Testberichte

Rossignol S7 2013 | Ski - Test

02.10.2012

Rossignol S7 2013 | Ski – Test

Erfahrungs und Testbericht: Rossignol S7

Über den Rossignol S7 12/13 braucht man Kennern der Freeride-Szene nicht viel erzählen. Es war einer der ersten Freeride-Ski, welcher der breiten Masse der Offpiste-Skifahrer ein Grinsen ins Gesicht zauberte – so einfach war Tiefschneefahren nie zuvor. Mit der kommenden Wintersaison 2012/2013 bringt Rossignol mit dem neuen Rossignol S7 eine Weiterentwicklung auf den Markt, die nicht minder viel Spaß macht.

Technische Info

Im Rossignol S7 steckt immer noch viel technologische Innovation, die auch heutzutage noch zigfach kopiert wird – das Potential des Rossignol S7 wurde dabei aber in den seltensten Fällen erreicht. Es ist wohl der Ski bei dem die pure Angabe des Sidecuts (145-115-123) und Radius (17.5 m) am wenigsten Rückschlüsse auf das wahre Verhalten des Skis zu lässt, weil viele verschiedene Effekte ineinander spielen. Eine schmale, sehr kurze Tallierung unter der Bindung verleiht gleichzeitig Kraft und Griffigkeit in der Mitte des Skis (Centered Sidecut). Die Enden werden frei gegeben und das macht den Rossignol S7 besonders verspielt und vielseitig. Mit dem Spoon Tip (breite, angehobene Schaufel) gehören Nose-Dives der Vergangenheit an. Dadurch wird die Skispitze auch das primäre Steuerungsmittel im tiefen Powder. Die Art und Weise wie Kohlefasermatten mit dem Holzkern verarbeitet wurden, verleiht dem Rossignol S7 seinen unnachahmlichen Flex und sorgt dafür, dass ein einzigartiger Schneekontakt erzielt wird.

Rockertheorie und Test

Rossignol hat in den frühen Stunden der modernen Skitechnologisch einiges zur Entwicklung der Rocker-Technologie beigetragen. Der Rossignol S7 ist ein sehr gutes Beispiel dafür warum gerockerte Skier grundsätzlich so leicht zu fahren sind. Der Hauptvorteil der Rocker Bauweise zeigt sich in allen weichen Schneearten durch eine gesteigerte Toleranz und eine natürlich aufschwimmende Schaufel. Ein weiterer Vorteil ist die erhöhte Drehfreudigkeit in jedem Gelände durch die Entlastung von Schaufel und Skiende. Dadurch wird die Schwungeinleitung enorm erleichtert und die Kraftübertragung des ersten Kantenkontakts ist durch die kurze effektive Kantenlänge wesentlich direkter. Während des Schwunges hat die Kante über die komplette Länge Kontakt zum Schnee und bietet die gleiche Kontrolle und Sicherheit wie Ski mit klassischer Vorspannung. Der Rossignol S7 hat immer schon durch eine ausgewogene Abstimmung zwischen Vorspannung unter der Bindung und Rocker an Schaufel und Tail aufgetrumpft (50% zu 50%). Dies ist notwendig, damit die genannten Effekte ineinander spielen und sich nicht gegenseitig negativ beeinflussen.

Fazit

Rossignol S7Ein klarer Offpiste-Ski. Egal ob für Anfänger oder Fortgeschrittenen – jeder wird mit diesem Ski sein Potential verbessern. Line und Speed scheinen immer kontrollierbar, einzig bei sehr hohen Geschwindigkeiten und Geradeausfahrten kommt wegen der kurzen Kontaktfläche mit dem Schnee ein leichtes Gefühl von Unkontrollierbarkeit auf. Definitiv kein Allrounder, sondern der Ski für die tiefen Tage!

Neuer Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!

*


*