Testberichte

Thermarest NeoAir im Test

31.05.2012

Thermarest NeoAir im Test

Mit der Thermarest NeoAir und dem Bike durch den Neuseeländischen Frühling

Die NeoAir von Thermarest ist der perfekte Begleiter für alle mehrtägigen Outdoor-Aktivitäten. Diesmal getestet beim Biken auf der Südinsel Neuseelands.

Die NeoAir von Thermarest besticht vor allem durch eins: ihr geringes Gewicht. Sage und schreibe nur 405 Gramm (Größe R) bringt das Leichtgewicht auf die Waage. Da die Luftmatratze ohne isolierende Schäume konzipiert ist, bringt sie es auch nur auf ca. 1,5 Liter Packmaß (Größe R), was bei allen mehrtägigen Outdoor-Aktivitäten von großem Vorteil ist. Jetzt mag man an all die anderen Leichtluftmatratzen denken und sich fragen was denn nun das Neue bzw. Besondere an der NeoAir ist. Bei dem stolzen Preis (unverbindl. Verkaufsempfehlung: 130,- Euro) darf man ja schon eine gewisse Gegenleistung erwarten.

Damit das gute Stück auf Herz und Nieren getestet werden kann, sind wir extra in den Neuseeländischen Frühling geflogen und mit dem Bike über die schönsten Single Trails der Südinsel gecruist – natürlich nur um dann am Abend in der Wildnis zu übernachten und das wahre Potential der Matte zu erkennen. Einige der Südinsel-MTB-Klassiker wurden dabei abgefahren: Heaphy (80 km Single Trail) und Queen Charlotte Track (78 km Single Trail) an der Nordküste oder St. James Cycle Trail (90 km) in North Canterbury. Ansonsten wurde nach dem Klettern oder Surfen direkt am ‚Ort des Geschehens’ auf der Matte übernachtet oder einfach nur zum Relaxen in der Sonne gelegen.

Der Frühling auf der Südinsel kann bekanntermaßen recht streng sein – vor allem wenn man sich auf Trails in den Südalpen bewegt (Wanaka, Queenstown, Arthur’s Pass). Rapide Wetterumbrüche und Temperaturstürze sind keine Seltenheit. Nach Herstellerangaben ist die NeonAir für alle Touren in gemäßigtem Klima bis hin zu frühem Frühjahr und spätem Herbst geeignet – die falsche Ausstattung also?

Im Gegensatz zu vergleichbaren Matten (das Gewicht betreffend) wird für die NeoAir ein herausragender Isolationswert (R-Wert – siehe Kaufberatung Isomatte) von 2.5 angegeben. Das ist gut dreimal so viel und für eine Leichtluftmatratze sehr ungewöhnlich. In der Tat: egal auf welchem Untergrund man übernachtete, wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl nach unten hin auszukühlen – noch nicht mal bei Bodenfrost. Das beschichtete Nylon-Material auf Ober- und Unterseite verhindert außerdem unfreiwilliges Verrutschen während der Nacht, wirkt aber aufgrund der Dicke nicht sonderlich robust (wir hatten keine Probleme). Die Matte ist im aufgeblasenen Zustand über sechs Zentimeter dick und überrascht trotzdem mit einem hohen Liegekomfort. Es gehört ein bisschen Ausprobieren dazu, um abzuschätzen wie viel Luft für ein gemütliches Liegen erforderlich ist. Alles in allem überzeugt die NeoAir natürlich vor allem bezüglich Gewicht und Packmaß, aber die anfänglichen Bedenken die Isolation und den Liegekomfort betreffend, konnten allesamt widerlegt werden – ein Repairkit sollte jedoch bei diesem Preis inbegriffen sein.

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