Testberichte

Dynafit Huascaran | Ski - Test

26.09.2012

Dynafit Huascaran | Ski – Test

Mit der kommenden Wintersaison 2012/2013 bringt Dynafit einen neuen Powderski auf den Markt. Der Dynafit Huascaran, benannt nach dem höchsten Berg Perus, ist noch breiter als der im letzten Winter präsentierte Dynafit Stoke und damit der breiteste Ski in Dynafits Produktlinie. Wir konnten den Schneeleoparden-Fisch ausgiebig beim Freeriden und Tourengehen in Norwegen testen.

Technische Info

Im Vergleich zum Stoke hat der Dynafit Huascaran unter der Bindung noch mal knapp 10 mm an Breite gewonnen und hat nun einen Sidecut von 135-114-124 bei einer Länge von 186 cm (Stoke: 130-106-120 bei 182 cm Länge). Nose und Tail wurden angepasst und laufen etwas langsamer zu. Der Kern besteht wieder aus Paulownia und Bambus, welche durch Buchenstringer verstärkt werden. Dadurch ändert sich das Gewicht kaum (1850 g im Vergleich zu 1670 g – andere Längen beachten!) Der entscheidende Unterschied ist aber in der Vorspannung zu finden: Der Dynafit Stoke hat eine abgeschwächte klassische Vorspannung, nur einen leichten Tiprocker und ist gut für Touren abgestimmt. Der Dynafit Huascaran ist mit Scoop und Tail Rocker eher wie ein moderner Powderski ausgestattet.

Test

Bei den Testbedingungen war von feinstem Pulverschnee, schweren Frühlingsschnee, Firn, Harsch und norwegischer Wiese alles dabei. Während der Stoke sich noch mehr wie ein ‚breiter Tourenski’ gefahren hat, verdient sich der Dynafit  Huascaran schon eher die Bezeichnung Freeride-Ski – am besten drückt es Dynafit aber wohl selbst aus: Der Ski steht unter der Kategorie Freeride-Touring. Und so würde ich das auch einordnen. Es wurde ein ordentlicher Schritt in die ‚richtige’ Richtung gemacht, aber als vollen Freeride-Ski würde ich ihn nicht bezeichnen.
Das wird auch nicht das Ansinnen bei der Entwicklung gewesen sein – viel mehr ging es wohl darum einen Allrounder für variable Verhältnisse zu entwickeln, der auch an den tiefen Tagen breit genug ist. Durch die sogenannte Triple-Radius-Technik wird gewährleistet, dass der Ski trotz seiner Breite sehr wendig bleibt und das funktioniert erstaunlich gut. Dynafit versucht außerdem weiterhin seiner Stärke treu zu bleiben: Das geringe Gewicht wird sicherlich einige Skitourengeher ermutigen auch mal zu den breiteren Latten zu greifen.

Fazit

Während der Stoke sich noch wie ein klassischer Tourenski gefahren hat, fühlt sich der Dynafit Huascaran schon deutlich mehr wie ein Freeride-Ski an – vor allem im Pulverschnee! Erstaunlicherweise gibt er aber auch im zerfahrenem und harten Schnee bei großen und kleinen Turns Sicherheit und lässt sich leicht auf die Kante stellen. Einziges Manko ist weiterhin die recht weiche Nose, die bei höherer Geschwindigkeit und ruppigen Verhältnissen etwas unruhig wirkt. Für meine persönlichen Präferenzen könnte er noch etwas härter und schwerer sein, aber das verlangt dann auch mehr Einsatz vom Fahrer (Testfahrergewicht: 85 kg). Kurzum: ein sehr spaßiger Allrounder für fast alles – ganz nah am ominösen One-Quiver-Ski!

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