komfort und Leistung so erfolgreich vereint wie Scarpa Instinct.

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