Testberichte

Karte für Mountainbiker: Supertrail Map

10.07.2012

Karte für Mountainbiker: Supertrail Map

Als Mountainbiker ist man ja immer auf der Suche nach passenden Trails. Mit passend meine ich Mountainbike Trails, die zum persönlichen Niveau passen und eine interessante Tour versprechen. An seinen Hausbergen kann man die Schwierigkeit meist recht gut einschätzen und neue Teilstücke mit bereits bekannten kombinieren. Selbst wenn man sich auf diese Art bei einem Stück in der Schwierigkeit verschätzt, kann man immer noch die anderen Teile fahren. In Gebieten, die nicht bekannt sind, kann der Download eines GPS-Tracks, das Kartenstudium oder die Tipps von Locals dagegen katastrophal enden. Schiebe- und Tragepassagen, Rampen und Abgründe lassen die Mountainbike Tour dann zur Tortur werden.

Ein Mittel dagegen ist eine Supertrail Map. Die Karten enthalten spezielle Informationen für alle, die gerne mit dem Fahrrad in den Bergen unterwegs sind.

Supertrail Map: Tegernsee / Schliersee

Supertrail Map: Tegernsee / Schliersee

Kurzinformation zur Supertrail Map:

  • Maßstab: 1:50000
  • spezielle Informationen für Mountainbiker
    • Schwierigkeit des Trails
    • Highlights
    • Gefahren
    • Verbote
    • Infrastruktur
  • stabil: reiß- und wasserfest
  • Preis: ca. 17 €
  • Weitere Informationen vom Anbieter

Meine Meinung zur Supertrail Map:

Die Karte ist meiner Meinung nach besonders gut geeignet, um von einer bekannten Strecke auf ein neues Gebiet und die dort vorhandenen Tails zu schließen. So weiß ich für mich beispielsweise, dass ich die roten Trails noch gut fahren kann – während ich bei den lila Trails den Großteil tragen muss. Diese Erfahrung kann ich auf alle Trails und Karten übertragen, weil die Einteilung in die Schwierigkeitsgrade immer gleich ist. Wenn ich also einen Urlaub am Gardasee plane, kann ich mich durch meine Erfahrungen darauf verlassen, dass ich mit roten Trails ein schönes Erlebnis habe.

So gut die Einteilung der Trail-Schwierigkeiten für Trails, die bergab gehen auch sind, die Einteilung bergauf finde ich gewöhnungsbedürftig. Das hat zwei Gründe: Zum Ersten habe ich auf der Karte oft Schwierigkeiten zu erkennen, ob ein bestimmter Trail bergauf oder bergab geht. Wenn an dieser Stelle dann sowohl eine durchgezogene (bergab), als auch eine gestrichelte Linie (bergauf) auf der Supertrail Map eingezeichnet ist, bin ich mir oftmals nicht sicher, aus welcher Richtung ich den Trail bergab fahren kann. Außerdem finde ich die Bewertung für Bergauf-Trails auch ganze schön heftig. Oben genannter roter Trail, den ich bergab wirklich recht flüssig fahren kann, ist auch bergauf ein roter Trail – für mich unvorstellbar diesen Pfad bergauf zu fahren…

Supertrail Map: Kartenausschnitt

Supertrail Map: Kartenausschnitt

 

Neben dieser Einteilung in Schwierigkeitsgrade sind es auch die weiteren Informationen speziell für alle Leute, die gern mit dem Fahrrad in den Bergen unterwegs sind, wodurch die Karten interessant werden. Dazu gehören vor allem die Trail Highlights im jeweiligen Gebiet. In meiner Testrunde war ein solches Highlight dabei und ich muss sagen: Absolut richtig. In meinen Fall ein schöner, teilweise verzweigter Trail mit Stufen, der über eine Almwiese führte. Einfach schön!

Wichtig sind auch die Verbote und Gefahren, die bereits auf der Supertrail Map eingezeichnet sind – so kann man seine Tour entsprechend planen. Natürlich gilt es vor Ort entsprechend aktuelle Verbote nochmals gesondert zu beachten. Bei meiner Testrunde stimmten die Angaben wunderbar.

Der Preis von etwa 17 € erscheint auf den ersten Blick recht hoch. Gerade in unbekannten Gebieten denke ich aber, dass die Supertrail Map ihre Stärken ausspielen kann, für die Trails vor der Haustüre dagegen würde ich mir andere Informationsquellen suchen.

Diesen Beitrag wurde von Martin (einfachdraussen.info) verfasst.

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