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Highline Pfalz - Hohe Slacklines in alten Kletterspots

31.07.2012

Highline Pfalz – Hohe Slacklines in alten Kletterspots

Schon seit Längerem hatte ich einen Slackline Trip in die Pfalz geplant, nur irgendwie nie Zeit gefunden wirklich hinzufahren. Ich wollte dort natürlich Klettern, aber vielmehr noch interessierten mich die zahlreichen Highline-Möglichkeiten, die scheinbar unentdeckt vor sich hin schlummerten. Denn bis auf eine Highline am Luger Friedrich gab es in der Pfalz – meines Wissens nach – noch keine Highlines! Dafür aber umso mehr schöne Plätze, an denen man Slackline in großer Höhe spannen könnte. Nun hatte ich aufgrund des andauernd schlechten Wetters keine Lust, schon wieder im Regen zu slacklinen. Also durchsuchte ich mal ganz Deutschland nach gutem Wetter und schon fand ich Sonnenschein und slacklinefreundlich warme Temperaturen in der Pfalz! Also ging es für mich und ein paar ortskundige Freunde am Samstag spontan zum slacken und klettern auf in die Pfalz.

Aufbau der Highline

Aufbau der Highline

Als wir nach vier Stunden Autofahrt endlich ankamen, war der Samstag schon halb vorbei. Aber es blieb noch genug Zeit, um uns einige der Felsen aus der Nähe anzusehen. Meine anfängliche Euphorie wurde dann allerdings schnell etwas getrübt: Viele der Felsen waren nicht so hoch wie erwartet oder standen für die Slackline zu dicht beieinander. Zudem kam natürlich noch die Frage der Befestigung der Highlines, da in der Pfalz nicht gebohrt werden darf. Daher mussten wir natürliche Ankerpunkte finden. Dazu hatten wir eine Menge Karabiner, Schlingen, Friends und Klemmkeile dabei.

Highline am Sternenfels

Highline am Sternenfels

Im Bärenbrunner Hof wurden wir dann doch noch fündig und konnten zum Abend hin sogar noch eine Highline aufbauen. Im letzten Tageslicht gelang fast allen von uns noch eine Begehung. Eine Highline im Bärenbrunner Hof, dem Herzen des Klettersports in der Pfalz war ein wirklich guter Start für uns Alle. Diese Begehung wurde anschließend bei pfälzischem Bier und Essen gefeiert. Zum Abschluss des Tages starteten wir noch eine kleine Nachtwanderung. Mit Stirnlampen ausgerüstet stiegen wir zum Drachenfels auf und besichtigten den für den nächsten Tag geplanten Spot.

Abendlicht auf der Highline

Abendlicht auf der Highline

Bei Tageslicht betrachtet stellte sich heraus, dass der Spot ein echter Volltreffer war. Auf der einen Seite stand eine Burg und gegenüber ein ca. 30m entfernter Felsturm. Chris und ich kletterten zuerst auf den Schulerturm, während Ben und Max die andere Seite an der Burg übernahmen. Bereits nach drei Stunden hatten wir fertig aufgebaut und konnten loslegen. Der Name der Highline stand bereits beim Aufbau fest, nachdem Chris und ich uns in kurzen Hosen durch dichtes Dornengestrüpp quälen mussten. So tauften wir die Line Dornröschen.  Somit konnten wir durch die spontane Wochenendsaktion nicht nur unsere Tradkletterfähigkeiten mal wieder auffrischen sondern auch zwei neue Highlines erschließen.

Double Dopp Knie auf der Highline

Double Dopp Knie auf der Highline

Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass es uns in die Pfalz ziehen wird, um zwischen den Türmen die wunderschöne Landschaft zu genießen. Nur möchte ich anderen Slacklinern ans Herz legen, dass das Highlinen an sich und besonders in der Pfalz eine delikate Angelegenheit ist. Von der Komplexität des Highlineaufbaues abgesehen, gibt es gerade in der Pfalz sehr strenge Verhaltensregeln für Kletterer, welche es auch beim Highlinen strengstens zu beachten gilt. Oberste Prämisse ist hier immer “leave no trace”. Außerdem möchte ich einmal mehr darauf hinweißen, keine Kletterhaken zum Highlinen zu verwenden! Für den vollen Genus gibt es hier noch die bewegten Bilder von Christian Kruse (www.dynamicfeatures.eu)

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