Reise

Backpacking in Peru - Mit Rucksack in Südamerika

27.08.2012

Backpacking in Peru – Mit Rucksack in Südamerika

Wohl kein Land in Südamerika ist bei Backpackern so beliebt wie Peru. Weltbekannte Sehenswürdigkeiten reihen sich entlang der Andenkette wie eine Perlenschnur auf. Machu Picchu, Nazca Linien, unzählige Surfspots, der schönste Berg der Erde sind einmalige Ziele für Rucksack-Reisende um nur einige einzigartige Orte zu nennen. Eine subjektive Zusammenstellung der 10 lohnendsten Sehenswürdigkeiten.

Machu Picchu und Cuzco

Peru Machu Picchu

Peru Machu Picchu

Es mag größere Stätten der Maya-Kultur geben, und auch Orte die wenige von Touristen überrollt werden, die Lage des erst um 1900 entdeckte Machu Picchu macht den sagenumwobenen Ort dennoch auch für Alternativreisende mit Rucksack zum absoluten Must-See.

Nazca Linien

Tausende Jahr alt, sind die Nazca Linien. Vom Boden aus erscheinen sie unscheinbar und wirken nur wie ein durchschnittlicher Wanderpfad, mit einem Flugzeug-Rundflug allerdings wird die wahre Schönheit der Nazca-Kultur sichtbar.

Lago Titicaca

Der Titicaca-See ist der zweitgrößte Südamerikas und der höchste schiffbare See der Erde auf 3810 m.ü.NN. Nicht nur die Höhenlage, die Größe und die schöne Landschaft machen den Titicaca-See einzigartig. Auf schwimmenden Schilfinseln leben die Urus – ein alter indigener Volksstamm.

Surfen (Mancora, Chicama)

Drängen sich die freiheitsliebenden Wellenreiter an den europäischen Küsten, so ist Peru ein interessanter wenig besuchter Ausweichspot, nicht nur für Wanderer und Bergsteiger, auch wer ein Surfboard dabei hat, kommt voll auf seine Kosten. Wenig Konkurrenz um die oft stabilen Wellen und günstige Lebenskosten bieten tolle Bedingungen für einen entspannten Surftrip. Kenner und Könner zieht es zum Beispiel zur längsten Welle der Welt in Chicama. Sagenhafte 2 Kilometer und 200 Meter Swell gibt es hier – beinahe täglich.

Chan Chan

Chan Chan war die Hauptstadt des präkolumbischen Chimú-Reiches und befindet sich an der peruanischen Pazifikküste westlich der heutigen Stadt Trujillo. Die aus Lehm errichtete Stadt war eine der größten Siedlungen weltweit um 1300 n. Chr mit über 60.000 Einwohnern. Die Ruinen, die frei zu besichtigen sind, zählen zum Weltkulturerbe und bieten einen beeindruckenden Kontrast zum vorherrschenden Inka-Vermächtnis.

Islas Ballestas

Peru Islas Ballestas

Peru Islas Ballestas

Die Islas Ballestas werden gerne als „the poor man’s“ Galapagos-Inseln bezeichnet. Nicht zu unrecht. Die Felsinseln liegen wenige Minuten mit dem Schnellboot von der Küste Perus Nähe Pisco (der Name des Nationalgetränks Pisco Sour stammt von hier) entfernt. Die Vielfalt und Besonderheit der Tierarten erreicht zwar nicht die der Galapagos-Inseln, eine Überfahrt kostet nur wenige Euro und der Trip dauert auch nur einen halben Tag. Was man unbedingt im Rucksack haben sollte ist dabei ein Fotoapperat!

Huaraz und Trekking in der Cordillera Blanca

Huaraz ist so etwas wie das Chamonix der Anden. Das Zentrum des Bergsports und des Bergsteigens in den Anden hält einige der schönsten Berge der Erde parat und bietet Zugang zu ausgedehnten Trekkings und Wanderungen in einsamer Berglandschaft. Obwohl Huaraz weltbekannt ist, ist es relativ wenig vom Massentourismus eingenommen und bietet zudem einen guten Einblick in die Kultur der indigenen Landbevölkerung und des Arbeitsalltag der Bergbauern, die noch mit einfachsten Mitteln ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Arequipa und Colca Canyon

In 2-3 Tagen kann man in und um Areqipa den Spagat zwischen Kultur und sportlicher Aktivität in der Natur schaffen. Das wirtschaftliche und kutlurelle Zentrum des südlichen Perus bietet eine gute Handvoll pitoresker Sehenswürdigkeiten der spanischen Besatzungszeit. Einen lohnenden Zweitagesausflug von hier ist das Trekking zum Colca Canyons. Ein kurzer Autostopp am wohl besten Concor-Viewpoint ist hier Pflichtprogramm. Täglich zeigen ein Dutzend majestätischer Condore in den Morgenstunden ihre beeindruckenden Flug- und Gleitfähigkeiten im Aufwind des Canyons.

Lima

Knapp ein Drittel der 30 Millionen Einwohner Peru’s lebt in der Hauptstadt. Es gibt wenige andere Orte auf der Welt wo Reichtum und Armut auf so engem Raum aufeinandertreffen. Kaum verlässt man die gesicherten Wohn- und Einkaufsgebiet der oberen Zehntausend, steht man in unverwechselbarer städtischer Betriebsamkeit. Ein Wechselbad der Gefühle erwartet den Besucher. Klimaanlage in McDonald-Restaurant trifft hier auf das umtriebige Gedränge auf dem traditionellen Bauernmarkt, der eher an das Europa aus dem 19 Jahrhundert erinnert.

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Zugegeben, ein richtiger Ort ist Fern-und Nahverkehr in Peru nicht. Dennoch zählen die dort gesammelten Erfahrungen zu den wohl eindrucksvollsten für konservative Mitteleuropäer. Warum man bei Überlandfahrten seinen Rucksack besser in Reissäcke einpackt, warum ein Schlafsack im Bus angemessen ist, und warum man doch besser nachts die steilen Andenpässe befährt: Diese Erfahrungen sollte jeder Perureisende gemacht haben. Eine größere Portion Gelassenheit sollte definitiv in jedes Reisegepäck eingeplant werden.

Ein Kommentar

  1. Danke für den schönen Bericht. Ich freue mich im Moment sehr über jeden Bericht, der Lima betrifft, da ich selbst auch in Kürze (im November) nach Lima fliege :) – für gerade mal 340€ :D. Habe ich gefunden bei meilenum.de/
    Kann nur empfehlen, da mal herum zu schauen

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