Testberichte

Scott Scale 29er Mountainbike im Test

29.05.2012

Scott Scale 29er Mountainbike im Test

Das Scott Scale 29 RC ist eines der leichtesten 29 Zoll Karbon Hardtail Mountainbikes der Welt! Der Rahmen kommt mit integrierten Karbontretlager und Postmount-Scheibenbremsaufnahme auf 949 Gramm.

Im Vergleich zum 2011er Scott Scale Model wurde außer dem Rahmendesign die Federgabel geändert, jetzt arbeitet vorne die super leichte DT Swiss XMM 100mm Federgabel. Außerdem wurde die XX Schaltgruppe noch einmal leichter, da sie jetzt über Gruppen eigene Bremsen verfügt und nur noch eine 180mm Scheibe vorne hat.

Auf dem Trail:

Gleich beim ersten Losfahren macht sich das geringe Gewicht bemerkbar Das Scott Scale beschleunigt für ein 29er erstaunlich spritzig, bei 9,5 kilo Gesamtgewicht!!

Außer der sportlichen Sitzposition fällt auch die geringe Achsbreite (Q-Faktor) auf, welcher einen sehr angenehm pedalieren lässt! Die Knie laufen gerader, man bekommt einfach mehr Druck aufs Pedal!

Im Gelände kann man mit dem Scale 29 RC dann richtig Gas geben! Mit 20 Gängen und einer Übersetzung 11-36 und 39/26 Kettenblättern. Die Sram XX erlaubt es an der Kassette alle 10 Gänge durch zu schalten, was einem häufiges wechseln der Kettenblätter erspart!

Die Dt Swiss Federgabel mit Single Shoot System, ist in erster Linie sehr leicht für eine 29er Gabel, muss aber feinfühlig eingestellt werden. Auch am Lockout Hebel wurde Gewicht gespart, für ambitionierte Fahrer ist dieser aber außreichend gut zu bedienen. Der Komfort lässt hier etwas zu Wünschen übrig.

Im Upphill bekommt man schön Druck aufs Vorderrad und die größere Auflage der 29er Stollenreifen verhindern ein durchdrehend der Reifen. Das verleiht dem Scott Scale sehr gute kletter Eigenschaften.

Im Downhill fährt sich das Scale sehr spurtreu. Man kann noch einmal eine ganz andere Linie fahren wie mit 26er Laufrädern. Etwas mehr Komfort am Hinterbau der einen leichten Flex besitzt und wieder die größeren Laufräder die viel besser über Hindernisse rollen, tragen dazu bei!

In der 2012 Saison bin ich mit meinem Scott Scale 29 RC heuer schon 7 Rennen gefahren , 2 auf engen und sehr technischen Cross Country Strecken, auf denen es mich auch immer gut ins Ziel gebracht hatte.

Auf Langstrecken Marathons aber fühlt sich das Scott Scale RC doch am wohlsten, sei es an sehr langen, steilen Anstiegen in Riva oder verblockten Abfahrten in Bad Wildbad.

2 Kommentare

  1. Hallo, sehr interessant dein Test. Mein Bruder und ich beide ca 190cm bei 87-95 kg sind am ueberlegen nach ueber 30 Jahren 26′er CC HT welches 29′er MTB Spark oder Genius besser zu uns past. Wir fahren div. Marathons in den Mittelgebirgen der Pfalz, Odenwald und Spessart. Wir lieben beide Trails und schoene vorblockte Abfahrten. Wir tendierten Anfangs zum 29 Spark ist etwas leichter, wobei bei uns zwei Jumbos :-), ist es wahrscheinlich zu vernachlässigen aber Bergab dürfte natürlich das Genius die besseren Karten haben aber wie sieht es aus wenn man damit mal nen Marathon oder gar eine Transalp (das Rennen) fahren will. Besten dank im Voraus
    Vielel Gruesse
    Joerg

    • Hallo Jörg,
      Ihr habt quasi die Eigenschaften von Spark und Genius genau gedeutet. Das Genius ist wirklich ein potentes All Mountain Fully für die Alpen. Klar kann man mit dem Genius dank Twinlock Mechanismus auch den ein oder anderen Marathon bestreiten. Hier wird aber in Sachen Spritzigkeit das Spark die Nase vorne haben. Zur Alpenüberquerung taugen beide. Deswegen würde ich mich für die Variante entscheiden, auf die ich meine oberste Priorität lege: Maximale Trailperformance oder Leichtigkeit bis hin zu Rennperformance.
      Grüße
      Christian Morgenroth
      Fa. Bergzeit

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