Reise

Trekking im Colca Canyon in Peru - Teil 2

06.07.2012

Trekking im Colca Canyon in Peru – Teil 2

Trekking Colca Canyon, Zweiter Tag und Reisetipps

Erholsamer Schlaf wäre zwar angebracht, aber auch nicht wirklich möglich. Bis 9 Uhr früh sollten wir den oberen Rand des Canyons erreicht haben, damit wir unseren Rücktransport aus Cabanaconde (3.285 m) nicht verpassen. Bis dahin müssen allerdings noch gut 1100 Höhenmeter bergauf bewältigt werden.

Wir wollen uns nicht stressen und wählen eine konservative Strategie. Aufstehen um 4 Uhr. Start um 4.30 Uhr. Im Licht unserer Stirnlampe und mit Hilfe des Mondes kommen wir in den angenehm kühlen Morgentemperaturen gut voran. Langsam, aber gleichmäßig geht es Schritt für Schritt Richtung Himmel. Im faden Morgenlicht entfernen sich die Oase und das Flussbett Schritt für Schritt. Die Sonne steigt und mit ihr auch die Temperatur. Unsere erste Rast machen wir sobald uns die ersten Sonnenstrahlen erwärmen.

Jetzt zahlt sich der frühe Start aus. Wir liegen gut in der Zeit, können die Aussicht genießen und müssen uns nicht hektisch in der sich allmählich aufheizenden Wand hochquälen. Gegen Mittag wird es bei dieser Trekking-Tour- selbst im Winter – unangenehm heiß.

Gegen 8 Uhr erreichen wir den Rand des Canyons. Genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück mit den mitgeführten Annehmlichkeiten. Frisches Obst, Milchpulver und Haferflocken. Alles haben wir am Vortag des Trek auf dem örtlichen Markt für wenige Groschen besorgt. Selbst für einen frisch aufgekochten Fertigkaffee finden wir noch ausreichend Zeit, ehe wir die letzten 15 Minuten gemütlich nach Cabanaconde schlendern und mit dem bestellten Bus zurück nach Areqipa gelangen.

 

Informationen zum Nachlaufen

Ausrüstung

  • Klassische Trekkingausrüstung: festes Schuhwerk, Tagesrucksack, zwei T-Shirts, kurze und lange Hose, wasserdichte Jacke, evtl. wärmendes Oberteil langarm
  • Hüttenschlafsack
  • Mückenschutz (z.b. Nobite)
  • Badebekleidung und Handtuch (für Bademöglichkeit in Oase und heiße Quelle in Chivay)

Tipps

  • Ausreichend Trinken (mind. 3 Liter pro Person!) und Essen mitführen. Verpflegung kann zur Not auch im Canyon erworben werden.
  • Nur den Transport über Reiseagentur buchen, Guide ist nicht nötig da einfache Orientierung. Nur wenige Guides können überhaupt Zusatzinformationen zu Landschaft und Kultur bieten.
  • Für Lauffaule kann von der Oase zurück ein Transport auf einem Eselrücken erfolgen (ca. 40 Soles)
  • Für erfahrene Wanderer oder durchschnittlich fitte Sportler ist der Trekk inklusive Transport in gut zwei statt der oft angegebenen drei Tage zu schaffen.
  • Bei Transport darauf achten, dass ein Stopp beim Condor-Viewpoint „Cruz del Condor 3.700 m” auf der Hinfahrt eingeplant ist (bei Abfahrt den Fahrer explizit (!) danach noch einmal fragen)!
  • Von Arequipa kann der Transport auch über die öffentlichen Kleinbusse (Collectivos) erfolgen. Preis ca. 25 Soles.
  • Mangels guter Leihausrüstung vor Ort empfiehlt es sich die oben genannte Trekkingausrüstung selbst mitzubringen. In Arequipa ist verbreitet nur mangelhafte und gefälschte Ware erhältlich. Die wenigen echten Markenartikel (fast nur in den offiziellen Markenstores erhältlich) sind durchweg teurer als in Europa.

Kosten

Komplette Tour: ab ca. 100 Euro (je nach Verhandlungsgeschick) zzgl. Getränke und Eintritte

Selbst organisiert: ca. 50 Euro (Transport ca. 50 Soles, Parkeintritt 70 Soles, Unterkunft in der Oase ab 10 Soles p.P., Verpflegung, evtl heiße Quellen in Chivay auf dem Rückweg 10 Soles)

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