Reise

Teil 5/5  - Der Himalaya - Expedition von den Reisterassen Indiens zur „Wohnstätte des Schnees“

02.10.2012

Teil 5/5 – Der Himalaya – Expedition von den Reisterassen Indiens zur „Wohnstätte des Schnees“

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Tag 13:

Phedang, 3550 m nach Sachen, 2200 m.

 Wanderung ins Tal

Wanderung ins Tal

 

Mühsam beginnt der Abstieg – und bleibt es. Fast 1500 Höhenmeter geht es heute am vorletzten Tag der Expedition bergab. Nicht stetig, denn der Weg orientiert sich am Gelände. Immer wieder sind kurze bergauf Passagen zu meistern. Nachmittags erreichen wir Tshoka auf 3050 Meter Höhe, ein kleines von Tibetern bewohntes Dorf. Eine feste menschliche Ansiedlung. Wir sitzen nach zwölf Tagen wieder auf einem Stuhl. Trinken Tee an einem Tisch. Nicht am Boden. Nicht unter freiem Himmel. Die Atmosphäre in dem kleinen Ableger Tibets bezaubert, auch unsere Sherpas sind bester Laune. Sie treffen hier alte Bekannte, plaudern und lachen, sind wieder „heil“ unten.

Die einfache Wanderung ins Tal führt unsere Expedition durch ein botanisches Paradies: Rhododendren, Moos behangene Eichen, Kastanien, Fichten, Magnolien, üppige Farne. Die einzige Gefahr besteht in Yaks, die uns mit ihrer Last entgegenkommen. Da heißt es schnell einen guten Platz an der Bergseite zu finden, wo wir uns eng an Felsen oder Büsche drücken. Denn die Yaks laufen unbeirrt von Menschen weiter und stoßen Leichtsinnige, die talseitig stehen, auch gerne mal dort hinunter.

Tag 14:

Sachen, 2200 m nach Yuksam,1770 m.

Gewaltige Erdrutsche

Gewaltige Erdrutsche, als Spuren eines Erdbebens

 

Seit wir gestern Nachmittag in Sachen unser Lager aufgeschlagen haben, ist der Regen unser ständiger Begleiter. Beim weiteren Abstieg werden auch die Träger unserer Expedition vorsichtiger auf dem rutschigen Boden. An einigen steilen Flanken ragen große braune Schneisen aus dem Grün heraus. Gewaltige Erdrutsche, Spuren des kürzlichen Erdbebens, das Teile des Weges vor wenigen Wochen komplett mit sich in die Tiefe gerissen hat. Die Sherpas haben mit Bambusstämmen und Steinen einige spektakuläre Querungen in die Erdrutsche gebaut, natürlich von Hand. So wurde der Zustieg nach Dzongri überhaupt erst wieder möglich. Wochenlang waren die Sommerweiden von der Außenwelt abgeschnitten. Immer wieder queren wir die Erdrutsche auf den Bambusstegen. Entlang des wunderschönen Flusstales führt der Weg unserer Expedition über eine moderne Brücke Stück für Stück hinunter nach Yuksam.

Hier endet unsere einmalige Expedition durch die Singalila-Range und am Kanchenjunga-Massiv. Gewaltig waren die Eindrücke und Berge des Himalaya, einmalig die einsamen, langen Wege von den Reisterassen Indiens durch dichte Wälder hinauf zu den höchsten Bergen der Erde. Um so schöner, weil wir sie aus eigener Kraft entdecken durften.

Danke an das klasse Bergzeit-Team für die exzellente Beratung und die wirklich gute Ausrüstung, wie das Expeditionszelt, ohne die wir die Expedition sicher nicht so warm, trocken und gut gelaunt überstanden hätten.

 Die Nepal Expeditionsgruppe

Gruppenfoto

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