Testberichte

Erfahrungsbericht: Gloryfy Sonnenbrille

01.10.2012

Erfahrungsbericht: Gloryfy Sonnenbrille

Erfahrungs und Testbericht: Gloryfy Sunglasses

Bevor das Bergzeit-Team die neuen Gloryfy Sonnenbrillen ins Angebot genommen hat, durfte ich für euch die Brillen des österreichischen Herstellers genauer unter die Lupe nehmen.

Mitgeliefert wird auch ein robustes Gloryfy-Etui für die Sonnenbrille

Mitgeliefert wird auch ein robustes Gloryfy-Etui

Eine Sonnenbrille, die modisches Design, Funktionalität, 100% optische Güte und Unzerbrechlichkeit garantiert – da wird der Mund aber mal ordentlich voll genommen dachte ich mir, als ich die Beschreibung des Herstellers auf der Homepage gelesen habe. Ob die Brille hält, was der Hersteller verspricht und was ich dabei sonst noch rausgefunden habe könnt ihr im folgenden Testbericht lesen.

Die Verpackung war auf jeden Fall schonmal standesgemäß und zeugt davon, dass Gloryfy viel Wert auf Äußerliches legt, schlichtes aber ansprechendes Verpackungsmaterial, dann ein robustes und gut aufgemachtes Brillenetui und nach dem Öffnen die große Überraschung – die Brille überzeugt mich auf den ersten Blick. Sie wirkt perfekt verarbeitet, eher schlicht gehalten (wobei das natürlich vom Modell abhängig ist), das Material fühlt sich sehr sehr gut an und auch das erste Aufsetzen der Sonnenbrille war sehr angenehm: die von mir getestete G6 ist sehr leicht und sitzt angenehm weich auf Nase und Ohren auf – kein Drücken oder Quetschen wie bei anderen Brillen. Doch anfangs war die Gloryfy Brille sogar zu weich – durch ihren “Memory Effect” wollten die Bügel einfach nicht so bleiben, wie ich sie eingestellt haben wollte – anfangs war daher die Passform sagen wir mal suboptimal. Doch nach einigen neuen Versuchen, die Bügel so zu verbiegen, wie sie für mich passen, hat die Brille perfekt gehalten und sitzt kaum spürbar auf.

Design

Die Gloryfy G6 wird als "Style" Modell beworben - zurecht?

Die Gloryfy G6 wird als “Style” Modell beworben – zurecht?

Oder was meint ihr?
Oder was meint ihr?

Gloryfy bietet Sonnenbrillen (und übrigens auch Skibrillen) in unterschiedlichsten Varianten an. Das von mir getestete Modell nennt sich G6 und ist das Modell in der Serie, das aus meiner Sicht den meisten Wert auf Style legt – die anderen Modelle (G2, G3, G4, G5, G7, G12) sind in unterschiedlichsten Farbvarianten und Rahmenvarianten erhältlich – hier sollte für jeden etwas dabei sein! Natürlich gilt bei Sonnenbrillen immer, dass sie einem persönlich stehen müssen – hier gibt es nur ausprobieren, bis man sein Modell gefunden hat und mit Passform und Design zufrieden ist.

Aus meiner Sicht hat Gloryfy aber einen ganz guten Mittelweg gefunden und unterschiedlichste Modelle entwickelt, die allesamt Sportlichkeit und Style vereinen – und so beim, vor und nach dem Sport einen guten Eindruck hinterlassen.

Technische Details

Nun schauen wir uns die technischen Features an, die die Brillen von Gloryfy zu bieten haben – und davon gibt es einige:

Die Gloryfy G6 hier in schlichtem matten schwarz

Die Gloryfy G6 hier in schlichtem matten schwarz

Da wäre erstmal das Attribut “unbreakable”: Sowohl die Sonnenbrille selbst, als auch die Linsen wurden von Gloryfy so entwickelt, dass sie unzerbrechlich sein sollen. Es wurde ein spezieller Kunststoff entwickelt, der maximale Elastizität mit Stabilität vereint. Und er ist wirklich sehr beweglich – die Brille lässt sich samt Gläser in alle möglichen Richtungen biegen und dehnen und springt danach sofort wieder in ihre Ursprungsform zurück. So soll sicher gestellt werden, dass auch bei einem Sturz keine Verletzung durch Splittern der Brille entstehen und natürlich – dass die Sonnenbrillen alles mitmachen, sei es von einem Sturz beim Skifahren, dem Sand beim Beachen oder dem Stein beim Klettern. Was ich bisher auch nur bestätigen kann – der Brille macht es absolut gar nichts aus, wenn man sie mal fallen lässen, sich drauf setzt oder ähnliches. Auf den Fotos vom Hersteller sieht man auch ganz gut, wie extrem sich die Brille tatsächlich verbiegen lässt, ich war nicht ganz so mutig, kann aber bestätigen, dass die Sonnenbrille wirklich gut biegsam ist.

Gleichzeitig versprechen die Gläser 100% optische Güte - d.h. es gibt keine Verzerrungen durch die Krümmung der Linse, da diese durch eine spezielle Korrektur ausgeglichen wird. Wer mal eine Sonnenbrille auf hatte und sich gewundert hat, wieso der Boden vor einem Wellen wirft kennt dieses Phänomen – mit den Gloryfy Gläsern ist dies absolut kein Problem mehr. Und auch hier wurde nicht zu viel versprochen – der Vergleich mit meiner alten Sonnenbrille (von der ich immer dachte, dass sie auch nicht verzerren würde) hat gezeigt, dass die Gloryfy einfach noch weniger verzerrt.

Die Gläser selbst sind mit einer speziellen Oberfläche versehen, die es ermöglicht, dass kleine Kratzer sich von selbst zurückbilden- als auch in Punkto Kratzfestigkeit gibt es nichts zu meckern. Natürlich gibt es hier wie überall Grenzen, allerdings muss ich sagen, dass nach 3 Wochen Urlaub mit etlicher Einsatzzeit der Sonnenbrille keine wesentlichen Kratzer zu sehen sind – scheinbar hält die Oberfläche bisher was sie verspricht. Die Sonnenbrillen werden weiterhin im sog. Baukastensystem zusammengebaut. An den jeweiligen Stellen, wo zusammengeklickt wird, sind auch “Sollbruchstellen” eingefügt worden. Dies soll nicht heißen, dass hier tatsächlich etwas bricht. Aber wenn die maximale Elastizität überdehnt wird, springt beispielsweise einfach der Bügel aus der Halterung und bricht nicht, wie bei anderen Brillen. Anschließend lässt sich der Bügel einfach wieder zusammenstecken – so wird garantiert, dass die Sonnenbrille einiges einstecken kann und dabei nicht so einfach zu Bruch geht. Der “Memory Effect” verspricht, dass die Gloryfy Sonnenbrillen auch nach noch so starker Verformung und Verbiegungen immer wieder in die ursprüngliche Form zurückspringen. Das ist einerseits natürlich toll – jedoch hat es mich wie oben angedeutet anfangs etwas vor Probleme gestellt: ich wollte die Brille an meinen Kopf anpassen – aber die Brille ist immer wieder in die Ausgangslage zurückgesprungen. Aber hier kann ich euch entwarnen, nach einer Weile passt sich die Brille dann doch an und man kann alles prima einstellen. Trotzdem wird davor gewarnt, das Material mutwillig hin- und herzuknicken. Irgendwann hat eben jedes Material seine Grenze erreicht. Und der Hersteller betont, dass “unbreakable” nicht mit “unzerstörbar” gleichzusetzen ist, die Brillen sind sehr robust aber man sollte nicht mutwillig versuchen sie zu biegen – irgendwann gelangt man eben auch hier an Grenzen. Die Brille wurde gezielt für Extremanwendungen entwickelt und soll auch halten, was erwartet wird. Das als “Safety Concept” zusammengefasste Prinzip der Firma Gloryfy verspricht zusammengefasst folgendes:

- 100% Unzerbrechlichkeit von Rahmen, Gläsern und Bügeln

- 100% UVA / B Schutz

- 100% optische Güte

- 100% Memoryeffect (Rückstellung nach Deformation)

Soweit ich das bisher beurteilen kann, hält die Gloryfy Brille was sie verspricht und braucht sich damit nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Ihr Alleinstellungsmerkmal – die Biegsamkeit und “unbreakable” Technologie – können dabei sicher das ausschlaggebende Kaufargument sein!

Einsatzbereich

Die Gloryfy G6 hier in schlichtem matten schwarz

Die Gloryfy G6 hier in schlichtem matten schwarz

Die Gloryfy Sonnenbrillen wurden für Sportler mit hoher Anforderung an das Material entwickelt – das spiegelt sich in der absolut hochwertigen und robusten Verarbeitung und dem tollen Material wieder. Egal ob beim Klettern am Fels, beim Skifahren, am Strand beim Beachen, beim Radfahren, Wandern oder sonstwo – die Brille sollte nicht der limitierende Faktor sein. Und soweit ich das jetzt bisher testen konnte sind die Brillen von Gloryfy definitit nicht der limitierende Faktor: Sie sind stabil, bieten gute Lichtverhältnisse und schirmen gut ab, bieten vollen UV-Schutz, sitzen gut, verrutschen nicht – also alles was man von einer Brille für jede Situation erwartet. Daher kann ich die Sonnenbrillen jedem nur empfehlen, der eine Brille für jede Situation sucht und bereit ist, für die Qualität auch einen angemessenen Preis zu zahlen.

Fazit

Neu bei Bergzeit.de: Gloryfy Sonnenbrillen

Neu bei Bergzeit.de: Gloryfy Sonnenbrillen

Ich war anfangs recht skeptisch – eine Sonnenbrille, die so viel auf einmal verspricht? Aber ich konnte mich während des letzten knappen Monats ausführlich davon überzeugen, dass die Gloryfy Sonnenbrille hält was sie verspricht. Sie ist sehr leicht, sitzt angenehm an Nasenrücken und Ohren auf, rutscht nicht (mal von kleineren Problemen am Anfang abgesehen), schirmt sehr angenehm gegen Licht und Wind ab (auch von der Seite) und hält auch in Sachen Verformbarkeit, Unzerbrechlichkeit und Optik, was sie verspricht.

Ich kann die Brille daher jedem empfehlen, der bereit ist 120€ aufwärts für eine Sonnenbrille auszugeben – dann allerdings hat er ein Modell, mit dem er kaum Abstriche machen muss und das sich vor Konkurrenz nicht verstecken braucht! Und die Auswahl an unterschiedlichen Modellen sollte es jedem ermöglichen, das passende für sich zu finden!

Also von meiner Seite aus: Ausprobieren ob einem die Modelle von Gloryfy stehen und sich selbst von dem neuartigen Konzept überzeugen!

3 Kommentare

  1. Nach ein paar Monaten so ausgeleiert, dass die für Sport unbrauchbar ist, da hilf mir ‘unbreakable’ genau gar nix.

  2. Hallo und Danke für den ausführlichen Bericht!

    Hab mir selbst eine G6 gegönnt und bin begeistert. Einzig die Passform ist wie auch bei dir suboptimal. Wie hast du denn die Bügel genau gebogen? Dachte der memory effect würde genau das verhindern…

    Danke für deine Antwort im Voraus!

    Lg Bernhard

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