Alpin

Vier Tage im Neuschnee | Tag 1 und 2

12.01.2012

Vier Tage im Neuschnee | Tag 1 und 2

Weihnachten 2011 schien für Freerider etwas verfrüht einzutreffen. Die Vorsaison war schneetechnisch zwar eine Katastrophe, jedoch schickte sich das Tief Joachim kurz vor Weihnachten an die Alpen mit weißen Pulverschnee einzudecken. Mit einigen Freunden mache ich mich auf und folgte dem Ruf des Pulverschnees.

Station 1: Arlberg
Joachim kommt von Westen, das heißt in den klassischen West und Nordweststaulage ist am meisten Neuschnee zu erwarten. Der PowderGuide PowderAlarm kündigt ein „Dumpicane“, also einen sehr, sehr starken und anhaltenden Schneefall. Also nichts wie die dicken Freerideski in den Skisack gepackt und auf geht’s Richtung Westen an den Arlberg. Es ist Wochenende und entsprechend betriebsam, dennoch haben wir keine Wartezeiten an den wenig geöffneten Liften. Da der Wind extrem stark bläst, sind viele Liftanlagen geschlossen, absolut keine Sicht oberhalb der Baumgrenze und der viele Neuschnee ist stark verweht. Daher zieht es uns in die bewaldeten Bereiche, wo wir auch prompt tollen Pulverschnee finden. Und das nicht zu knapp. Bis zum Liftschluss sammeln sich in Summe etwa 100cm an Neuschnee an Uns spritzt der Schnee bei jedem Schwung nur so um die Ohren, so dass wir kaum etwas sehen können. Unser erste verfrühtes Weihnachstgeschenk haben wir damit schon aufgemacht, und es ist üppiger ausgefallen, wie erhofft. Danke, liebes Powder-Christkind!

Station 2: Wallis
Der Hauptniederschlag des Sturms kam in den französischen Alpen an. Das Wallis ist hier nur einen Katzensprung entfernt und entsprechend viel hat es auch dort geschneit. Sofern man bei dem starken Schneetreiben schon bei der Anfahrt überhaupt etwas erkennen kann, sieht man eine winterliche Traumlandschaft und alles ist schneebedeckt. Schneeketten auf die Autoreifen gezogen und schon sind wir im Skigebiet. Etwas verspätet, aber es ist nicht sonderlich viel los, so dass noch genügend Platz für unsere Spuren bleibt, Auch hier fahren wir in den (zumindest teilweise) offenen Wäldern in mäßig geneigtem Gelände. Steile Hänge sind auch heute wieder tabu, denn die Lawinengefahr ist nicht zu unterschätzen. So wedeln wir genussvoll von Baum zu Baum und wieder spritzt uns der Schnee bei jedem Richtungswechsel ins Gesicht.
Zwischendurch zeigt sich sogar kurz die Sonne, was wir gleich für  ein paar Bilder nutzen. Viele Stopps (außer für die eine oder andere schnelle heiße Schoggi zum Aufwärmen) machen wir aber auch heute nicht, denn dazu ist der Schnee viel zu angenehm zu fahren und es ist noch zu viel leicht erreichbares Gelände unverspurt.

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