Testberichte

Sauberes Wasser mit SteriPEN

24.01.2012

Sauberes Wasser mit SteriPEN

Einige werden die unangenehme Erfahrung schon gemacht haben. Kaum etwas kann eine Reise so vermiesen wie ein verdorbener Magen durch verschmutzes Wasser. Dabei muss man sich nicht einmal weitab der Zivilisation bewegen. Gerade zivialisationsnah, in Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Gefahr groß sich mit Montezumas Rache zu infizieren. Auch scheinbar sauberes, klares Wasser gibt dabei keine Sicherkeit auf keimfreies Nass. So können auch klare Gebirgsbäche durch die Ausbringung von Dung und Gülle Kolibakterien in bedenklicher Konzentration enthalten.

Abhilfe versprechen Wasserfilter, welche auf mechanischem Wege Krankheitskeime entfernen, oder chemische Mittel, bei denen Keime durch reaktive Substanzen abgetötet werden. Beide Methoden funktionieren, sind aber recht zeitaufwendig. Chemische Mittel brauchen eine gewisse Einwirkdauer, Wasserfilter eine entsprechende Zeit zum Pumpen.

Steripen Jouney in Aktion

Ist das Wasser klar, ohne Trübstoffe bietet die Firma Steripen seit einiger Zeit noch eine sehr komfortable dritte Methode an sein Trinkwasser zu entkeimen. Dabei kommt UV-Licht zum Einsatz. In der großtechnischen Trinkwasseraufbereitung und in biotechnischen Arbeitsbereichen wird das sehr energiereiche blaue Licht schon lange eingesetzt um Wasser oder Oberflächen zu desinfizieren. (Das kurzwellige UV-C Licht ist sehr energiereich. In den DNA Molekülen von Protozoen, Bakterien und Viren führt es in Sekundenbruchteilen zu Strangbrüchen, wodurch die Krankheitserreger absterben.)

Für jeden Einsatzzweck bietet Steripen ein passendes Modell. Die neuesten Modelle wollen wir kurz vorstellen.

  • An Backpacker und Reisende, welche regelmäßig Zugang zu einer Stromversorgung haben, richtet sich das neueste Modell der Steripen Freedom. Der integrierte Akku lässt sich leicht per USB aufladen. Eine Akkuladung reicht für ca. 40 Behandlungen. Sehr klein und nur 74g leicht, bleiben ohne teure Batterien die Folgekosten überschaubar.
  • Ein anderes Konzept verfolgt der Steripen Sidewinder, welcher völlig ohne Stromquelle auskommt. Nur durch Muskelkraft angetrieben eignet er sich besonders für Camper und für Notfallsituationen. Im Lieferumfang befinden sich eine 1 Liter BPA freie Kunststoffflasche sowie einen ein Vorfilter um  Schwebstoffe zu entfernen.
  • Legt man hohes Wert auf eine lange Zyklenanzahl und bevorzugt die Verwendung von gebräuchlichen AAA-Akkus sollte man einen Blick auf den Steripen Classic werfen. Bei der Verwendung 4 hochwertiger Akkus schafft dieser bis zu 200 Zyklen 100 Liter Wasser keimfrei zu behandeln.
  • Bevorzugt man eine leichtere und trotzdem leistungsstarke Variante, welche auch noch optisch den Ladezustand der Batterien und Restdauer der Desinfektion angibt, kommt man nicht um den Steripen Journey herum. Mit den verwendeten CR123 Lithiumbatterien sind ebenfalls bis zu 200 Zyklen möglich.

Steripen Sidewinder Wasserentkeimer

Wo Licht ist gibt es leider auch etwas Schatten. Hier einige Vor- und etwaigen Nachteile kurz zusammengefasst.

Pro: – sehr schnelle Wasserdesinfektion ohne Einwirkzeit

-Abtötung aller relevanten krankheitserregenden Viren, Bakterien, Protozoen.

-keine Geschmacksveränderung

-mit dem passenden Steripenmodell geringe Desinfektionskosten von wenigen Cent/Liter.

Contra:

- abhängig von Stromquelle

- Das Wasser darf möglichst keine Schwebstoffe enthalten, da sonst das UV-Licht nicht wirken kann. Trübes Wasser unbedingt vorfiltern!

- Probleme mit einem vorzeitigem Abschalten, oder Nicht-Einschalten, können bei der Verwendung von sehr mineralienarmen Wasser (Regenwasser, Gletscherwasser) und der Verwendung mit Steripenmodellen mit Leitfähigkeitsmessung (Classic, Journey) auftreten. Ein paar Körnchen Salz schaffen aber leicht Abhilfe.

Mittlerweile findet sich, durch die große Modellvielfalt für jeden Reisenden, ob Hotelurlauber oder Trekker der passende Steripen. Das ungute Gefühl beim Schluck aus dem Bach sollte jetzt ein Ende haben!

Trekking im Borgefjell

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