Alpin

Best of Schwäbische Alb Kletterführer

11.09.2012

Best of Schwäbische Alb Kletterführer

Heute möchte ich euch einen meiner Lieblingskletterführer vorstellen – den Best of Schwäbische Alb Kletterführer vom Panico Verlag und euch erzählen, was in dem Auswahlkletterführer drin steht, für wen er sich eignet und für wen er nicht unbedingt die erste Wahl ist.

Aufbau zum Panico Kletterführer

Der Best of Schwäbische Alb Kletterführer ist ganz im typischen Stil der restlichen Panico Führer aufgebaut.

Mit allen wichtigen Felsen von Aalen bis Zollernalb

Mit allen wichtigen Felsen von Aalen bis Zollernalb

Nach einigen einführenden Worten, Erklärungen zum Gebrauch, allgemeinen Hinweisen zur Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten, Ausweichmöglichkeiten bei Schlechtwetter und Naturschutzregeln legt der Führer ohne große Umschweife los. Aufgeteilt in mehrere Regionen (Rosenstein – Eselsburger Tal – Geislinger Alb – Lenninger Alb – Ermstal – Reutlinger Alb – Lautertal – Blautal – Zollernalb – Donautal) und dann nochmals untergliedert in die jeweiligen Kletterfelsen findet man sich schnell und übersichtlich zurecht.

Zu Beginn jeder Kletterregion findet sich eine Übersichtskarte, in der Anfahrt und die jeweiligen Felsen verzeichnet sind sowie eine kurze Erklärung zur speziellen Charakteristik der Routen, des Gesteins oder sonstigen regionalen Besonderheiten. Die Felsen selbst sind dann stets mit einem übersichtlichen Topo versehen, in dem farblich markierte Routen zu finden sind (blau = III-V, rot VI-VII, schwarz > VII), die Lage und Art der Haken (Bohrhaken, Normalhaken, Sanduhr, usw.) sowie die Position der Umlenker. Zusätzlich findet sich zu jedem Fels wiederum eine kleine Einführung mit besonders lohnenswerten Routen, wichtigen Informationen oder Besonderheiten wie Naturschutzregeln, Zustiegswege usw. Ebenso wird die Ausrichtung der Felsen (wichtig um im Sommer nicht gebraten zu werden), die Zustiegszeit und die maximale Felshöhe (wichtig für die richtige Seillänge) benannt – also alles was man für einen gut informierten Tag am Fels so braucht.

Der Kletterführer nennt sich selbst “Best of” und setzt dies voll um – nicht nur die Auswahl der Felsen innerhalb der schwäbischen Alb sondern auch an den Felsen selbst – besonders lohnenswerte Routen wurden mit einem * versehen und versprechen besondere Qualitäten.

Mit den wichtigsten Gebieten der Alb

Mit den wichtigsten Gebieten der Alb

Übersicht über die Klettergebiete
Übersicht über die Klettergebiete, die im Kletterführer vorkommen

Soweit unterscheidet sich der “Best of Schwäbische Alb Kletterführer” bisher nicht wesentlich von den normalen Kletterführern – der große Unterschied aber kommt in der Zusammenstellung. Der Autor (Achim Pasold) hat es sich zur Aufgabe gemacht, besonders lohnenswerte Klettergebiete zusammenzustellen. Auch innerhalb der Klettergebiete wurde selektiert und eventuell weniger lohnende Nebenfelsen weggelassen. Dabei ist die Zielstellung des Autors, besonderes Augenmerk auf (zumindest für die Alb Verhältnisse) gut gesicherte Routen im V-VIIer Bereich zu legen. Daher wurden auch vor allem die Felsen berücksichtigt, die ein breites Routen-Spektrum in diesem Bereich haben. Leichtere Routen sind in fast jedem Gebiet ebenfalls vorhanden, schwierigere meistens auch, wenn auch oft weniger zahlreich. Daher sollten sich Kletterer, die sich v.a. in Bereichen oberhalb VII bewegen,vermutlich besser die einzelnen Gebietsführer ansehen, da dort vollständig alle Felsen mit allen Routen vermerkt wurden. Für einen Großteil der Klettergemeinde sollte aber mit dem V-VIIer Spektrum der Bereich abgedeckt werden, in dem sich die meisten genügend ausleben können. Gerade auch für Kletteranfänger sind einige lohnende Felsen mit guter Absicherung und einfachem Routenspektrum aufgeführt, so dass sich der Führer auch zu Beginn einer Kletterkarriere lohnt und genügend Spielraum nach oben bietet.

Inhalt

Der “Best of Schwäbische Alb Kletterführer” behandelt alle wichtigen Sportklettergebiete zwischen “Aalen und Zollernalb”.

Hier findet ihr eine Auflistung aller Klettergebiete mit jeweiligen Felsen:

... und übersichtliche Topos ...

Der Kletterführer bietet übersichtliche Topos …

 

... übersichtliche Routenmarkierungen ...
… und übersichtliche Routenmarkierungen.

Gebiet Rosenstein
Rosenstein Westfels
Rosenstein Sofienfels

Gebiet Eselsburger Tal
Mittlere Wand
Wilder Hund
Bachfels
Burgfels

Gebiet Geislinger Alb
Roggenstein
Kuchfels
Jungfrauenfels
Amazonenfels
Kleine Hausener Felsen

Gebiet Lenninger Alb
Reußenstein
Kesselwand
Schwarze Wand
Kompostfels
Wielandstein
Gelber Fels
Neuffener Parkplatzfels

Gebiet Ermstal
Römerstein
Linke Wittlinger Felsen
Sirchinger Nadeln
Geschlitzter Fels
Hockenlochfels

Gebiet Reutlinger Alb
Wiesfels
Rossfels
Wackerstein

Gebiet Lautertal
Spitzer Stein

Gebiet Blautal
Böllisburren
Bischof
Untere Peilerwand
Kreuzfels
Felsenbank
Blaufels
Breitfels
Blautalwand
Katzentaler Fels

Gebiet Zollernalb
Kapf

Gebiet Donautal
Schreyfels
Verlobungfels
Löchlesfels
Fuchsfels
Westlich Zinne
Dritte Zinne
Zweite Zinne
Fischerfels
Alte Hausener Wand
Eigerturm
Stuhlfels
Schaufels
Aussichtsfels

Fazit

Der “Best of Schwäbische Alb” Kletterführer vom Panico Verlag hält in meinen Augen was er verspricht – er versammelt die größten, wichtigsten und vielleicht auch besten Klettergebiete der schwäbischen Alb in einem Führer.

Er spricht vor allem diejenigen an, die die ersten Schritte aus der Halle an den Fels wagen wollen – Ihnen liefert er eine wahnsinnig gute Übersicht über lohnende und meist gut gesicherte Felsen in der Natur. Ebenso bietet er sich für alle an, die beim Durchfahren mal einen Abstecher auf die schwäbische Alb wagen wollen ohne sich dabei unzählige Gebietsführer kaufen zu müssen. Und schlussendlich spricht er alle an, die vor allem Routen im V-VIIer Bereich klettern wollen und öfters mal ein anderes Gebiet austesten wollen.

Weniger geeignet ist der Führer dagegen für absolute Kletterspezialisten, da diesen vermutlich das Spektrum an Routen VIII aufwärts zu wenig sein wird – für diese bieten sich die einzelnen Gebietsführer ebenso an wie für diejenigen, die sich nicht aus ihrem angestammten Klettergebiet herauswagen wollen, gleichzeitig dort aber jeden Stein kennen wollen – hier reicht das Spektrum der behandelten Kletterfelsen wahrscheinlich einfach nicht aus.

Und schließlich spricht er quasi alle Schwaben an: denn für die ist der “Best of Schwäbische Alb” Kletterführer eine lohnende Investition. Für gerade einmal 24,95€ bekommt man eine wahnsinnig gute Übersicht über das gesamte Klettergebiet und sollte einige Wochenenden brauchen, um auch nur annähernd einen Teil der behandelten Gebiete auszutesten. Gleichzeitig bietet der Führer aber alles, was ein normaler Panico Kletterführer auch bietet – gute Übersichtlichkeit, gute Topos, gute Routenauswahl, genügend weitere Informationen über alles rund um das Gebiet – wie oben schon gesagt: alles was man für einen gelungenen Tag am Fels braucht.

Viel Spaß beim Routen testen auf der schwäbischen Alb sage ich da nur…

Übrigens: Der “Best of Schwäbische Alb” Kletterführer ist seit diesem Jahr in einer neuen, aktualisierten Auflage auf dem Markt – vielleicht auch für den ein oder anderen die Möglichkeit, den alten Kletterführer (wenn er denn wie meiner auseinanderfällt) mal auszutauschen…

Fakten

Autor: Achim Pasold u.a.
Panico Alpinverlag
2. Auflage 2012
192 Seiten

14,8 x 18,5cm

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