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Drei für kalte Tage

13.01.2012

Drei für kalte Tage

Die drei wirken wie grimmige Schurken, sind aber die perfekten  Schwiegersöhne für kalte Tage. Im Interview erzählen die North Face Athleten Cory Richards, Simone Moro und Denis Urubko, warum sich -30 Grad Celsius und ein paar Sonnenstrahlen bei der Winterbegehung am Gasherbrum II (8035 m) wie eine heiße Dusche anfühlten.

Fotos: The NorthFace®/Cory Richards
Interview: Stefan Loibl

Skitour-Magazin: Interviews, Vorträge und Sponsoren-Termine im Stundentakt: Wünscht Ihr Euch zurück in die Stille und Einsamkeit des Basislagers am Gasherbrum?
Denis: Natürlich ist es nicht so extrem von unserer Expedition zu erzählen als wirklich dort zu sein (lacht). Ich genieße das warme Leben, ich bin glücklich wieder bei meiner Frau Olga und meinen Freunden zu sein. Außerdem liebe ich es in Italien zu sein und dort hart zu  trainieren. Aber trotz alledem träume ich bereits wieder vom Nanga Parbat, unserem Ziel für diesen Winter. Es ist wie eine Welle, die näher kommt – und ich fühle mich als Teil dieser Gewalt der Welle.

Skitour-Magazin: Simone und Denis, Ihr kennt Euch von vielen gemeinsamen Expeditionen und seid gute Freunde. Wie passt da auf einmal ein junger Amerikaner dazu?
Denis: Das eine perfekte Team für jedes Ziel ist eine Phantasie. Mit Simone funktionierte ich perfekt im Team 2002 am Everest, am Kali-Himal und bei der Winterbegehung am Makalu. Aber für den Gasherbrum II war es eben die beste Lösung, Cory im Team zu haben. Und unser Erfolg bestätigt das. Ohne einen dritten Mann hätten wir keine Chance gehabt. Anfangs war das Miteinander schon etwas problematisch, alleine wegen der unterschiedlichen Erziehung und Herkunft. Aber am Ende hatten wir die notwendige Geduld und haben zusammengearbeitet als würden wir uns schon jahrelang kennen.
Cory: Die Stimmung war gut. Erst war Denis skeptisch, sehr skeptisch sogar. Aber das war verständlich. Aber jetzt würde ich fast sagen: Er ist mein Bruder. Aber sein Zweifel war berechtigt, ob diese fremde Person das Zeug dazu hat, mitzukommen. Simone und Denis haben so eine  lange gemeinsame Vergangenheit und Erfahrung, und dann kommt da so einer mit wenig Erfahrung an. Seine Angst war berechtigt. Nach einer  Weile sind wir uns aber näher gekommen. Und nach der Besteigung und speziell nach der Lawine sind wir feste Freunde, Brüder sogar.
Simone: Das war für mich der Schlüssel zum Erfolg. Cory war bescheiden genug, um zu verstehen, dass er von uns lernen konnte und auf seine Fähigkeiten setzen musste, anstatt zu zeigen, wie stark und toll er ist.
Das hat er verstanden und im richtigen Moment getan. Das hat Denis anerkannt. Mit mir war das weniger schwierig. Ich wusste, was Cory drauf  hat. Er war kein Unbekannter in der Szene. Er hatte das bereits mit  zwei Winterbegehungen gezeigt. Zwar an niedrigeren Bergen, aber wer im Winter geht, macht das bewusst und hat die richtige Mentalität dafür. Außerdem konnte sich mit zusätzlichen Fähigkeiten wie dem Fotografieren und Filmen einbringen. Zudem hatte er vorher schon einen 8000er bestiegen, zwar mit Sauerstoff, aber innerhalb 10 Tagen.

Komplettes Interview lesen beim Bergzeit Partner Magazin skitour-magazin.de in Ausgabe 5.11

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